Dunkle Gewürz-Plätzchen mit Royal Icing (Gingerbread)

Diese klassischen Weihnachtsplätzchen sind dunkel, fest, voller Gewürze und einfach perfekt für eine aufwendige Dekoration mit Royal Icing. Man kann sie prima verschenken, als Namenschilder für Geschenke verwenden oder an den Weihnachtsbaum hängen. Und – surprise, surprise – man kann sie sogar essen. Yep, auch das. Den größten Spaß an diesen Plätzchen macht aber mit Abstand das Dekorieren. Probiert es aus. Zuerst muss man sich ein bisschen eingrooven, aber hat man den Dreh dann raus, möchte man überhaupt nicht mehr aufhören….
Zu den Zutaten:
Die üblichen weihnachtlichen Verdächtigen, die wohl jeder sowieso im Schrank hat: Mehl, Kakao, Nelken, Piment, Ingwer, Muskat und Zimt. Außerdem Zucker, Butter und Eier. Dann brauchen wir noch dunkelbraunen Zucker. Den gibt´s bei uns eigentlich nur online. Ihr könnt aber auch eine Mischung aus 260g braunem Zucker und 40g Zuckerrübensirup verwenden. Zuletzt benötigen wir Melasse. Die lasst ihr euch entweder aus den USA (molasses) oder aus England (black treacle) mitbringen. Alternativ könnt ihr Melasse auch online bestellen – meist über einen Bio-Versand. Geht das alles nicht, versucht es mit Zuckerrübensirup. Da der aber viel süßer als Melasse ist, würde ich  in dem Fall einen Teil des weißen Zuckers weglassen. Funktionieren wird es aber ganz bestimmt. Melasse riecht im Rohzustand übrigens echt streng und eigentlich nicht so richtig gut – wie ich finde -, gibt dem Gebäck aber einen ganz eigenen, würzigen, nostalgischen und sehr leckeren Geschmack. 
Für das Royal Icing braucht ihr Puderzucker und Eiweiß. Es gibt zig verschiedene Rezepte dafür. Einige geben noch Milch dazu, andere verwenden Trockeneiweiß und Weinsteinsäure. Die besten Erfahrungen habe ich mit Letzterem gemacht, da aber nicht jeder Trockeneiweiß im Schrank hat, stelle ich euch hier eine einfache Version aus Puderzucker und Eiweiß vor. Die solltet ihr dann möglichst luftdicht im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von drei Tagen verbrauchen.

Das Rezept

Dunkle Gewürz-Plätzchen mit Royal Icing

Die Zutaten

Teig:
900 g Mehl
1 Teel. Nelken
1 Teel. Piment
1 Teel. Ingwer
1/2 Teel. Muskat
2 Teel. Zimt
20 g Kakao
300 g Butter
300 g dunkelbraunen Zucker
100 g Zucker
115 ml Melasse
2 Eier
Icing:
1 Eiweiß
ca. 250 g Puderzucker

Die Zubereitung

Mehl in eine Schüssel füllen.
Gewürze dazugeben.
Kakao daruntermischen.
Butter in eine große Rührschüssel geben.
Beide Zuckersorten dazugeben.
Ca. 3 Minuten fluffig rühren.
Melasse dazugeben.
Gut verrühren und dann die Eier einzeln dazugeben. ca. 2 Minuten verrühren.
Mehl dazugeben und gut unterrühren.
Teig in Folie wickeln und mindestens 2 Stunden kalt stellen.
Ofen auf 160°C (Umluft) vorheizen. Wenn der Teig gut durchgekühlt ist ca. 0,5 cm dick ausrollen und wie gewünscht ausstechen. Wer die Kekse an den Weihnachtsbaum hängen möchte, sollte jetzt mit einem Zahnstocher recht große Löcher (ca. 0.5 cm Durchmesser) in die Plätzchen bohren, damit man sie aufhängen kann. Das geht nach dem Backen und besonders, wenn sie erstmal abgekühlt sind, nicht mehr so gut.
Ca. 15 Minuten im heißen Ofen backen (mittlere Einschubleiste). Dann ca. 10 Minuten auf dem Blech auskühlen lassen, auf ein Kuchengitter legen und vollständig abkühlen lassen.
Jetzt das Royal Icing herstellen. Dafür das Eiweiß mit dem Rühraufsatz etwas schaumig schlagen. Nach und nach den Puderzucker dazugeben und auf höchster Stufe weiter schlagen. Das Icing hat die richtige Konsistenz, wenn beim Hochziehen des Rühraufsatzes Spitzen entstehen.
Das Icing evtl. in Portionen teilen und mit Lebensmittelfarbe wie gewünscht einfärben. Dann in eine Spritztülle oder einfach eine kleine Gefriertüte füllen, eine minikleine Spitze abschneiden, so dass eine sehr kleine Öffnung entsteht  und die Plätzchen damit dekorieren. Evtl. mit Smarties, Zuckerstreuseln etc. dekorieren. Das macht Spaß. Auch den Kindern.
Enjoy und bleibt süß!

