Carrot Cake

Es gibt sie in vielen Varianten und Sprachen: Die Möhrenkuchen und Rüblitorten dieser Welt und ich mag sie fast alle gleichermaßen. Dieses Exemplar ist ein ganz klassischer us-amerikanischer Karottenkuchen – deswegen Carrot Cake – mit drei supersaftigen, würzigen Böden und einer ordentlichen Portion Cream Cheese Frosting. Einfach nur gut.
Diesen hier habe ich zum ……äh….Geburtstag meiner Freundin Julia gemacht. Also, sie ist noch unter 40 und damit gibt es nun wirklich keinen Grund für das „äh“. Da ich aber bereits einmal den Fehler gemacht habe die Jahreszahl in großen Buttercreme-Buchstaben auf die Torte einer anderen Freundin zu platzieren, bin ich vorsichtig geworden. Das kam nämlich nicht so richtig gut an….
Also, nochmal: Meine liebe Freundin Julia hatte Geburtstag – ich bin die Tortenbeauftragte im Freundeskreis – Julia mag keine Buttercreme – dafür aber Carrot Cake – und das ist dann auch schon alles. Liebe Julia, auch auf diesem Weg nochmal ganz herzliche Glückwünsche! Es war ein schöner Abend.

Zu den Zutaten:

Wir brauche natürlich Butter, Mehl, Zucker weiß und braun) und Bio-Eier. Außerdem Backpulver und baking soda (Backnatron), dann noch jede Menge Gewürze: Zimt, Ingwer, Muskat (alles gemahlen – ist ja klar) und Vanilla-Extract. Ingwer macht man in die klassische Rüblitorte eher nicht. Das und das Frosting geben hier den us-touch. Natürlich brauchen wir Möhren und Walnüsse (oder Pekannüsse – die sind aber echt teuer) und noch ein wenig Milch (Vollfett – ist doch klar).
Für das Frosting brauchen wir natürlich Frischkäse, Doppelrahmstufe. Auf keinen Fall irgendeine Light-Version nehmen. Das wird nichts und schmeckt auch nicht. Ich kaufe eigentlich immer Philadelphia, alle anderen Marken sind aber bestimmt genauso gut ;-). Dann noch ein ganzes Päckchen Butter, Vanilla-Extract und Puderzucker. Butter und Frischkäse müssen Zimmertemperatur haben. Also unbedingt eine Stunde vorher aus dem Kühlschrank nehmen. Das ist echt wichtig. Ich habe so meine Erfahrungen mit Cream Cheese Frosting gemacht. Meine ersten Versuche endeten alle in einer durchaus schmackhaften, aber völlig unbrauchbaren Suppe. Ich war schier am verzweifeln, weil ich mich genau ans Rezept gehalten hatte. Ich habe mir sogar auf You-Tube ein Cream Cheese Frosting-Video angesehen (Ja, ich war WIRKLICH verzweifelt!). So, und wenn wir schon bei den Geständnissen sind: In einer Backsendung (ja, manchmal gucke ich mir Backsendungen an….ich weiß, ich weiß…. aber, hey, ich gucke auch Rugby-WM und das sogar noch lieber! Das schafft doch einen gewissen Ausgleich, oder?!) .. also, in einer Backsendung wurde dann das Problem der Cream-Cheese-Suppe erläutert, so dass ich seither wunderbar fluffiges Frosting herstellen kann. Und ihr, wenn nicht sowieso schon, gleich auch.
Bei mir bleibt immer ein wenig Frosting übrig. Das hält sich ne ganze Weile im Kühlschrank. Muss dann vor einer weiteren Verwendung auf Raumtemperatur gebracht und nochmal aufgeschlagen werden. Es lässt sich aber auch so wie es ist einfach zwischen zwei Cookies, auf Cupcakes und Kuchen streichen. Ich bin sicher euch fällt ein Verwendungszweck ein….
Die Formen sind hier ein kleines Problem, weil man drei Backformen mit ca. 20 cm Durchmesser benötigt. Der Teig ist ziemlich empfindlich, daher sollte man nicht alles in einer Form backen und dann in drei Böden schneiden – das geht wahrscheinlich schief. Einige haben sowieso jede Menge Cake Pans im Schrank – also kein Problem für euch. Alle anderen sollten sich welche anschaffen – sind bei mir ständig in Gebrauch – oder den Teig in einer 9×13-inch-Form (23 x 33 cm) backen und mit dem Frosting bestreichen. Dann braucht ihr nur die Hälfte des Frostings und die Backzeit wird sich etwas verlängern (ca. 10 Min.). Sieht nicht ganz so spektakulär aus, ist aber nicht weniger lecker.
Die Deko mit selbstgemachten Marzipan-Möhren ist natürlich optional. Wenn ihr Lust dazu habt, braucht ihr Rohmarzipan, orange und grüne Lebensmittelfarbe, Kakao und Zahnstocher – und ein wenig Zeit und Geduld. Macht aber schon was her.

