Weiche Nuss-Lebkuchen

Pünktlich zum 1. Advent habe ich meine ersten Lebkuchen dieser Saison gebacken. Und was für Lebkuchen! Weich, nussig, dick, groß, schokoladig und lebkuchig! Das Rezept habe ich von Christine, der Schwester meines Partners, bekommen. Sie brachte uns letztes Jahr einige Exemplare vorbei und ich war mir sicher, noch nie so gute Lebkuchen gegessen zu haben. Ich musste das Rezept haben. Ganz, ganz dringend. Vielen Dank dafür, Christine.
Ich will zwar nicht behaupten, dass ich mich den ganzen Sommer schon darauf gefreut habe diese unglaublich leckeren Dinger zu backen…nein, das ginge dann doch zu weit…, aber sobald der erste Schnee fiel, waren sie fällig. In der Regel beginne ich die Weihnachtsbäckerei mit Christstollen. Nicht so dieses Jahr. Manchmal muss man Prioritäten setzen. Also, was ich damit sagen will: Unbedingt nachbacken!

Zu den Zutaten:
Wir brauchen ganz viele Nüsse. Ich habe hier eine Mischung aus gemahlenen Walnüssen, Haselnüssen und Mandeln genommen, ihr könnt aber auch nur ein oder zwei Sorten nehmen, Hauptsache die Menge stimmt. Dann noch braunen Zucker, Eier, Zitronat und Orangeat, Datteln und Aprikosen. Zitronat und Orangeat sind ja so eine Sache. Ich kenne niemanden, der das mag, aber irgendwie will man auch nicht auf den typischen „Weihnachtsgeschmack“ verzichten, nicht wahr?! Deshalb hacke ich die ungeliebten Würfel in der Küchenmaschine bis zur Unkenntlichkeit, will heißen: zu einem Zitronat-Orangeat-Brei, der dann eher an Marzipan erinnert und sich prima im Lebkuchen verteilt. 
An Gewürzen brauchen wir Zimt, Lebkuchengewürz, geriebene Zitronenschale und als Triebmittel Hirschhornsalz.
Und Oblaten, 7 cm im Durchmesser.
Für die Glasur habe ich eine ganze Menge Schokolade (Zartbitter und Vollmilch) geschmolzen und etwas Palmin dazu gegeben.  So muss die Schokolade nicht temperiert werden und bleibt trotzdem schön glänzend. Aber nicht zu viel Kokosfett zugeben, sonst geht das auf Kosten des Geschmacks.
Für die Deko nehmt ihr, was ihr mögt. Also entweder gar nichts oder Mandeln, getrocknete oder kandierte Kirschen, Walnüsse etc.

Das Rezept

Weiche Nuss-Lebkuchen (ca. 45 Stck.)

Die Zutaten

400 g gemahlene Walnüsse
400 g gemahlene Haselnüsse
200 g gemahlene Mandeln
800 g brauner Zucker
50 g Orangeat
50 g Zitronat
50 g getrocknete Datteln
50 g getrocknete Aprikosen
1-2 EL Zimt
2 Packungen Lebkuchengewürz (je 15 g)
etwas abgeriebene Zitronenschale
10 Eier
1 Msp. Hirschhornsalz
Glasur und Deko:
ca. 400 g Schokolade (Zartbitter und Vollmilch)
50 g Kokosfett (z. B. Palmin)
Mandeln, Walnüsse, kandierte Kirschen etc.
Außerdem:
Oblaten (7 cm)

Die Zubereitung

Ofen auf 200°C (Ober-  und Unterhitze) vorheizen. (Ich habe die Lebkuchen zunächst bei 200 °C gebacken. Sie wurden dann aber recht schnell dunkel, so dass ich auf 180 °C reduziert habe. Ihr könnt es ja mal ausprobieren. Das ist je nach Ofen ein wenig anders.)
Backbleche mit Backpapier auslegen.
Die Nüsse in eine große Schüssel geben. Die Walnüsse,……
…die Haselnüsse….
…und die Mandeln.
Danach Zitronat, Orangeat, Datteln und Aprikosen in die Küchenmaschine geben…..
….und zu oben erwähntem Brei hacken.
Zusammen mit dem Zucker zur Nussmischung geben.
Gewürze und Zitronenschale dazugeben.
Alles vermischen. Jetzt die Eier in eine separate Schüssel aufschlagen.
Das Hirschhornsalz dazugeben und gut verrühren.
Zur Nussmischung geben.
Alles ordentlich verkneten.
Ca. je 2 Esslöffel Teig auf eine Oblate (Die Masse sollte etwa 1 cm dick sein.) und dann auf´s Blech geben.
Auf der mittleren Einschubleiste ca. 20-30 Minuten backen. Die Lebkuchen sollten im Kern noch weich sein.
Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
Dann die Schokolade mit dem Kokosfett im Wasserbad schmelzen, Lebkuchen eintunken oder bepinseln und solange die Schokolade noch feucht ist, mit Mandeln etc. dekorieren.

So, und jetzt mindestens 10 Tage warten, damit die Gewürze ihr Aroma voll entfalten können……Ha!
(….hm, na ja, gut…sie schmecken auch schon am ersten Tag….auch mit noch flüssiger Glasur….., aber nach ein paar Tagen sind sie trotzdem noch besser….) Die halten sich – rein theoretisch – ein paar Wochen – mindestens.
Enjoy und bleibt süß!

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