Weiche Nuss-Lebkuchen

Pünktlich zum 1. Advent habe ich meine ersten Lebkuchen dieser Saison gebacken. Und was für Lebkuchen! Weich, nussig, dick, groß, schokoladig und lebkuchig! Das Rezept habe ich von Christine, der Schwester meines Partners, bekommen. Sie brachte uns letztes Jahr einige Exemplare vorbei und ich war mir sicher, noch nie so gute Lebkuchen gegessen zu haben. Ich musste das Rezept haben. Ganz, ganz dringend. Vielen Dank dafür, Christine.
Ich will zwar nicht behaupten, dass ich mich den ganzen Sommer schon darauf gefreut habe diese unglaublich leckeren Dinger zu backen…nein, das ginge dann doch zu weit…, aber sobald der erste Schnee fiel, waren sie fällig. In der Regel beginne ich die Weihnachtsbäckerei mit Christstollen. Nicht so dieses Jahr. Manchmal muss man Prioritäten setzen. Also, was ich damit sagen will: Unbedingt nachbacken!

Zu den Zutaten:
Wir brauchen ganz viele Nüsse. Ich habe hier eine Mischung aus gemahlenen Walnüssen, Haselnüssen und Mandeln genommen, ihr könnt aber auch nur ein oder zwei Sorten nehmen, Hauptsache die Menge stimmt. Dann noch braunen Zucker, Eier, Zitronat und Orangeat, Datteln und Aprikosen. Zitronat und Orangeat sind ja so eine Sache. Ich kenne niemanden, der das mag, aber irgendwie will man auch nicht auf den typischen „Weihnachtsgeschmack“ verzichten, nicht wahr?! Deshalb hacke ich die ungeliebten Würfel in der Küchenmaschine bis zur Unkenntlichkeit, will heißen: zu einem Zitronat-Orangeat-Brei, der dann eher an Marzipan erinnert und sich prima im Lebkuchen verteilt. 
An Gewürzen brauchen wir Zimt, Lebkuchengewürz, geriebene Zitronenschale und als Triebmittel Hirschhornsalz.
Und Oblaten, 7 cm im Durchmesser.
Für die Glasur habe ich eine ganze Menge Schokolade (Zartbitter und Vollmilch) geschmolzen und etwas Palmin dazu gegeben.  So muss die Schokolade nicht temperiert werden und bleibt trotzdem schön glänzend. Aber nicht zu viel Kokosfett zugeben, sonst geht das auf Kosten des Geschmacks.
Für die Deko nehmt ihr, was ihr mögt. Also entweder gar nichts oder Mandeln, getrocknete oder kandierte Kirschen, Walnüsse etc.

Das Rezept

Weiche Nuss-Lebkuchen (ca. 45 Stck.)

Die Zutaten

400 g gemahlene Walnüsse
400 g gemahlene Haselnüsse
200 g gemahlene Mandeln
800 g brauner Zucker
50 g Orangeat
50 g Zitronat
50 g getrocknete Datteln
50 g getrocknete Aprikosen
1-2 EL Zimt
2 Packungen Lebkuchengewürz (je 15 g)
etwas abgeriebene Zitronenschale
10 Eier
1 Msp. Hirschhornsalz
Glasur und Deko:
ca. 400 g Schokolade (Zartbitter und Vollmilch)
50 g Kokosfett (z. B. Palmin)
Mandeln, Walnüsse, kandierte Kirschen etc.
Außerdem:
Oblaten (7 cm)

Die Zubereitung

Ofen auf 200°C (Ober-  und Unterhitze) vorheizen. (Ich habe die Lebkuchen zunächst bei 200 °C gebacken. Sie wurden dann aber recht schnell dunkel, so dass ich auf 180 °C reduziert habe. Ihr könnt es ja mal ausprobieren. Das ist je nach Ofen ein wenig anders.)
Backbleche mit Backpapier auslegen.
Die Nüsse in eine große Schüssel geben. Die Walnüsse,……
…die Haselnüsse….
…und die Mandeln.
Danach Zitronat, Orangeat, Datteln und Aprikosen in die Küchenmaschine geben…..
….und zu oben erwähntem Brei hacken.
Zusammen mit dem Zucker zur Nussmischung geben.
Gewürze und Zitronenschale dazugeben.
Alles vermischen. Jetzt die Eier in eine separate Schüssel aufschlagen.
Das Hirschhornsalz dazugeben und gut verrühren.
Zur Nussmischung geben.
Alles ordentlich verkneten.
Ca. je 2 Esslöffel Teig auf eine Oblate (Die Masse sollte etwa 1 cm dick sein.) und dann auf´s Blech geben.
Auf der mittleren Einschubleiste ca. 20-30 Minuten backen. Die Lebkuchen sollten im Kern noch weich sein.
Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
Dann die Schokolade mit dem Kokosfett im Wasserbad schmelzen, Lebkuchen eintunken oder bepinseln und solange die Schokolade noch feucht ist, mit Mandeln etc. dekorieren.