Das Rezept

Carrot Cake (12 – 16 Portionen)

Die Zutaten

Böden
375g Butter
375g Mehl
1 Teel. Backpulver
1 Teel. baking soda / Backnatron
1 Teel. Zimt
3/4 Teel. Salz
1/2 Teel. Ingwer
1 Prise gemahlene/ geriebene Muskatnuss
200g brauner Zucker
100g Zucker
3 Eier (Größe L)
2 Teel. Vanilla-Extract (oder Vanille-Zucker)
ca. 120 ml Milch
ca. 500g Möhren
200g Walnüsse
Cream Cheese Frosting
250g Butter
2 Teel. Vanilla-Extract (Vanille-Zucker)
ca. 700g Puderzucker
500g Frischkäse, Doppelrahmstufe
Marzipan-Möhren
200g Marzipan-Rohmasse
orange und grüne Speisefarbe
Zahnstocher
Kakao
Back-Pinsel (kein Silikon) oder Finger – geht auch

Die Zubereitung

Ofen auf 180°C vorheizen (Ober- und Unterhitze).

Die Formen fetten und mit Backpapier auslegen.

Das Mehl mit Backpulver, baking soda, Salz und den Gewürzen vermischen.

Die Nüsse hacken und beiseite stellen. Die Karotten schälen und fein reiben.

Butter und beide Zuckersorten in eine große Rührschüssel geben….

…und fluffig schlagen.

Eier nach und nach unterschlagen und noch 3 Minuten weiterschlagen.

Vanille, Milch und Möhren dazugeben.

Gut verrühren und dann bei niedriger Geschwindigkeit das Mehl einarbeiten.

Zum Schluss die gehackten Nüsse dazugeben…..

 ….und kurz verrühren.

Gleichmäßig in die vorbereiteten Formen verteilen….

…. und für ca. 30 Minuten ab in den Ofen (mittlere Einschubleiste). Bei mir passen immer nur zwei Formen gleichzeitig in den Ofen. Das macht nichts. Die Dritte muss halt warten. Das hält sie aus.

Auf Kuchengittern und in der Form auskühlen lassen.

Es bietet sich an die Böden am Vortag zuzubereiten. Ich packe sie dann, nachdem sie vollständig ausgekühlt sind, in Frischhaltefolie ein. Die Böden sind am nächsten Tag etwas leichter zu handeln, weil sie etwas fester sind. Ihr könnt aber auch alles an ein- und demselben Tag machen. Wichtig ist  nur, dass die Böden vollständig abgekühlt sind bevor ihr das Frosting drauf macht.
Für das Frosting Butter mit dem Mixer geschmeidig rühren. Dann nach und nach den Puderzucker und den Vanilla-Extract dazugeben (evtl. benötigt ihr nicht die ganze Menge Zucker) und richtig lange rühren bis die Masse hell und fluffig ist (mindestens 5 Minuten, eher länger). In einer separaten kleineren Schüssel den zimmerwarmen Frischkäse mit einer Gabel cremig rühren. Dann esslöffelweise zur Buttermischung geben und mit dem Mixer gut verrühren. Nicht mehr dazugeben, sonst endet ihr mit einer Suppe (s.o.). Nach und Nach den ganzen Frischkäse auf diese Weise einarbeiten. Ihr werdet mit einem wunderbar cremigen, lockeren Frosting belohnt.

