Frühstücks-Cookies oder auch: Pocket-Müsli (Breakfast-Cookies)

Ich finde Frühstück großartig – aber in der Regel nicht vor 10 Uhr. Meist verlasse ich also (mit Ausnahme einer schnell getrunkenen Tasse schwarzem Kaffee) gänzlich nüchtern das Haus. Auch meine Kinder sind alltags nicht die großen Frühstücker. Daher kommen uns diese Frühstückskekse wirklich gelegen. Denn zwischen 9 und 10 Uhr fängt mein Magen an ungute Geräusche von sich zu geben. Dann suche ich sämtliche Taschen, Schubladen und Schränke nach Essbarem ab. In der Regel finde ich einen nicht mehr ganz frischen Schokoladen-Riegel, eine ebenso unappetitliche Banane oder halte mich an der Süßigkeiten-Kiste schadlos, die bei uns im Sozialraum versteckt ist. Ihr könnt mir glauben, was auch immer ich dann zu mir nehme – in den meisten Fällen folgt Reue und Unzufriedenheit. Diese Cookies sind die Rettung: Gesund, lecker, sättigend und leicht transportierbar. Sie enthalten sämtliche Zutaten, die wir an Müslis so lieben: Haferflocken, Äpfel, Bananen, Nüsse (in Form von Nussbutter), Trockenfrüchte und außerdem etwas braunen Zucker….

Einmal gebacken hat man die ganze Woche ausgesorgt. Den Kindern schmeckt´s auch.

img_0299

Hier geht´s zum Rezept:

Weiterlesen

Sonntagsfrühstück: Klassische Pancakes mit Bacon und Ahornsirup

Pancakes sind die luftige Variante zu unseren guten alten Pfannkuchen. Ich mag beide gleichermaßen. Heute stelle ich euch ein Rezept für ganz einfache, klassische Pancakes vor – am besten mit Bacon und (warmem !!) Ahornsirup servieren. Pancakes waren hierzulande in der Vergangenheit ja eher als ungesundes, fettes amerikanisches Trashfood verschrien, sind aber aktuell im Kommen und schon fast salonfähig. Das erste Mal begegnete ich diesen Dingern in den Siebzigern in den USA und war völlig fasziniert, dass es Menschen gibt, die einen ganzen Turm Pfannkuchen zum Frühstück verspeisen und dabei für den Rest des Tages tatsächlich handlungs- und bewegungsfähig bleiben- und, ich wollte unbedingt probieren… . Am Turm scheitere ich noch heute, aber ein bis zwei selbstgemachte Pancakes mit warmem Sirup, Butter und Bacon finde ich unglaublich lecker. Das perfekte Winter-Sonntagsfrühstück. Oder Mittagessen. Oder Abendessen.

img_9795

Hier geht´s zum Rezept:

Weiterlesen

Brioche – light

Also, dieser Titel ist in der Tat etwas irreführend. Denn, wenn man mit „light“ mager, fade, geschmack- und genusslos verbindet, dann beschreibt der Titel das folgende Rezept nicht einmal annähernd. Den Ausdruck“light“ habe ich hier nur deshalb verwendet, da reguläres Brioche (und ich liebe Brioche..) so ungefähr zur Hälfte aus Butter besteht (und dagegen ist nun wirklich nichts, aber auch gar nichts einzuwenden, aber die Folgen eines täglichen Verzehrs möchte ich – und das im wahrsten Sinne des Wortes – nun wirklich nicht tragen..) und diese Version dagegen ein wahres Unschuldslamm von Brot ist. Dennoch haben wir es hier mit einem wunderbar weichen, luftigen und – ja, auch buttrigem Gebäck zu tun. Ihr werdet schon sehen.

Hier geht´s zum Rezept:

Weiterlesen

Bacon-Lauch-Quiche

Quiche ist eines der Gerichte, die ich sehr gerne esse, aber seltsamerweise nur selten backe. Dabei ist es gar nicht kompliziert und ziemlich schnell zusammengerührt. Also – gibt´s in Zukunft öfter. Hier stelle ich euch ein Exemplar mit Lauch, Bacon und Käse vor. Eigentlich wollte ich ja noch ein paar geröstete Walnüsse untermischen, das habe ich dann aber vor lauter Vorfreude doch tatsächlich vergessen. Könnt ihr ja dann machen. Über (positive) Rückmeldungen wäre ich hocherfreut.

Die Zutatenliste ist übersichtlich und simpel. Für den Boden brauchen wir Mehl, Maismehl, Butter, Salz und ein Eigelb. Der Boden ist ziemlich mürbe, fast wie ein salziges Shortbread –  und das finde ich gigantisch -, aber, wer es gerne etwas fester hat kann die Pate Brisée verwenden, die ich für meinen Apple Pie verwendet habe. Für die Füllung brauchen wir Lauch, Bacon (Frühstücksspeck), Käse (ich habe weißen Cheddar verwendet, aber Gouda ist auch prima), Eier (am liebsten Bio, Größe L), Sahne, Milch, Salz und Pfeffer.