So, und jetzt mindestens 10 Tage warten, damit die Gewürze ihr Aroma voll entfalten können……Ha!
(….hm, na ja, gut…sie schmecken auch schon am ersten Tag….auch mit noch flüssiger Glasur….., aber nach ein paar Tagen sind sie trotzdem noch besser….) Die halten sich – rein theoretisch – ein paar Wochen – mindestens.
Enjoy und bleibt süß!

Hokkaido-Frittata mit Grünkohl und Chorizo

Frittata ist in aller Munde – mit Ausnahme von meinem. Dies ist die erste Frittata, die ich sowohl gemacht als auch gegessen habe und – ich bin begeistert. Sehr, sehr lecker! Außerdem unaufwendig, schnell zusammengerührt und spektakulär genug für Gäste. Mir schwirren schon etliche andere Frittata-Varianten durch den Kopf…. Wie konnte ich nur so lange darauf verzichten?
Dieses Rezept habe ich aus dem Kochbuch „Die neuen Klassiker“ von Donna Hay. Donna Hay ist mir das erste Mal in Form einer Weihnachtsausgabe ihrer Zeitschrift auf einer Reise durch Australien vor etwa 2 Jahren begegnet. Die genannte Zeitschrift begleitete mich während der gesamten Reise als abendliche Bettlektüre und so war der Kauf des o. a. Kochbuchs nichts weiter als die logische und unumgängliche Konsequenz. Ich habe schon einige Rezepte nachgekocht, alle sind gelungen und – noch viel wichtiger – alle schmecken toll!
Das Rezept für diese Frittata habe ich ein wenig verändert, aber im Großen und Ganzen entspricht es dem Original.
Zu den Zutaten:
Wir brauchen einen Hokkaido-Kürbis, mittelgroß. Donna Hay hat für ihre Frittata frische Chorizo genommen. Da ich die nicht bekommen habe, habe ich scharfe geräucherte Chorizo benutzt. Weiter wollen wir Grünkohl, weichen Ziegenkäse, Eier und Sahne. Olivenöl, Salz und Pfeffer – ist ja klar und eh im Schrank. Im Originalrezept wird Zwiebel-Relish verwendet. Das habe ich ersetzt durch rote Zwiebeln und Zwiebelchutney. Wer kein Zwiebelchutney bekommen kann, nimmt einfach ein anderes Chutney. Hauptsache ein wenig süß, ein wenig sauer und ein wenig scharf. 
Ich habe die Frittata zusammen mit einem Salat und grüner Sauce serviert und fand die Kombination ziemlich passend.
Für die grüne Sauce Mayonnaise, Joghurt, Saure Sahne oder Créme fraiche zu gleichen Teilen vermischen, salzen und pfeffern. Eine ordentliche Portion klein gehackte Kräuter (TK ist ok) und Knoblauch, evtl. Frühlingszwiebeln dazugeben. Mit Worcester-Sauce abschmecken.

Das Rezept

Hokkaido-Frittata mit Grünkohl und Chorizo

Die Zutaten

1 mittelgroßer Hokkaido-Kürbis (ca. 1 kg)
300 g Chorizo
Olivenöl
Salz und Pfeffer
100 g Grünkohl (Stiele entfernt und etwas kleingezupft)
150 g weicher Ziegenkäse
1-2 rote Zwiebeln
50-80 g Chutney (je nach Geschmack)
8 Eier
250 ml Sahne