Sieht doch echt lecker aus.

3 oder 4 Backpapierstreifen so auf die Tortenplatte legen, dass der Plattenrand bedeckt ist, wenn der erste Boden aufgelegt wird.

Mit ca. einer ordentlichen Suppenkelle Frosting bestreichen….

…zweiten Boden auflegen und Vorgang wiederholen.

Weiter mit dem dritten Boden. Den lege ich meist „kopfüber“ auf das Frosting, damit die Oberfläche ganz eben ist.

Wieder eine ordentliche Kelle Frosting auf den obersten Boden geben und den ganzen Kuchen recht dünn damit bestreichen.

Jetzt für 30-60 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Wer möchte kann jetzt mit den Marzipanmöhren weitermachen. Dafür Marzipan und Farbe bereitstellen. Ich benutze Farbpaste, aber Pulver oder flüssige Lebensmittelfarbe gehen hier auch. Einen kleinen Teil des Marzipans für das Grünzeug abschneiden, den restlichen Teil orange einfärben. Die Farbe trage ich mit einem Zahnstocher auf und verknete dann alles gut miteinander.

Das übrige Marzipan grün färben.

Nun das orange Stück zu einer Rolle formen und Stücke in unterschiedlicher Größe abschneiden.

Zu unregelmäßigen Karotten formen.

Aus dem grünen Marzipan eine dünne Rolle formen und etwa gleichgroße Stücke abschneiden.

Zu solchem „Grünzeug“ formen:

Nun mit dem Zahnstocher je eine Vertiefung in das dickere Ende der Karotten drehen….

….ein Grünzeug reinstecken und leicht festdrücken. Mit allen Karotten so fortfahren.

Jetzt mit dem Zahnstocher „authentische“ Rillen und Macken in die Karotten formen.

Wir haben es fast geschafft. Nun wieder aus Gründen der Authentizität etwas Kakao auf ein Stück Backpapier geben…..

…und jeweils eine kleine Menge davon mit einem Pinsel auf den Möhren verteilen. Sie sollen so aussehen als hätten wir sie gerade aus der Erde gezogen. (was in der Tat weniger aufwändig gewesen wäre)

Die genaue Anzahl der Möhren spielt keine Rolle. Es werden auf jeden Fall eine ganze Menge…

Zurück zur Torte:
Carrot Cake aus dem Kühlschrank holen, den Rest des Frostings rundherum darauf verteilen (evtl. benötigt ihr nicht das ganze Frosting). Das muss nicht alles perfekt sein. Ich mag es, wenn man noch Streifen etc. sieht.

Vorsichtig die Backpapierstreifen entfernen….

….und nun nach Belieben mit den Karotten dekorieren.

Schön!..und unglaublich lecker!! Definitiv einer meiner Lieblingskuchen. (Die Torte bei Zimmertemperatur genießen. Hält sich im Kühlschrank bis zu einer Woche.)

Enjoy! und bleibt süß!

Brötchen mit Kartoffelflocken

Diese Brötchen sind unglaublich locker und fluffig. Dafür sorgen die zugefügten Kartoffelflocken. Ich mache sie besonders gerne zu Salaten und Suppen (wie z.B. zur Maissuppe von vorgestern…) und die Reste sind auch am nächsten Tag noch superweich und frisch. Schnell zusammengerührt sind sie auch. Allerdings muss der Teig insgesamt einige Stunden gehen – also rechtzeitig anfangen. Ihr werdet es nicht bereuen!
Zu den Zutaten:
Wir brauchen Mehl (Typ 550), Trockenhefe, Salz, Zucker und Olivenöl. Außerdem Kartoffelpüree-Flocken. Ich habe hier „Kartoffelpüree – Das Lockere“ von Maggi genommen. Ist eigentlich eher ein Pulver als Flocken.

