Hefezopf (Challah)

Ostern naht. Und Ostern ist für mich unweigerlich mit selbst gebackenem Hefezopf verbunden. Schon in meiner frühen Jugend habe ich eine Vorliebe für Hefeteig entwickelt und einmal  im Jahr – nämlich an Ostern – konnte ich dieser Leidenschaft hemmungslos frönen. Ich stand also Jahr für Jahr am Ostersonntag zu unchristlicher Zeit auf, um den Rest meiner Familie sehr, sehr viel später mit frisch gebackenem Hefezopf, Brötchen und Kränzen zu wecken. Erst Jahre später habe ich erfahren, dass das nicht durchweg auf Begeisterung stieß. Tja, so ist das manchmal im Leben…
Heute backe ich daher nur noch auf Wunsch und ansonsten, was und wann ich will. Und eins könnt ihr mir wirklich glauben, weniger ist es nicht geworden 😉
Zurück zum Hefezopf. Hier stelle ich euch einen Hefezopf vor, der vor allem in New York zum guten Ton gehört. Challah ist das jüdische Sabbatbrot, das jeden Freitag gebacken wird, um dann am Samstagabend gegessen zu werden. Es unterscheidet sich nur dahingehend vom herkömmlichen Hefezopf, dass es völlig ohne Milchprodukte auskommt. Keine Milch, keine Butter und dennoch wunderbar weich und saftig und fluffig und einfach perfekt. Probiert es doch in nächster Zeit mal aus.
Die Zutaten sind keine große Sache. Wir brauchen ganz normales Mehl, Salz, Zucker, Eier und Sonnenblumenöl. Außerdem ein Päckchen Frischhefe –  und Wasser.
Aus dem Teig könnt ihr entweder einen großen Zopf oder zwei kleine Zöpfe oder Kränze oder Knoten oder oder oder machen.

Das Rezept

Hefezopf (Challah)

Die Zutaten

550 ml warmes Wasser
1 Würfel Hefe (42 g)
110 g Zucker
1250 g Mehl
2 Teel. Salz
2 Eier, Größe L
1 Eigelb
135 g Sonnenblumenöl
Glasur
1 Eigelb
etwas Wasser

Die Zubereitung

Hefe in das warme Wasser bröckeln und mit einem Esslöffel Zucker verrühren.
Ca. 15 Minuten gehen lassen bis das Ganze anfängt zu schäumen. In der Zwischenzeit Mehl, Salz und den restlichen Zucker in einer großen Rührschüssel vermischen.
Eier, Eigelb in eine kleine Schüssel geben….
und mit dem Öl verrühren.
Jetzt Hefemischung und Ölgemisch zu der Mehlmischung geben….
….und mit den Knethaken so lange kneten bis ein glatter, geschmeidiger Teig entsteht.
Schüssel etwas einölen, abdecken und 1-2 Stunden gehen lassen. Bis die ganze Angelegenheit so aussieht:
oder so (weil´s so schön war…;-):
Den Teig mit der Faust „entlüften“ (Hier könnt ihr etwaige angestaute Aggressionen mit einem ordentlichen Hieb in den Teig mal so richtig rauslassen…).
Den vermöbelten Teig auf eine Arbeitsfläche geben….
….und je nach gewünschter Form in ein, zwei oder mehrere Stücke teilen. Ich habe einen großen Zopf gemacht und das zeige ich euch hier. Eine große Rolle formen und in 6 gleiche Teile teilen.
Diese erstmal zu Kugeln,…..
….dann in Stränge rollen.
Die Stränge an einem Ende verbinden….
…und wie folgt flechten. Ich habe versucht den Flechtvorgang in Bildern deutlich zu machen und hoffe, ihr kommt damit klar. Am Ende habe ich mich auch verhaspelt und habe die Stränge irgendwie zusammengewurschtelt. Wurschteln ist keine Schande und der Zopf ist trotzdem ganz sehenswert und vor allem lecker geworden. Hier also die Flechtbilder:
…und so weiter….
Den fertig geflochtenen Zopf auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und nochmal ca. 40 Minuten zugedeckt gehen lassen.
Ofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Eigelb mit etwas Wasser verrühren….
…..und den aufgegangenen Zopf…..
…..damit bepinseln.
Im heißen Ofen ca. 45 Minuten backen. Evtl. gegen Ende der Backzeit mit Alufolie abdecken, damit die Oberfläche nicht zu braun wird.
Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und warm oder abgekühlt servieren.
Das ist soo lecker und der Zopf bleibt gut und gerne 4-5 Tage frisch.
Enjoy und bleibt süß!

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