Dänische Plätzchen

Warum diese Plätzchen nun ausgerechnet aus Dänemark kommen sollen, hat sich mir bisher nicht eröffnet. Das macht aber gar nichts, denn Dänisch oder nicht, diese Kekse sind unglaublich gut. Auf den ersten Blick erscheinen sie eher unspektakulär – das ändert sich schlagartig beim ersten Biss. Denn dabei bleibt es garantiert nicht. Hohes Suchtpotential – ich habe euch gewarnt. 
Das Rezept habe ich aus einem alten handgeschriebenen Rezeptbuch meiner Großmama und ich bin ihr sehr, sehr dankbar dafür. Auch für die vielen in meiner Kindheit vertilgten Exemplare….
Also, wie ich schon sagte, schmecken diese Dinger richtig gut. Aber nicht nur das. Sie sind auch ratzfatz zusammengerührt und noch schneller gebacken. Probiert es aus.
(Ich muss das jetzt mal loswerden: Dieser nun schon zum wiederholten Mal gezeigter Adventskranz ist mein Küchen-Adventskranz. Irgendwie ist es nämlich dazu gekommen, dass wir drei – ja, richtig gehört – drei Adventkränze im Umlauf haben und die beiden Exemplare, die hier nicht abgebildet sind, sind natürlich selbstgemacht und unglaublich kreativ…. . Mein Küchen-Exemplar hingegen stammt von einem, uns allen wohlbekannten, Discounter. Ja, das konnte ich so nicht auf mir und meiner Kreativität sitzen lassen….;-))
Hier übrigens das Original-Rezept:
Wie ihr alle lesen könnt, brauchen wir Mandeln, Mehl, Zucker und Butter. Ich habe mit die Freiheit genommen und noch etwas Salz dazu gegeben. Eine weitere Abänderung ist das Rösten der Mandeln. Das gibt einfach viel mehr Geschmack.

Das Rezept

Dänische Plätzchen

Die Zutaten

500 g ganze Mandeln
500 g Mehl
380 g Zucker
500 g Butter
1 ordentliche Prise Salz

Die Zubereitung

Ofen auf 130°C vorheizen (Umluft). Mandeln auf einem Blech verteilen…….
….und ca 15 Minuten im heißen Ofen leicht bräunen lassen. Ofen wieder ausschalten. Mandeln abkühlen lassen. Dann in der Küchenmaschine fein mahlen. (Mmmh – wie das riecht..)
Alle Zutaten in eine große Rührschüssel geben…..
…. und zu einem krümeligen Teig verkneten. Auf eine Arbeitsplatte geben und…
…..nochmal ordentlich mit den Händen durchkneten.
Zu Rollen formen….
….in Klarsichtfolie verpacken und über Nacht in den Kühlschrank geben. (Es werden ca. 6 25 cm lange Rollen.)
Am nächsten Tag Ofen auf 180 °C vorheizen (Ober- und Unterhitze). 
Rollen aus dem Kühlschrank nehmen und….
…. in ca. 0,7mm dicke Scheiben schneiden.
Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen….
….und im Ofen ca. 10 Minuten (Was die Backzeit angeht, bin ich nicht ganz sicher. Müssten so um die 10 Minuten sein. Die Plätzchen sollten hellgelb, also nicht zu dunkel, werden.)
Etwa 10-15 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen. Das ist wichtig, denn sonst könnten die Plätzchen brechen. Sind sie erstmal ausreichend abgekühlt, sind sie recht stabil.
Auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.
Wer mag, kann sie jetzt noch halb in Schokolade tauchen. Ich mag sie ganz schlicht am liebsten.
Wirklich sehr lecker!
Enjoy und bleibt süß!

Lebkuchen mit Möhren, Rosinen und Datteln

Hier ein weiteres Lebkuchenrezept aus meinem allweihnachtlichen Lebkuchen-Repertoire. Die Karotten mögen ein wenig seltsam anmuten, machen den Teig aber schön weich und saftig. Na ja, „saftig“ ist vielleicht nicht ganz das richtige Wort, aber die Lebkuchen halten sich lange frisch. Ansonsten bekommt man von den Möhren nicht viel mit, sie halten sich ganz bescheiden im Hintergrund. Die Datteln und Rosinen geben dem Ganzen noch „Chewiness“, Süße und Struktur. Aber trotz der vielen eher untypischen Zutaten handelt es ich hier ganz eindeutig um Lebkuchen. Da muss man sich überhaupt keine Sorgen machen.

Zu den Zutaten:
Man nehme Honig, braunen Zucker, Melasse oder dunklen Zuckerrübensirup und Butter. Außerdem brauchen wir Zimt und Nelken, Rosinen, Datteln und Korinthen. Und Möhren. Dann noch Kakao, Backpulver, gehackte Mandeln und Eier. Für die Deko etwas Zartbitterschokolade und Palmin. Mehr nicht.

Das Rezept

Lebkuchen mit Möhren, Rosinen und Datteln (ca. 30 große Lebkuchen)

Die Zutaten

500 g Honig
500 g brauner Zucker
2 EL Melasse oder Zuckerrübensirup
125 g Butter
2 Teel. Zimt
1 Teel. Nelken
250 g Rosinen
200 g Datteln
50 g Korinthen
etwa 700 g Möhren
750 g Mehl
25 g Kakao
1 P. Backpulver
200 g gehackte Mandeln
2 Eier, Größe L
Deko:
200 g Zartbitter-Schokolade
30 g Palmin

Die Zubereitung

Die Datteln klein schneiden, beiseite stellen, Karotten schälen…..
…..und am besten in der Küchenmaschine fein raspeln. Beiseite stellen.
Honig, Zucker und Melasse oder Sirup in einen Topf geben,…..
……erhitzen und solange auf dem Herd lassen bis der Zucker sich völlig aufgelöst hat. Vom Herd nehmen, die Butter dazugeben und schmelzen lassen.
In einer sehr großen Rührschüssel Mehl, Zimt und Nelken vermischen.
Kakao und Backpulver dazugeben.
Vermischen. 500 g Möhren abwiegen….
und dazugeben, dann die Honigmischung darüber gießen.
Rosinen, Datteln, Korinthen,…..
Mandeln…..
….und Eier zufügen.
Alles mit einem Holzlöffel (oder so) gut verrühren.
2-3 Stunden kalt stellen. (Kühlschrank, Balkon oder Terrasse).
Ofen auf 150°C (Umluft) vorheizen.
Backbleche mit Backpapier auslegen. Den Teig noch einmal durchrühren. Er ist jetzt sehr viel fester geworden.
Etwa 2-3 Esslöffel Teig zu einer Kugel formen (das geht am besten mit angefeuchteten Händen, da der Teig ziemlich klebrig ist) und auf das Blech legen und etwas flach drücken. Mit dem Rest des Teiges ebenso verfahren. Zwischen den Lebkuchen etwa 4-5 cm Platz lassen, da sie sich beim Backen noch etwas ausbreiten.
Auf der mittleren Einschubleiste etwa 20 Minuten backen. 
Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
Schokolade und Palmin im Wasserbad schmelzen. Abgekühlte Lebkuchen auf Backpapier legen und die Schokolade darüber „drizzlen“. Etwa so:
Trocknen lassen und in Blechdosen oder Plastikbehältern aufbewahren. Schmecken nach einigen Tagen noch besser und halten sich ca. 4 Wochen.
Lecker!
Enjoy und bleibt süß!