Die Zubereitung

Den Backofen auf 200°C vorheizen (Ober- und Unterhitze).
Kürbis halbieren,….
….entkernen, mit einem Schälmesser schälen, würfeln und in eine Auflaufform oder große ofenfeste Pfanne (ca. 30 cm) geben.
Zwiebeln schälen und in feine Spalten oder Ringe schneiden und zu dem Kürbis geben. Mit Olivenöl beträufeln, salzen, pfeffern und kurz vermischen.
In den heißen Ofen stellen (mittlere Einschubleiste). Jetzt die Chorizo pellen und in Stücke schneiden.
Nach 10 Minuten Ofenzeit zum Kürbis geben und noch etwa 5 Minuten braten lassen. Wenn alles anfängt braun zu werden aus dem Ofen nehmen. Ofentemperatur auf 200 °C reduzieren.
Vorbereiteten Grünkohl….
…Ziegenkäse und das Zwiebelchutney dazugeben. 
Alles leicht vermischen.
In einer Schüssel Eier und Sahne verrühren, salzen und pfeffern…
und über das Gemüse geben.
Für etwa 30 – 40 Minuten in den Ofen stellen, bis das Ganze etwa so aussieht:
Lecker!
Evtl. noch etwas Parmesan darüber reiben und mit Salat und grüner Sauce (s. o.) servieren. YUM!
Enjoy und bleibt trotzdem süß!

Klassischer Apple-Pie

In genau einem Monat ist Weihnachten! oder besser: Heilig Abend. Wie ist denn das so schnell gekommen? Ich bin noch nicht ausreichend vorbereitet. Ganz im Gegensatz zu meiner Tochter. Die wurschtelt nämlich schon seit Tagen – wenn nicht Wochen – geheimnisvoll in ihrem Zimmer rum, „leiht“ sich Geschenkpapier und wirkt in Bezug auf Weihnachten völlig entspannt….
Weil ich am Sonntag (1. Advent – sollte es jemand vergessen haben…) nicht in jede Menge enttäuschter Gesichter blicken will, weil auf dem Plätzchentelller gähnende Leere herrscht, wird dies erstmal mein letzter nicht weihnachtlicher bzw. vorweihnachtlicher Post –  zumindest was die süßen Dinge des Lebens angeht. Lebkuchen und seine Freunde stehen schon vor der Tür!
Nun aber Fokus auf diesen wunderbaren Apple-Pie. Ich bin sowieso ein ganz großer Pie-Fan. Kirschen, Pfirsiche, Blaubeeren, aber auch Fisch, Fleisch und Gemüse machen sich besonders gut in einer knusprigen, blättrigen Teighülle. Hier also der Prototyp eines Pies: der Apple-Pie. (Ich bin mir nie ganz sicher, ob man „die Pie“ oder „der Pie“ sagt. Habe es eben aber sicherheitshalber nochmal gegooglet und Wikipedia sagt „der“. Und kommt mir jetzt nicht mit „Wikipedia lügt“. Wahrscheinlich heißt es eh „das Pie“…..) Ist ja auch egal. Also, das Apple-Pie….äh…..der Apple-Pie ist einfach toll. Und damit meine ich einfach und toll. Superschnell zusammengerührt, ganz wenig Zucker, intensiver Apfelgeschmack und einfach unwiderstehlich noch warm mit Vanille-Eiskrem. YUM!
Außerdem habe ich meiner Freundin Silke schon vor Wochen dieses Rezept versprochen. Denn Silke findet Eier völlig eklig. Total. In jedem Aggregatszustand.
Also, liebe Silke, hier nun endlich mein gänzlich eifreies Apple-Pie-Rezept. Enjoy! 
Alle anderern werden garantiert auch ihren Spaß damit haben.
Zu den Zutaten.
Die sind hier wirklich übersichtlich. Äpfel – na klar. Ihr nehmt einfach, was euch schmeckt. Mischung aus säuerlichen und süßen Äpfeln macht sich immer gut. Ich hatte noch jede Menge Braeburn in der Küche stehen und habe die genommen. Dann brauchen wir noch Zucker, Mehl, Zimt, frisch geriebene Muskatnuss, Salz, etwas Zitronensaft und Butter.
Für den Teig Mehl, Butter, Salz und Eiswasser. Dafür einfach einige Eiswürfel in eine kleine Schüssel geben, ca. 50 ml Wasser dazugeben und abkühlen lassen.
Zum Bepinseln ein wenig Sahne. Alle Eieresser können auch Eiweiß oder Eigelb oder mit Sahne verrührtes Eigelb nehmen.