Ich habe eine Tarte-Form mit etwa 23cm Durchmesser verwendet. Das Rezept geht auch für eine normale 26 cm- Springform, Wird dann nur etwas flacher, aber das macht gar nichts.

Das Rezept

 Lauch-Bacon-Quiche

Weiterlesen

Schnelles Wurzelbrot (Pain Paillasse)

Dieses Brot habe ich ganz spontan heute morgen zusammengerührt und bin vollauf begeistert. Eigentlich bin ich ein Fan von „Zeit für Brot“ (Ja, auch von der gleichnamigen Bäckerei in Frankfurt.), d. h. , ich lasse meine Hefeteige in der Regel mehrfach und lange gehen. Nicht so dieses Mal. Den Vorteig habe ich direkt nach dem Aufstehen angesetzt, dann ´ne halbe Stunde Krafttraining, im Anschluss schnell die übrigen Zutaten eingerührt, die ganze Angelegenheit kurz verknetet und verdreht, ab auf´s Blech, 30 Minuten gehen lassen während der Ofen heiß wird, rein damit und nach 20 Minuten backen, zieht ihr ein wirklich beeindruckendes und sehr leckeres Wurzelbrot aus dem Ofen. Konntet ihr folgen? Und damit meine ich eher meinen nicht ganz einwandfreien Satzbau…
Hier ist die Schönheit.

Weiterlesen

Hefezopf (Challah)

Ostern naht. Und Ostern ist für mich unweigerlich mit selbst gebackenem Hefezopf verbunden. Schon in meiner frühen Jugend habe ich eine Vorliebe für Hefeteig entwickelt und einmal  im Jahr – nämlich an Ostern – konnte ich dieser Leidenschaft hemmungslos frönen. Ich stand also Jahr für Jahr am Ostersonntag zu unchristlicher Zeit auf, um den Rest meiner Familie sehr, sehr viel später mit frisch gebackenem Hefezopf, Brötchen und Kränzen zu wecken. Erst Jahre später habe ich erfahren, dass das nicht durchweg auf Begeisterung stieß. Tja, so ist das manchmal im Leben…
Heute backe ich daher nur noch auf Wunsch und ansonsten, was und wann ich will. Und eins könnt ihr mir wirklich glauben, weniger ist es nicht geworden 😉
Zurück zum Hefezopf. Hier stelle ich euch einen Hefezopf vor, der vor allem in New York zum guten Ton gehört. Challah ist das jüdische Sabbatbrot, das jeden Freitag gebacken wird, um dann am Samstagabend gegessen zu werden. Es unterscheidet sich nur dahingehend vom herkömmlichen Hefezopf, dass es völlig ohne Milchprodukte auskommt. Keine Milch, keine Butter und dennoch wunderbar weich und saftig und fluffig und einfach perfekt. Probiert es doch in nächster Zeit mal aus.
Die Zutaten sind keine große Sache. Wir brauchen ganz normales Mehl, Salz, Zucker, Eier und Sonnenblumenöl. Außerdem ein Päckchen Frischhefe –  und Wasser.
Aus dem Teig könnt ihr entweder einen großen Zopf oder zwei kleine Zöpfe oder Kränze oder Knoten oder oder oder machen.

Das Rezept

Hefezopf (Challah)

Die Zutaten

550 ml warmes Wasser
1 Würfel Hefe (42 g)
110 g Zucker
1250 g Mehl
2 Teel. Salz
2 Eier, Größe L
1 Eigelb
135 g Sonnenblumenöl
Glasur
1 Eigelb
etwas Wasser