Honig-Lebkuchen mit gerösteten Mandeln

Der Teig für diese wirklich leckeren Plätzchen liegt bereits in meiner Küche und wartet auf Weiterverarbeitung während ich noch bei der Arbeit bin. 
Dieses Mal habe ich noch 200g Marzipanrohmasse in den Teig geknetet und bin gespannt wie’s schmeckt.
Hier der Post vom letzten Jahr:
Diese wunderschönen Lebkuchen sind die Lieblinge meiner Tochter und gehören auch zu meinen absoluten Favoriten. Durch die gerösteten, gemahlenen Mandeln haben sie ein leckeres Nussaroma und der Honig hält die Lebkuchen schön weich. Sie halten sich wochenlang, werden mit der Zeit sogar noch besser und machen auf dem Plätzchenteller echt was her. Seht selbst.
Zu den Zutaten:
Ich bin weder Vegetarier noch Veganer, finde es aber doch irgendwie gut, wenn ein Rezept mal gänzlich ohne tierische Produkte auskommt. Diese Lebkuchen sind so gut wie Tier-frei…äh, naja, wenn man mal von dem Honig, der Butter und der Dosenmilch absieht…..Ok, der Versuch ging schief. Aber sie sind Eier-frei und das ist doch schon mal was, oder? Wenn ihr jetzt noch den Honig durch hellen Sirup, die Butter durch vegane Margarine und die Dosenmilch durch „Mandelsahne“ ersetzt habt ihr ein prima veganes Lebkuchenexemplar. Also, geht ja doch. (Hey Silke, hast Du gelesen? Eier-frei!! Die sind für Dich!)
Jetzt aber wirklich zu den Zutaten.
Wir brauchen Honig, braunen Zucker, Butter und Mehl. Außerdem Kakaopulver, Backpulver, Zimt, Kardamom, Piment und Nelken für das volle Lebkuchen-Feeling. Und ganze Mandeln. Ansonsten verschiedene Oblaten (ich habe hier runde 7 cm und 10 cm und große rechteckige (20 x 12 cm) Oblaten genommen), Dosenmilch und für die Deko, was das Herz begehrt. Z. B. Walnüsse, Mandeln, angezogene Mandeln kandierte Kirschen, Korinthen etc.)

 

Das Rezept

Honig-Lebkuchen mit gerösteten Mandeln (ca. 40 Stck.)

Die Zutaten

300 g ganze Mandeln
375 g Honig
375 g braunenr Zucker
375 g Butter
600 g Mehl
2 EL Kakao
2 Teel. Backpulver
2 Teel. Zimt, gemahlen
2 Teel. Kardamom, gemahlen
2 Teel. Piment, gemahlen
1 Teel. Nelken, gemahlen
abgeriebene Schale von einer Zitrone
außerdem:
verschiedene Backoblaten (s. o.)
Deko:
kandierte Kirschen
abgezogene Mandeln
Walnüsse
Korinthen etc.

Die Zubereitung

Honig, Zucker und Butter erhitzen…..
…. und solange rühren bis die Butter geschmolzen und sich der Zucker aufgelöst hat. Vom Herd nehmen und etwa 1 Stunde bei Zimmertemperatur abkühlen lassen.
In der Zwischenzeit die Mandeln auf einem Blech verteilen und im 150°C heißen Ofen ca. 10-15 Minuten leicht bräunen lassen. Etwas abkühlen lassen und in der Küchenmaschine fein mahlen.
Ofen auf 180 °C vorheizen (Ober- und Unterhitze).
Mehl in eine große Schüssel geben, Kakao dazugeben…….
 ……und verrühren. Dann Backpulver und die Gewürze dazugeben.
Verrühren und die gemahlenen Mandeln dazugeben.
Die abgekühlte Honigmischung nochmal gut durchrühren….
….und über die Mehlmischung geben.
Alles gut mit einem Holzlöffel verrühren und probieren…..auch roh echt lecker!
Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ca. 0,5 cm dick ausrollen……
Mit Ausstechern (oder auch Tassen, Gläsern etc.), die in etwa der Größe der Oblaten entsprechen ausstechen, vorsichtig auf die Oblaten und dann auf´s mit Backpapier ausgelegte Blech legen, mit Dosenmilch bepinseln und nach Wunsch dekorieren.
Bleche einzeln in den Ofen geben (mittlere Einschubleiste) und etwa 15-20 Minuten backen. Die Lebkuchen sollen innen noch weich und etwas unfertig sein.
Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
Die sind wirklich gut. Und schön.
Weiche Lebkuchen kann man prima in Plastikdosen aufbewahren (Ganz im Gegensatz zu Mürbteigplätzchen. Die darf man niemals in Tupperdosen lagern, denn dann werden sie weich.). Ich nehme hierfür immer diese riesigen weißen Vorratsdosen  von Ikea… und nein, ich werde nicht von Ikea gesponsert…Ha! Leider!
Enjoy und bleibt süß!