Das Rezept

Klassischer Apple-Pie

Die Zutaten

Teig
325 g Mehl
1 Teel. Salz
250 g kalte Butter
ca. 60 ml Eiswasser
Füllung
ca. 1,3 kg Äpfel
Saft von einer halben Zitrone
1 Teel. Zimt
1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
1 Prise Salz
45 g Mehl
ca. 30 g Butter

Die Zubereitung

Eiswasser (s.o.) zubereiten.
Pie-Form (ca. 23 cm) einfetten und evtl. mit Backpapier auslegen.
Mehl, Salz und kalte Butter in eine Küchenmaschine geben (Flügelmesser)…..
 ….und ca. 30 Sek. verrühren bis die ganze Sache so aussieht:
Bei laufender Maschine das Eiswasser (ohne Eiswürfel) langsam einlaufen lassen. Evtl. benötigt ihr nicht das ganze Wasser, evtl. etwas mehr. Nicht länger als 30 Sek. verrühren, sonst wird der Teig zäh.
Teig in zwei Teile teilen (das eine etwas größer als das andere), platt drücken und in Klarsichtfolie einwickeln.
Etwa 1 Stunde in den Kühlschrank legen.
In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten. Dafür die Äpfel schälen,….
…entkernen und klein schneiden.
Zitronensaft, Zucker, Salz und Gewürze dazugeben…..
…verrühren und dann das Mehl dazugeben.
Alles gut vermischen. Beiseite stellen.
Die etwas größere Teighälfte auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ausrollen bis sie ungefähr in die Pie-Form passt.
Auf die Form legen und festdrücken.
Rand bearbeiten. Also hier ein wenig abschneiden und dort wieder anfügen bis es so aussieht:
Die Apfelmischung nochmal umrühren und auf den Teig geben. In der Mitte etwas auftürmen. Der Rand muss frei bleiben.
Den Rand mit flüssiger Sahne bestreichen. Die zweite Teighäflte ausrollen und darüberlegen.
Rand zurechtschneiden und zusammendrücken. Teigreste aufheben.
Ränder mit den Fingern zu einem „piemäßigen“ Rand formen. So in etwa:
Drei Lüftungsschnitte in die Teigplatte schneiden, damit beim Backen der Dampf entweichen kann.
Aus den Teigresten Verzierungen wie Blätter oder Äpfel etc. formen….
 ….und mit flüssiger Sahne auf den Pie „kleben“.
Jetzt für ca. 30 Minuten in die Tiefkühltruhe oder 60 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Ofen auf 200 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Den Pie mit flüssiger Sahne bestreichen…..
….und ab in den Ofen (mittlere Einschubleiste).
Nach 15 Minuten die Temperatur auf 180°C verringern. Nochmal etwa 45 Minuten backen bis der Pie schön goldbraun ist und man den Apfelsaft blubbern sieht.
Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
Schmeckt am besten noch warm mit Vanille-Eiskrem. Yumyumyum!
Sooo lecker!
Enjoy und bleibt süß!

In Blätterteig gebackener Camembert mit Preiselbeeren

Dies ist ein ganz schnelles und doch raffiniertes Rezept für den kleinen Hunger zwischendurch oder ein fixes Abendessen. Gut geeignet auch als Mitternachtssnack oder als Vorspeise (für 4 – 6 Personen). Der Arbeitsaufwand ist minimal – das Ergebnis durchaus beeindruckend.

Die Zutaten sind übersichtlich: 1 Rolle Fertig-Blätterteig, einige Esslöffel Preiselbeermarmelade oder Quittengelee, ein runder Camembert o. Ä. (Ich habe hier „Le Rustique“ verwendet.), Eigelb und evtl. Sesamsamen. Zum Servieren je nach Geschmack Creme Fraiche und noch mehr Preiselbeeren. Früchte (z.B. Trauben) machen sich auch gut dazu.

Das Rezept

In Blätterteig gebackener Camembert mit Preiselbeeren

Die Zutaten

1 Rolle Fertig-Blätterteig, z. B. von Tante Fanny (270 g)
3-4 El Preiselbeermarmelade oder Quittengelee
1 runder Camembert o. Ä., z. B. „Le Rustique“ (250 g)
1 Eigelb
evtl. einige Sesamsamen zum Bestreuen