Die Zubereitung

Hefe in das warme Wasser bröckeln und mit einem Esslöffel Zucker verrühren.
Ca. 15 Minuten gehen lassen bis das Ganze anfängt zu schäumen. In der Zwischenzeit Mehl, Salz und den restlichen Zucker in einer großen Rührschüssel vermischen.
Eier, Eigelb in eine kleine Schüssel geben….
und mit dem Öl verrühren.
Jetzt Hefemischung und Ölgemisch zu der Mehlmischung geben….
….und mit den Knethaken so lange kneten bis ein glatter, geschmeidiger Teig entsteht.
Schüssel etwas einölen, abdecken und 1-2 Stunden gehen lassen. Bis die ganze Angelegenheit so aussieht:
oder so (weil´s so schön war…;-):
Den Teig mit der Faust „entlüften“ (Hier könnt ihr etwaige angestaute Aggressionen mit einem ordentlichen Hieb in den Teig mal so richtig rauslassen…).
Den vermöbelten Teig auf eine Arbeitsfläche geben….
….und je nach gewünschter Form in ein, zwei oder mehrere Stücke teilen. Ich habe einen großen Zopf gemacht und das zeige ich euch hier. Eine große Rolle formen und in 6 gleiche Teile teilen.
Diese erstmal zu Kugeln,…..
….dann in Stränge rollen.
Die Stränge an einem Ende verbinden….
…und wie folgt flechten. Ich habe versucht den Flechtvorgang in Bildern deutlich zu machen und hoffe, ihr kommt damit klar. Am Ende habe ich mich auch verhaspelt und habe die Stränge irgendwie zusammengewurschtelt. Wurschteln ist keine Schande und der Zopf ist trotzdem ganz sehenswert und vor allem lecker geworden. Hier also die Flechtbilder:
…und so weiter….
Den fertig geflochtenen Zopf auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und nochmal ca. 40 Minuten zugedeckt gehen lassen.
Ofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Eigelb mit etwas Wasser verrühren….
…..und den aufgegangenen Zopf…..
…..damit bepinseln.
Im heißen Ofen ca. 45 Minuten backen. Evtl. gegen Ende der Backzeit mit Alufolie abdecken, damit die Oberfläche nicht zu braun wird.
Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und warm oder abgekühlt servieren.
Das ist soo lecker und der Zopf bleibt gut und gerne 4-5 Tage frisch.
Enjoy und bleibt süß!

Sonntagsfrühstück: Gebackene Haferflocken (Baked Oatmeal)

Eigentlich bin ich kein Frühstücksmensch. Jedenfalls nicht von Montag bis Freitag. Denn da bin ich in der Regel voll damit beschäftigt selbst wach zu werden (schwierig), die Kinder zu wecken (schwieriger) und aus dem Bett zu bekommen (nahezu unmöglich). Ich schmiere dann schnell die Pausenbrote, mache mich für die Arbeit fertig und trinke Kaffee – ganz wichtig. Aber Essen? Nein, auf den Gedanken komme ich um 6:30 wirklich noch nicht. Ganz anders am Wochenende. Sonntagsfrühstück finde ich großartig – so gegen 11:00 Uhr…. Und ich bin wirklich ein Fan vom klassischen kontinentalen Brötchen-Käse-Marmelade-Frühstück. Aber manchmal möchte ich etwas anderes, z. B. Pancakes mit Sirup und Butter oder French Toast oder Quesadillas mit Rührei oder nur Rührei mit Avocado usw. Oder eben gebackene Haferflocken – lecker, süß, ein bisschen klebrig, kernig und warm. Mit Milch, Joghurt und Früchten echt ne feine Sache.
Zu den Zutaten:
Dabei gibt´s keine Überraschungen. Das meiste werdet ihr sowieso im Schrank haben: Haferflocken, brauner Zucker, Butter, Milch, Eier, Zimt, Backpulver, Salz und Vanille-Extrakt oder -zucker. Je nach Geschmack dazu noch Nüsse und Trockenfrüchte oder auch frische Früchte wie Äpfel oder Beeren. Zum Servieren Joghurt, Milch und mehr Früchte oder Butter, Ahornsirup und Bacon – das geht natürlich auch.

Das Rezept

Sonntagsfrühstück: Gebackene Haferflocken (Baked Oatmeal)

Die Zutaten

300 g Haferflocken
200 g brauner Zucker
2 Teel. Zimt
1 1/2 Teel. Backpulver
1 Teel. Salz
240 ml Milch
2 Eier
125 g Butter
2 Teel. Vanille-Extrakt oder Vanillezucker
75 g Nüsse (optional)
nach Geschmack noch eine Handvoll Trockenfrüchte oder frische Früchte (z.B. Äpfel oder Beeren)
Außerdem:
Milch, Joghurt, Früchte oder Butter, Sirup und Bacon zum Servieren.

Die Zubereitung

Ofen auf 190°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Eine Auflaufform (20-25 cm Durchmesser) einfetten.
Haferflocken, braunen Zucker, Zimt, Backpulver und Salz in eine Schüssel geben.
Alles gut vermischen. Evtl. gehackte Nüsse dazugeben.
Butter in ein Mikrowellen-geeignetes Gefäß geben….
…. und bei 600 Watt in 30 Sekunden-Intervallen zerlassen.
In einer separaten Schüssel Milch und Eier vermischen.
Butter und Vanille dazugeben.
Flüssige und trockene Zutaten mischen.
Gut verrühren und evtl. Früchte dazugeben und vorsichtig untermischen.
In die vorbereitete Form füllen…..
…..und 30-40 Minuten im heißen Ofen backen (mittlere Einschubleiste).
Noch heiß mit Milch etc. servieren. YUM!
Enjoy und bleibt süß!