Weiche Nuss-Lebkuchen

Pünktlich zum 1. Advent habe ich meine ersten Lebkuchen dieser Saison gebacken. Und was für Lebkuchen! Weich, nussig, dick, groß, schokoladig und lebkuchig! Das Rezept habe ich von Christine, der Schwester meines Partners, bekommen. Sie brachte uns letztes Jahr einige Exemplare vorbei und ich war mir sicher, noch nie so gute Lebkuchen gegessen zu haben. Ich musste das Rezept haben. Ganz, ganz dringend. Vielen Dank dafür, Christine.
Ich will zwar nicht behaupten, dass ich mich den ganzen Sommer schon darauf gefreut habe diese unglaublich leckeren Dinger zu backen…nein, das ginge dann doch zu weit…, aber sobald der erste Schnee fiel, waren sie fällig. In der Regel beginne ich die Weihnachtsbäckerei mit Christstollen. Nicht so dieses Jahr. Manchmal muss man Prioritäten setzen. Also, was ich damit sagen will: Unbedingt nachbacken!

Zu den Zutaten:
Wir brauchen ganz viele Nüsse. Ich habe hier eine Mischung aus gemahlenen Walnüssen, Haselnüssen und Mandeln genommen, ihr könnt aber auch nur ein oder zwei Sorten nehmen, Hauptsache die Menge stimmt. Dann noch braunen Zucker, Eier, Zitronat und Orangeat, Datteln und Aprikosen. Zitronat und Orangeat sind ja so eine Sache. Ich kenne niemanden, der das mag, aber irgendwie will man auch nicht auf den typischen „Weihnachtsgeschmack“ verzichten, nicht wahr?! Deshalb hacke ich die ungeliebten Würfel in der Küchenmaschine bis zur Unkenntlichkeit, will heißen: zu einem Zitronat-Orangeat-Brei, der dann eher an Marzipan erinnert und sich prima im Lebkuchen verteilt. 
An Gewürzen brauchen wir Zimt, Lebkuchengewürz, geriebene Zitronenschale und als Triebmittel Hirschhornsalz.
Und Oblaten, 7 cm im Durchmesser.
Für die Glasur habe ich eine ganze Menge Schokolade (Zartbitter und Vollmilch) geschmolzen und etwas Palmin dazu gegeben.  So muss die Schokolade nicht temperiert werden und bleibt trotzdem schön glänzend. Aber nicht zu viel Kokosfett zugeben, sonst geht das auf Kosten des Geschmacks.
Für die Deko nehmt ihr, was ihr mögt. Also entweder gar nichts oder Mandeln, getrocknete oder kandierte Kirschen, Walnüsse etc.

Das Rezept

Weiche Nuss-Lebkuchen (ca. 45 Stck.)

Die Zutaten

400 g gemahlene Walnüsse
400 g gemahlene Haselnüsse
200 g gemahlene Mandeln
800 g brauner Zucker
50 g Orangeat
50 g Zitronat
50 g getrocknete Datteln
50 g getrocknete Aprikosen
1-2 EL Zimt
2 Packungen Lebkuchengewürz (je 15 g)
etwas abgeriebene Zitronenschale
10 Eier
1 Msp. Hirschhornsalz
Glasur und Deko:
ca. 400 g Schokolade (Zartbitter und Vollmilch)
50 g Kokosfett (z. B. Palmin)
Mandeln, Walnüsse, kandierte Kirschen etc.
Außerdem:
Oblaten (7 cm)

Die Zubereitung

Ofen auf 200°C (Ober-  und Unterhitze) vorheizen. (Ich habe die Lebkuchen zunächst bei 200 °C gebacken. Sie wurden dann aber recht schnell dunkel, so dass ich auf 180 °C reduziert habe. Ihr könnt es ja mal ausprobieren. Das ist je nach Ofen ein wenig anders.)
Backbleche mit Backpapier auslegen.
Die Nüsse in eine große Schüssel geben. Die Walnüsse,……
…die Haselnüsse….
…und die Mandeln.
Danach Zitronat, Orangeat, Datteln und Aprikosen in die Küchenmaschine geben…..
….und zu oben erwähntem Brei hacken.
Zusammen mit dem Zucker zur Nussmischung geben.
Gewürze und Zitronenschale dazugeben.
Alles vermischen. Jetzt die Eier in eine separate Schüssel aufschlagen.
Das Hirschhornsalz dazugeben und gut verrühren.
Zur Nussmischung geben.
Alles ordentlich verkneten.
Ca. je 2 Esslöffel Teig auf eine Oblate (Die Masse sollte etwa 1 cm dick sein.) und dann auf´s Blech geben.
Auf der mittleren Einschubleiste ca. 20-30 Minuten backen. Die Lebkuchen sollten im Kern noch weich sein.
Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
Dann die Schokolade mit dem Kokosfett im Wasserbad schmelzen, Lebkuchen eintunken oder bepinseln und solange die Schokolade noch feucht ist, mit Mandeln etc. dekorieren.

So, und jetzt mindestens 10 Tage warten, damit die Gewürze ihr Aroma voll entfalten können……Ha!
(….hm, na ja, gut…sie schmecken auch schon am ersten Tag….auch mit noch flüssiger Glasur….., aber nach ein paar Tagen sind sie trotzdem noch besser….) Die halten sich – rein theoretisch – ein paar Wochen – mindestens.
Enjoy und bleibt süß!

Erdnussbutter-Cookies mit Nutella-Füllung

Wenn ich ganz dringend Zucker in hochkonzentrierter Form brauche, kann es ab und an mal vorkommen, dass ich frisch gebackene Cookies ins Nutella-Glas tunke. Oder ins peanut butter-Glas –
je nach Cookie-Sorte…
Warum nicht beides vereinen?  So schritt ich also heute zur Tat und heraus kam dieses Rezept. Pures Snickers-Feeling – nur besser!