Die Zubereitung

Ofen auf 220°C vorheizen (Ober- und Unterhitze).
Blech mit Backpapier belegen.
Den Blätterteig entrollen und quer halbieren. Eine Hälfte auf das vorbereitete Blech legen.
Die Marmelade in der Größe des Camemberts kreisförmig in die Mitte des Teigs geben.
Den ausgepackten Camembert darauflegen.
Die zweite Teighälfte so zusammenschneiden, dass sie gut über den Camembert passt und vorsichtig darüberlegen.
Einen Kreis schneiden. Teigreste aufbewahren.
Zurechtformen.
Den Rand mit einer Gabel festdrücken.
Mit Eigelb bestreichen.
Mit dem restlichen Teig dekorieren.
Auch mit Eigelb bestreichen.
Evtl. mit Sesamsamen bestreuen.
Und dann für ca. 20-25 Minuten in den Ofen damit (mittlere Einschubleiste), bis die ganze Chose so aussieht:
Etwa 5-10 Minuten stehen lassen und dann….YUM!
Evtl. mit noch mehr Marmelade, Creme fraiche oder auch geschlagener Sahne servieren. Am besten Trauben oder andere Früchte dazureichen. Echt lecker!
Enjoy und bleibt trotzdem süß!

Saftiger Apfelkuchen mit gerösteten Walnüssen

Der Herbst ist da! Und mit ihm jede Menge frische Äpfel – in allen Farben. Naja, wenigstens in grün und rot und gelb…und, ja, auch pink! Passend zur Küche. Nur leider muss die Köchin (also ich) passen. Wie schon mal erwähnt, rauben rohe Äpfel mir den Atem – im wahrsten Sinne des Wortes. Ich kriege sozusagen einen richtig dicken Hals.
Und das ist wirklich schade. Abhilfe schafft nur das Garen dieser atemberaubenden Früchte. Kurz: Kuchen – süßer saftiger Apfelkuchen!

Wir brauchen:
Äpfel natürlich! Nehmt einfach, welche ihr am liebsten mögt. Ich habe Braeburn verwendet:

Außerdem Mehl, Zucker, Butter, Eier, Salz, etwas Backpulver und geröstete Walnüsse. Die Äpfel werden gewürzt mit Ahornsirup und Zimt, evtl. etwas Zitronensaft – yummy!

Für die Deko benötigen wir Aprikosenkonfitüre, Puderzucker, Sahne und nochmal geröstete Walnüsse.

Ich war bei der Zusammenstellung des Rezepts reichlich großzügig, so dass ich mit einem wirlich großen Apfelkuchen (s. Bild) und zusätzlich noch 8 Apfelmuffins belohnt wurde. (Die Nachbarn und Kollegen haben sich gefreut….). Da aber nicht jeder eine Großfamilie oder die halbe Nachbarschaft versorgen möchte, veröffentliche ich hier die halbierte Version des Rezepts, die prima in eine 26cm-Springform passt.

Das Rezept

Saftiger Apfelkuchen mit gerösteten Walnüssen

Die Zutaten

100 g Walnüsse
4-5 Äpfel
evtl. Zitronensaft (Ich habe keinen benutzt, da ich keine Zitronen hatte. Hätte ich welche gehabt, hätte ich den Saft von einer halben Zitrone benutzt.)
1 Teel. Zimt
Ahornsirup
250 g Butter
250 g Zucker
4 Eier (Größe L)
250 g Mehl
1 gestr. Teel. Backpulver
etwa 100 g Aprikosenkonfitüre
100 g Puderzucker
flüssige Sahne

Die Zubereitung

Zuerst die Walnüsse bei 150°C ca. 15 Minuten rösten. Beiseite stellen. Springform (26 cm) fetten und mit Backpapier auslegen.
Äpfel schälen,…
…..entkernen, achteln und in Stücke schneiden. Evtl. mit etwas Zitronensaft beträufeln.
Die etwas abgekühlten Nüsse grob hacken und bis auf zwei Esslöffel zu den Äpfeln geben. Einen ordentlichen Schuss Ahornsirup und den Zimt dazugeben.
Alles verrühren und zur Seite stellen. Ofentemperatur auf 160°C (Ober- und Unterhitze) erhöhen.
Nun Butter und Zucker mit dem Handmixer oder in der Küchenmaschine (Kitchen Aid) auf mittlerer Geschwindigkeit schaumig schlagen.

Sieht das nicht absolut gigantisch aus!!
Nach und nach die Eier dazugeben und weiterschlagen bis alles gut verbunden ist, ca. 2-3 Minuten. Mehl mit Backpulver vermischen und kurz in die Buttermischung unterrühren. Dann die Apfelmischung dazugeben….
….und einarbeiten.
Teig in die vorbereitete Form füllen. (Ihr natürlich in eine Springform..)
Ca. 45-60 Minuten backen. Nach der Hälfte der Backzeit evtl. mit Alufolie abdecken, damit der Kuchen nicht zu dunkel wird. Unbedingt Stäbchenprobe machen! Backzeiten unterscheiden sich von Ofen zu Ofen manchmal sehr. Am Stäbchen sollte kein flüssiger Teig mehr zu sehen sein. Ein paar Krümel sind ok. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
Die Aprikosenkonfitüre und ca. 1 El Wasser erhitzen und auf den noch heißen Kuchen streichen.
(Die Fotos sind gruselig, ich weiß…)
Die restlichen Walnüsse darüberstreuen.
Ca. weitere 30 Minuten abkühlen lassen. Dann aus Puderzucker und Sahne einen Guss rühren und, wie auf dem Foto zu sehen, über den Kuchen „drizzlen“. (Die Mengenangaben für den Guss sind nicht so genau zu nehmen. Ich habe einfach etwas Puderzucker mit wenig Sahne verrührt bis die gewünschte Konsistenz erreicht war.) Vollständig ankühlen lassen oder noch warm mit Vanilleeis servieren!
Yum!
….und Muffins gehen natürlich auch…
Enjoy und bleibt süß!

Kedgeree – "indischer" Reis mit Räuchermakrele

Klassischerweise wird Kedgeree in England zum Frühstück gegessen und ich finde es sowohl zum Frühstück als auch zu jeder anderen Tageszeit einfach unwiderstehlich. Es ist nicht wirklich ein indisches, sondern vielmehr kolonial-britisches Gericht, welches eben mit indischen Gewürzen zubereitet wird. Dieses Rezept hier ist nach einer Vorlage von Jamie Oliver, mit meinen eigenen kleinen Anpassungen, gemacht und schmeckt am besten mit Mango-Chutney, Joghurt und Naan-Brot. Das essen sogar meine Kinder – auch zum Frühstück.
Zu den Zutaten:
Wir brauchen Basmatireis, Bio-Eier, Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer und Butter. Außerdem die üblichen indischen Verdächtigen: rote Chilischoten, Garam Masala, Kreuzkümmelsamen, schwarze Senfkörner und Kurkuma (gibt´s im Asialaden, aber inzwischen auch alles in den meisten Supermärkten). Dazu kommt noch eine ganze geräucherte Makrele, Lorbeerblätter, schwarze Pfefferkörner, Zitronen und jede Menge frischer Koriander. Zum Servieren noch Joghurt, Mango-Chutney und Naan-Brot – je nach Geschmack. 

Das Rezept

Kedgeree (4 – 6 Portionen)

Die Zutaten

350 g Basmatireis (am Vortag gekocht)
1 geräucherte Makrele
6 Lorbeerblätter
6 Pfefferkörner
6 Bio-Eier (Größe L)
2-3 Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
50 g Butter
2 frische rote Chilischoten
1 geh. Teel. Garam Masala
1 Teel. Kreuzkümmelsamen
2 Teel. schwarze Senfkörner
daumengroßes Stück frischer Ingwer
1 Bund frischer Koriander
1-2 Zitronen
1 Teel. Kurkuma
Salz und Pfeffer aus der Mühle

zum Servieren:
Joghurt (gerne auch mit gehackter Minze vermischt)
Chutney
Naan-Brot

Die Zubereitung

Zuerst koche ich den Reis (nach Packungsanweisung), wenn ich das nicht – was viel besser ist, da der Reis dann trockener und besser zu verarbeiten ist –  schon am Vortag gemacht habe. Jetzt die Eier ca. 10-12 Min. hart kochen und kalt abschrecken.
Danach wird der Fisch gekocht. Dafür Makrele in einen großen Topf geben, mit Wasser bedecken, Pfefferkörner und Lorbeerblätter dazugeben, aufkochen und etwa 5 Minuten ziehen lassen.
Den Fisch aus dem Wasser nehmen und zum Abkühlen auf einen Teller etc. legen. Beiseite stellen.

Zwiebeln hacken, Knoblauch fein reiben oder hacken.

Butter in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen lassen und Zwiebeln dazugeben.