Ein paar Worte zu den Zutaten:
Butter, Zucker, Mehl, baking soda (oder Backnatron oder Backpulver), Backpulver, Salz, ein Bio-Ei, Milch und Vanilla-Extract (s. 1. Post) oder Vanillinzucker. Alles kein Problem. Für dieses Rezept verwende ich sowohl Backpulver als auch baking soda. Wenn ihr Schwierigkeiten mit dem baking soda habt, könnt ihr auch die gesamte Menge Backpulver nehmen. Inzwischen gibt es aber fast überall Back-Natron und baking soda findet man auch hin und wieder. Im Internet sowieso.
Dann brauchen wir noch Erdnussbutter und Nutella (oder jede andere Schokocreme). Ist beides bei uns immer vorrätig. Ich habe für dieses Rezept die „creamy“ Erdnussbutter-Variante genommen. Das macht das Füllen später leichter. 
Ein wenig brauner Zucker – wie immer angereichert mit etwas hellem oder dunklem Zuckerrübensirup – kommt auch noch dazu und das war´s dann auch schon. 
Einige Cookies habe ich versucht mit Erdbeer-Konfitüre zu füllen. Das war sehr viel schwieriger als die Nutella-Variante. Versucht es, wenn ihr mögt. Geht sicher leichter, wenn die Marmelade oder Konfitüre richtig fest ist.

Dies hier werden wirklich GROSSE Cookies!

Das Rezept

Erdnussbutter-Cookies mit Nutella-Füllung (ca. 18 Stück)

Die Zutaten:

125 g Butter, zimmerwarm
250 g Erdnussbutter, creamy
170 g Zucker
100 g brauner Zucker
1 Teel. heller oder dunkler Zuckerrübensirup
1 Bio-Ei
1 El Milch
1 Teel. Vanilla-Extract oder Vanillinzucker
200 g Mehl
3/4 Teel. baking soda oder Back-Natron
1/2 Teel. Backpulver
1 Prise Salz
außerdem:
ca. 100 g Nutella
evtl. Marmelade

Die Zubereitung:

Ofen auf 180°C vorheizen.
2 Backbleche mit Backpapier auslegen.
Butter und Erdnussbutter ca. 3 Minuten auf hoher Geschwindigkeit hell und cremig rühren. Beide Zuckersorten und den Sirup dazugeben, nochmal 2-3 Minuten weiterrühren. Dann das Ei dazugeben, ca. 30 – 60 Sek. rühren. Milch und Vanille dazugeben, kurz verrühren.
In separater Schüssel Mehl, baking soda, Backpulver und Salz vermischen und zur Buttermischung geben. Nur solange auf niedriger Stufe rühren bis das Mehl gerade eingearbeitet ist.

Einen gut gehäuften Esslöffel Teig mit den Fingern platt drücken und etwa 1/2 Teel. Nutella in die Mitte geben.
Vorsichtig zusammendrücken und zu einer Kugel formen. (Wirklich behutsam vorgehen, sonst quillt euch die Nutella aus allen Poren.) Auf ein vorbereitetes Backblech legen. Evtl. auch mit Marmelade ausprobieren – das erfordert aber wirklich Fingerspitzengefühl.

Mit dem übrigen Teig ebenso verfahren.

Im vorgeheizten Ofen auf der mittleren Einschubleiste ca. 12 Minuten backen.

Die Cookies sehen dann so aus.
15 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen bis sie so aussehen:

Auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

YUM!

Enjoy und bleibt süß!

Zimt & Zucker-Cookies mit zweierlei Toppings (Snickerdoodles)

Snickerdoodles gehören in den USA zu den Klassikern. Woher der Name kommt, konnte ich bisher nicht zuverlässig recherchieren (einige behaupten, der Name stamme von dem deutschen Wort „Schneckennudeln“ ab ?), aber erstmalig gebacken wurden sie wohl von den holländischen Einwanderern in Pennsylvania. Typisch für diese Cookies ist die Zucker- und Zimt-Kruste. Dafür wird der Teig vor dem Backen in Zimtzucker gewälzt. Hier habe ich die Hälfte der Cookies klassisch getoppt und die andere Hälfte mit einem Orangen-Zimt-Zuckerguss glasiert. Auch lecker! 
Ich habe bereits eine Reihe verschiedener Snickerdoodle-Rezepte ausprobiert. In den meisten Fällen schmeckten die Cookies am ersten Tag richtig lecker, wurden dann aber schnell trocken und öde. Diese hier sind etwas dicker als die klassische Version. Außen crisp, innen weich und etwas fudgy und das auch nach einer Woche noch.

Zu den Zutaten:
Butter, Mehl, Zucker, Eier – wie gehabt. Vanilla-Extract (s. 1.Post) oder Vanillinzucker.
Außerdem „Cream of Tartar“. Das bekommt ihr online. Evtl. kann man es auch durch Weinsteinbackpulver ersetzen. Das habe ich aber noch nicht ausprobiert. Cream of Tartar ist Weinstein. Ich weiß nicht, ob das dasselbe ist wie Weinsteinbackpulver. Probiert es im Zweifel einfach aus. Baking soda (Back-Natron oder Backpulver gehen auch) brauchen wir auch, außerdem noch Zimt und Salz.

Für das klassische Topping nur Zimt und Zucker, für die Glasur Puderzucker, Orangensaft und nochmal Zimt.

Das Rezept

Zimt & Zucker-Cookies mit zweierlei Toppings (Snickerdoodles)

Die Zutaten:

Für die Cookies: (ca. 20-25 Stck.):
250g Butter
280g Zucker
1 Ei, Größe L
2 Teel. Vanilla-Extract oder Vanillinzucker
450g Mehl
2 Teel. Cream of Tartar
1 Teel. baking soda
2 1/2 Teel. Zimt, gemahlen
1/2 Teel. Salz
Klassisches Topping:
50g Zucker
1 Teel. Zimt
Glasur:
100g Puderzucker
1/2 Teel. Zimt
1-2 El frisch gepresster Orangensaft

Die Zubereitung

Ofen auf 180°C (Umluft) vorheizen.
2 Bleche mit Backpapier auslegen.
Für das klassische Topping Zimt und Zucker in einer kleinen Tasse oder Schüssel vermischen.
Butter ca. 1 Minute cremig rühren. Dann den Zucker dazu, ca. 3 Minuten weiterrühren bis alles hell und fluffig ist. Das Ei und die Vanille dazurühren, ca. 1 Minute.
Mehl, Cream of Tartar, baking soda, Zimt und Salz in separater Schüssel vermischen. Langsam zur Buttermischung dazugeben – nicht zu lange rühren.
Je 1-2 El Teig zu einer Kugel formen und die Hälfte der Kugeln in der Zimt-Zucker-Mischung wälzen. Die andere Hälfte nur zu Kugeln formen. Auf die vorbereiteten Bleche legen
und auf der mittleren Einschubleiste 8-9 Minuten backen ,
leicht mit einem Löffelrücken eindrücken, weitere 2 Minten backen (die Cookies sind ganz hell und sehen noch unfertig aus) und auf einem Kuchengitter 10 Min. auskühlen lassen. Dann vom Blech nehmen und auf dem Kuchengitter ganz auskühlen lassen.

Die klassische Version ist jetzt fertig.

Für die Glasur Puderzucker und Zimt vermischen und den Orangensaft in ganz kleinen Mengen zugeben. Zwischendurch immer wieder rühren, der Guss soll nicht zu flüssig sein. Evtl. noch etwas Puderzucker einrühren.

Den Guss mit einem Messer auf die ausgekühlten Cookies auftragen und trocknen lassen.

Lecker!

Enjoy und bleibt süß!

Hafer-Kokos-Cookies

Diese Cookies mache ich nun auch schon seit Jahren und sie haben mich noch nie enttäuscht ;-). Die Idee dazu lieferte mir mal wieder ein Rezept aus „The complete Magnolia Bakery Cookbook“ von Allysa Torey & Jennifer Appel. Allerdings hat es mich ein paar verunglückte Versuche und einige Drehungen und Wendungen gekostet, um die Zutatenliste und – zusammensetzung den deutschen Verhältnissen anzupassen. Herausgekommen ist ein Exemplar, das außen crisp und innen chewy ist und der amerikanischen Vorlage durchaus das Wasser reichen kann.
Sogar meine überaus kritischen Kinder sind begeistert.

Zu den Zutaten:

Um die gewünschte „Chewiness“ zu erreichen, müssen die Kokosraspel mit 2-3 EL hellem Zuckersirup verrührt werden. Das mache ich ganz am Anfang, damit das Ganze richtig schön durchziehen kann. Wer den letzten Urlaub in den USA verbracht hat und sich ganz zufällig mit einem ordentlichen Vorrat an „sweetened shredded coconut“ eingedeckt hat, kann diesen Schritt auslassen.
Ansonsten also Kokosraspel und hellen Zuckersirup vermischen.
Die trockenen Zutaten bestehen aus ganz normalem Mehl, baking soda (oder Back-Natron oder Backpulver – wie gehabt), Zimt und Salz.
Der benötigte braune Zucker wird mit 2 EL braunem Zuckersirup (z.B. Grafschafter) aufgepeppt. Dann brauchen wir noch weißen Zucker, Butter und ein Bio-Ei. Vanilla-Extract (s. 1. Post) oder Vanillinzucker.
Zum Schluss die Haferflocken. Ich nehme immer zarte Haferflocken. Mögt ihr es lieber kerniger, dann er nehmt ihr eben die.

Das Rezept

Hafer-Kokos-Cookies

Die Zutaten:

100g Kokosraspel
ca. 60g heller Zuckersirup
250g Butter, weich
200g brauner Zucker
2 EL brauner Zuckerrübensirup
100g weißer Zucker
1 Bio-Ei, Größe L
1 1/2 Teel. vanilla-extract
270g Mehl
1 Teel. baking soda
1 Teel. Zimt
1/4 Teel. Salz
130g zarte Haferflocken

Die Zubereitung

Zunächst also Kokosraspel mit hellem Sirup vermischen.
Dann Butter cremig rühren, beide Zuckersorten und dunklen Zuckerrübensirup dazugeben und ca. 2 Minuten auf hoher Geschwindigkeit weiterrühren. Ei und Vanille dazu – gut durchrühren.
In separater Schüssel Mehl, baking soda, Zimt und Salz vermischen. Zur Buttermischung dazugeben und langsam rühren bis alles gerade so eingearbeitet ist. Haferflocken und Kokosraspel (mit Zuckersirup) dazugeben und rühren bis alles gut vermischt ist.

Den Teig jetzt für etwa 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Ofen auf 180°C vorheizen (für Cookies benutze ich immer Umluft).

Aus 1-2 EL Teig etwa golfballgroße Kugeln formen und mit Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.

Etwa 10 Minuten auf mittlerer Einschubleiste backen. Aus dem Ofen nehmen und mindestens 10 Minuten auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Direkt nach dem Backen sind die Cookies noch aufgepufft und sehr weich. Beim Abkühlen fallen sie etwas ein und werden fester.
Vom Blech nehmen und auf Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Die Cookies lassen sich auch prima mit Eiscreme füllen. Dazu einfach Lieblings-Eissorte etwas weich werden lassen. Gewünschte Menge auf die Unterseite eines Cookies geben, zweiten Cookie darauf, einzeln in Klarsichtfolie einwickeln und bis zum Verzehr (mind. 3 Stunden) in die Tiefkühltruhe geben.

Enjoy und bleibt süß!