 
Chilischote entkernen und in feine Ringe oder Streifen schneiden, Ingwer schälen und fein reiben. Chili, Ingwer, Knoblauch und die Gewürze dazugeben und mitdünsten lassen. Korianderblätter abzupfen, zur Seite legen und die Stiele fein hacken. Zu den Zwiebeln geben. Alles etwa 5 Minuten weiterdünsten.

In der Zwischenzeit die abgekühlte Makrele von Haut, Kopf und Gräten befreien. Das Fleisch in 2-3 cm große Stücke zupfen.
Den Reis zu den Zwiebeln in die Pfanne geben, salzen und pfeffern, vermischen und Saft von 1/2 Zitrone dazugeben.

Den Fisch, die Eier und Kurkuma dazugeben, vorsichtig vermischen. Nicht zu viel Kurkuma verwenden, sonst kann das Gericht bitter werden.

Die Korianderblätter darüberstreuen, salzen und pfeffern und evtl. noch etwas Zitronensaft dazugeben.
Je nach Geschmack mit Joghurt, Chutney, Zitronenspalten und Naan-Brot servieren. Soo lecker!
Enjoy und bleibt trotzdem süß!

Blumenkohl-Kartoffel-Suppe

Blumenkohl-Kartoffel-Suppe klingt irgendwie zum Gähnen, aber ganz ehrlich, SENSATIONELLE Blumenkohl-Kartoffel-Suppe klingt auch albern. Also, wie soll ich euch klar machen, dass diese Suppe trotz des krankenhausreifen Namens wirklich, wirklich lecker und absolut „machenswürdig“ ist?!
Vielleicht überzeugt euch ja das Foto.

Na, hat´s funktioniert?
Diese Suppe ist echt yummypummy und warm und cremig und ja, auch irgendwie total retro – und preiswert noch dazu….
Deshalb nicht lange überlegen, einfach machen.
Und die Zutaten sind auch kein Hexenwerk:
Blumenkohl und festkochende Kartoffeln – klar. Außerdem Karotten, Knollensellerie und ne Zwiebel. Dann noch Petersilie (kann auch die TK-Version sein), Instant-Hühnerbrühe, Mehl, Milch, Butter, Sahne, Salz und Pfeffer.
Ich habe hierzu die „Brötchen mit Kartoffelflocken“ aus einem früheren Post serviert. Sehr lecker!

Das Rezept

Blumenkohl-Kartoffel-Suppe (6-8 Portionen)

Die Zutaten

120 g Butter
1-2 Zwiebeln
2 Karotten
100 g Knollensellerie
500 g Kartoffeln
1 Blumenkohl
2 El. gehackte Petersilie (TK ist ok)
1 Liter Instant-Hühnerbrühe (nach Packungsanweisung zubereiten)
6 El. Mehl
500 ml Milch
250 ml Sahne
Pfeffer und Salz

Die Zubereitung

Die Zwiebeln fein hacken (ich mach´das in der Küchenmaschine mit Flügelmessereinsatz). Beiseite stellen.
Dann Karotten und Knollensellerie fein würfeln. Auch das mache ich in der Küchenmaschine:

Dann den Blumenkohl in kleine Stücke schneiden.

Die Kartoffeln auch.
Dann 60 g Butter in einem großen Topf bei mittlerer Hitze erhitzen und die Zwiebeln darin ca. 3 Minuten anbraten bis sie glasig sind.
Karotten und Sellerie dazugeben.
Nochmal 5 Minuten dünsten lassen und dann den Blumenkohl und die Kartoffeln dazugeben.
Bei niedriger Hitze etwa 15 Minuten dünsten lassen und dann die Petersilie dazugeben.
Jetzt die Hühnerbrühe zugießen….
…. und 10 Minuten köcheln lassen.
In der Zwischenzeit in einem anderen mittelgroßen Topf die restlichen 60 g Butter bei mittlerer Hitze zerlassen. 
Das Mehl dazugeben und zu einer Mehlschwitze verrühren.
Einige Minuten weiterrühren.
Dann Milch und Sahne dazugeben und gut verrühren.
Vom Herd nehmen und zur Suppe geben.
Etwas Salz und Pfeffer dazugeben und nochmal 20 -30 Minuten köcheln lassen. Die Suppe wird dabei etwas eindicken.
Nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fertig!
Mit krustigem Brot servieren. Soo lecker!
Yummy!
Enjoy und bleibt trotzdem süß!