Chocolate Chip Cookies

Cookies mit Schokoladenstückchen

Der Klassiker unter den Cookies darf auch in meiner Sammlung nicht fehlen. Meine erste Chocolate-Chip-Erfahrung habe ich mit den „Chip Ahoi- Cookies“ (die blaue Packung – kennen viele von euch sicher auch) mit etwa 6 Jahren in den USA gemacht. Damals waren „Cookies“ in Deutschland noch völlig unbekannt und ich war schon ziemlich begeistert. Inzwischen sind die Dinger omnipräsent und ich habe seither unendlich viele verschiedene Chocolate Chip Cookie-Rezepte ausprobiert. Mal mehr, mal weniger begeistert, aber nie völlig überzeugt. Irgendwas fehlte immer. Dieses hier fand ich auf dem Blog „Sally´s baking addiction“ und finde es einfach toll! Ich habe einige kleine Änderungen vorgenommen und den deutschen Zutatenmöglichkeiten angepasst. Diese Exemplare gehören eindeutig wieder in die Kategorie: dick – fudgy – chewy. Yummy!
Vielleicht kennt der ein oder andere von euch „Ben´s Cookies“ in London?! Dort habe ich mit die besten Cookies meines Lebens gegessen. Beim nächsten England-Trip unbedingt einen Besuch einplanen! Diese hier kommen der Sache schon ziemlich nahe….

Einige kurze Worte zu den Zutaten:
Wir brauchen Butter – ist doch klar.
Außerdem braunen Zucker, der bei diesem Rezept mit 2-3 Esslöffeln dunklem Zuckerrübensirup vermischt wird. Wer Melasse auftreiben kann – prima. (Gibt´s online bei Bio-Seiten. Ist aber meist noch intensiver und dickflüssiger als das amerikanische Gegenstück.) Wer eine Quelle in Großbritannien hat kann auch das dort übliche „black treacle“ nehmen. Dunkler Zuckerrübensirup ist aber wirklich auch ok. Ein wenig weißer Zucker wird auch benötigt.
Weiter handelsübliches Mehl – dazu muss ich nicht mehr sagen. Dann Bio-Ei, Größe L – wie immer.
Vanilla-Extract oder Vanillinzucker. Wie ihr den Extrakt selbst herstellt, habe ich im ersten Post beschrieben – einfach nochmal nachsehen. Baking soda, Backpulver oder Back-Natron. Ich benutze für Cookies immer baking soda. Alles andere geht aber auch. Salz – je nach Geschmack.
Zum Schluss noch zur Schokolade. Ich nehme Zartbitter-Schokolade und hacke sie nur grob, damit noch richtig dicke chunks im Teig sind (oder ich lasse mir semi-sweet chocolate chips aus den USA mitbringen, s. Bild.). Das könnt ihr natürlich auch machen, wie es euch am besten schmeckt. Ihr könnt auch weiße, Milch- und dunkle Schokolade mischen – ganz nach Lust und Laune. Wenn es draußen heiß ist, legt ihr die Tafeln am besten eine halbe Stunde in die Tiefkühltruhe. Dann lassen sie sich leichter hacken und schmelzen nicht bei der Verarbeitung.

Das Rezept:

Chocolate Chip Cookies

Zutaten:

170g Butter, Zimmertemperatur
150g brauner Zucker
50g Zucker
2-3 EL dunkler Zuckerrübensirup, treacle oder Melasse
1 Ei, Größe L
2 Teel. Vanilla-Extract oder Vanillinzucker
270g Mehl
2 Teel. Stärke (Maisstärke)
1 Teel. baking soda, Back-Natron oder Backpulver
1/2 Teel. Salz
225g grob gehackte Zartbitter-Schokolade

Zubereitung

Die Butter ca. 1 Min. bei mittlerer bis hoher Geschwindigkeit cremig rühren. Beide Zuckersorten und den Sirup dazugeben und ca. 3 Min.  bei hoher Geschwindigkeit hell und luftig rühren. Dann Ei und Vanille dazu, langsam unterrühren, danach ca. 30 Sek. bis 1 Min. bei hoher Geschwindigkeit weiterrühren. 

Die trockenen Zutaten – also Mehl, Stärke, baking soda und Salz in separater Schüssel mischen und zur Buttermischung geben. Nur solange bei niedriger Geschwindigkeit rühren, bis das Mehl eingearbeitet ist.
Zum Schluss die Schokolade mit einem Holzlöffel oder Teigschaber unterrühren und ab in den Kühlschrank. Der Teig muss mindestens 2-3 Stunden kühlen, sonst erreicht man nicht die gewünschte fudgy Konsistenz. Kann gerne auch über Nacht kühlen.

Ofen auf 180° C vorheizen.
Je 1-2 EL Teig zur Kugel formen und mit ausreichend Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.

In unterem Ofendrittel 9-10 Minuten backen (nicht länger!!). Die Cookies sehen noch recht weich und unfertig aus, sind aber genau richtig, wenn erste Risse oder „crackles“ zu sehen sind.

Ca. 10. Minuten auf dem Blech auskühlen lassen, dann zum Abkühlen auf ein Kuchengitter legen.

Guckt mal, sehen die nicht zum Reinbeißen aus?

Enjoy und bleibt süß!

Follow my blog with Bloglovin

Cookies mit weißer Schokolade und Erdbeeren

Dies soll nun also mein erster Blogeintrag werden. Ich bin ein wenig aufgeregt!

Vorgestern habe ich mir das folgende Rezept ausgedacht und musste es unbedingt direkt ausprobieren. Dazu muss ich gestehen, dass ich ein absoluter Cookie-Fan bin. Ich nutze ganz bewusst den amerikanischen Ausdruck, da ich sie liebe: Diese großen, etwas formlosen Cookies mit ihrer soften, fudgy, chewy Konsistenz! Bei der Beschreibung hat das amerikanische Vokabular einfach jahrelangen Vorsprung…
Meine Leidenschaft für amerikanische Backwaren wurde bereits in früher Jugend während mehrerer USA-Reisen geschürt und entfachte zu voller Größe als ich das Buch “ The complete Magnolia Bakery cookbook“ von Allysa Torey und Jennifer Appel, den Gründerinnen der Magnolia Bakery in New York, für mich entdeckte. Es war wie eine Offenbarung. All diese wunderbaren, hemmungslosen Rezepte zogen mich völlig in ihren Bann und mein Exemplar ist inzwischen schon reichlich mitgenommen. Es folgten jede Menge anderer, v. a. US-amerikanischer Back- und Kochbücher, von denen ich das ein oder andere in Zukunft sicher auch hier erwähnen werde.
Nachdem ich bis heute mehrere tausend Cookies anhand von großartigen Rezepten nachgebacken und – ja, auch gegessen – habe, stelle ich euch nun eine meiner Eigenkreationen vor.
Diese Cookies sind dick und fudgy und chewy, mit jeder Menge Schoko- und Erdbeerstückchen  – also genauso, wie ich sie am liebsten mag.

Zunächst ein paar Worte zu den Zutaten. Ich benutze zum Backen grundsätzlich Butter – bis auf wenige Ausnahmen kommen keine anderen Fette in Frage.
Für dieses Rezept benötigt ihr braunen Zucker. In Deutschland bekommt man eigentlich nur den handelsüblichen braunen Rohrzucker oder auch noch Kandisfarin. Beides geht hier. Da der hier erhältliche Zucker aber deutlich weniger Melasse als das amerikanische Gegenstück enthält, füge ich dem Zucker noch 2 EL hellen Zuckersirup (z.B. heller Sirup von „Grafschafter“) hinzu. Der dunkle Zuckerrübensirup tut es aber auch. Wer eine Quelle in England hat, kann auch den dort erhältlichen „Golden Syrup“ benutzen.
In meinen Rezepten verarbeite ich ausnahmslos Bio-Eier, Größe L.
In den USA ist Vanilla-Extract üblich, kein Vanillinzucker. Ich stelle meinen eigenen Vanilla-Extract her indem ich zwei Vanilleschoten auskratze und sowohl Samen als auch Schoten in eine große Flasche Wodka gebe und mindestens 4 Wochen ziehen lasse, besser länger. Wenn ihr dazu keine Lust oder Zeit habt, geht auch Vanillinzucker. Inzwischen kann man auch in einigen Geschäften Extrakt kaufen, ist aber meist sehr teuer.
Wenn ich von „Mehl“ spreche, meine ich das hier handelsübliche Weizenmehl, Typ 405. Andere Sorten werden explizit erwähnt. Bei dem folgenden Rezept habe ich 50g Mehl durch Kokosmehl ersetzt. Das bekommt ihr im Bioladen, ist aber nicht unbedingt notwendig und kann durch normales Mehl ersetzt werden. Die besondere Konsistenz der Cookies erreiche ich auch durch die Zugabe von Stärke (Maisstärke). Wie in den USA üblich wird hier kein Backpulver zugesetzt, sondern baking soda (im Internet erhältlich) oder auch Back-Natron. Ich bin sicher, die meisten von euch haben das längst im Backregal stehen. 🙂 Backpulver ist aber auch ok.
Ein wenig Salz balanciert die Süße der anderen Zutaten gut aus, kann aber, je nach Geschmack, natürlich auch weggelassen werden.
Für diese Cookies benutze ich getrocknete, gezuckerte Erdbeeren, die ich in kleine Stücke hacke. Falls ihr die nicht bekommt, könnt ihr auch getrocknete, kandierte Ananas oder jede andere Trockenfrucht zufügen. Alles, was ihr euch vorstellen könnt, wird schon schmecken! Ich nehme an Schokolade, was gerade da ist. Hier würde ich auf jeden Fall weiße Schokolade empfehlen – in nicht zu kleine Stücke gehackt. Ihr könnt auch Schokolade mit Kokoscrisp oder Oreos etc. nehmen.

Hier das Rezept – endlich

Cookies mit weißer Schokolade und Erdbeeren

Zutaten:

170g Butter, Raumtemperatur
150g brauner Zucker
50g weißer Zucker (handelsüblicher Zucker)
2 El. heller Sirup
1 Ei, Größe L, Raumtemperatur
2 Teel. Vanille-Extrakt
220g Mehl
50g Kokosmehl (kann durch 50g Mehl ersetzt werden)
2 Teel. Stärke (Maisstärke)
1 Teel. baking soda
1/2 Teel. Salz
70g grob gehackte getrocknete und gezuckerte Erdbeeren
150g weiße Schokolade, in Stücke gehackt

Zubereitung:

Die zimmerwarme Butter ca. 1 Min. weich rühren.
Dann beide Zuckerarten und den Sirup dazugeben. Hell und schaumig rühren, ca. 3 Min.
Das Ei und den Vanille-Extrakt einrühren. So lange rühren bis der Teig eine mayonaiseartige Konsistenz hat (ca. 30 Sek. – 1 Min.).
Mehl, Kokosmehl, Stärke, baking soda und Salz in separater Schüssel vermischen und zur Buttermischung geben. Bei langsamer Geschwindigkeit gerade so lange rühren, bis das Mehl eingearbeitet ist. Zum Schluss Schokolade und Erdbeeren mit einem Holzlöffel oder Teigschaber einrühren.

Der Teig muss jetzt mindestens 2-3 Stunden in den Kühlschrank. Diesen Schritt könnt ihr nicht auslassen!

Danach Ofen auf 180°C vorheizen.
2 EL Teig zu Kugeln formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen (ca. 4 cm Abstand) und etwas (nicht zu viel!!) flach drücken.

Im unteren Ofendrittel 9-10 Minuten backen. Nicht länger!! Die Cookies sehen noch nicht ganz fertig aus, sind es aber (erste Risse oder „crackles“ sollten zu sehen sein).

Sind sie noch zu „hoch“ oder aufgepufft, noch heiß mit einem Löffelrücken oder den Fingern vorsichtig etwas eindrücken.

Das Blech auf einen Kuchenrost legen und die Cookies 10 Minuten abkühlen lassen. Dann vorsichtig vom Blech nehmen und auf dem Gitter vollständig auskühlen lassen.
Die Cookies halten sich gut 7 Tage bei Zimmertemperatur in einer Dose o.ä. Sie lassen sich auch prima einfrieren.
Enjoy!!!

Follow my blog with Bloglovin