Das Rezept

Brötchen mit Kartoffelflocken (12 Stück)

Die Zutaten

270 ml Wasser
3 EL Olivenöl
3 EL Zucker
1 1/2 Teel. Salz
65g Kartoffelflocken (s.o.)
375g Mehl, Typ 550
1 Packung Trockenhefe

Die Zubereitung

125g Mehl, Kartoffelflocken, Salz, Zucker und Hefe in einer Rührschüssel vermischen. Wasser und Öl vermischen und in der Mikrowelle in 20 Sekunden-Intervallen langsam erwärmen. Es sollte etwas wärmer als lauwarm sein. Zur Mehlmischung geben und etwa 3-4 Minuten in der Kitchen-Aid (Paddle-Attachment) oder dem Handrührer verrühren. Dann das übrige Mehl (250g) dazugeben und mit dem Knethaken (!!) weitere 5 Minuten kneten.
Mit einem Tuch abdecken und ca. 2 -3 Stunden gehen lassen.
Eine Auflaufform oder Backform mit Öl einfetten, evtl. mit Backpapier auslegen. (Meine Form ist ca. 18 x 28 cm groß. Ihr könnt aber auch eine 26cm-Springform o.ä. nehmen.)
Teig aus der Schüssel nehmen und durchkneten. Halbieren, zwei Rollen formen und jede Rolle in sechs gleiche Teile teilen. So ganz genau muss das nicht sein.
Die 12 Teile zu Kugeln formen und mit Abstand in die vorbereitete Form legen.
Wieder abdecken und nochmal mindestens 30 Minuten gehen lassen. Bis das Ganze so aussieht:
Ofen auf 185°C vorheizen (Ober- und Unterhitze). Sobald der Ofen heiß ist, die Brötchen ca. 20 Minuten backen. Noch warm oder kalt servieren.
Echt lecker!
Enjoy und bleibt trotzdem süß!

Corn-Chowder (Maissuppe)

So wie es aussieht konnte ich vor zwei Wochen die letzten frischen Maiskolben ergattern. Nämlich um diese Suppe zu machen, die ich nach einem Rezept von Ree Drummond (Blog: „The Pioneer Woman Cooks“) gekocht habe. Ausgesprochen lecker! Deshalb wollte ich gestern erneut nach Maiskolben Ausschau halten – vergebens. Ich klapperte drei gängige und auch weniger gängige Supermarktketten ab – kein Mais weit und breit. Offenbar ist die Saison zu Ende und zwar überall zeitgleich. Schade! Aber, wenigstens war es mir einmal vergönnt diese Suppe zu genießen und das möchte ich nun mit euch teilen. Ich freue mich schon auf die nächste Maissaison…
Uups! Jetzt fällt mir gerade ein, wenn ich keinen Mais bekomme, bekommt ihr den ja auch nicht….
Das ist blöd. Aber evtl. ist ja nur gerade ein Mais-Lieferengpass und ab nächster Woche sind die Läden wieder voll davon, oder ihr kauft gefrorenen Mais (den gibt´s bei „Metro“), oder ihr findet am Feldesrand noch ein paar ungeerntete Kolben und …..na ja, fragt den Bauern, ob ihr sie haben könnt.
Noch mehr Zutaten.
Nochmal zum Mais. Ihr braucht ne ganze Menge Kolben Zuckermais. Auf keinen Fall den aus der Dose nehmen. Das schmeckt nicht. Gefrorener ist ok (Ich würde mal sagen, man braucht ungefähr 500 – 600g für dieses Rezept.). Um die Kerne von den Kolben zu lösen, die Kolben „hochkant“ auf einen Teller oder ein Brett stellen, oben festhalten und mit einem scharfen Messer die Kerne von oben nach unten abschneiden. Das geht prima. Ein paar widerspenstige Körner werden dabei in der Küche rumfliegen, aber das bleibt übersichtlich. 
Außerdem brauchen wir Bacon, Zwiebeln, Sahne, eingelegte grüne Peperoni, Brühwürfel oder Instant-Brühe und Maismehl. Und Chipotle Peppers in Abdobo Sauce. HÄ?! Ja, die gibt´s bei uns leider nur über´s Internet. Ich habe sie mir bei Amazon bestellt, gleich mehrere Dosen. (ca.2,90€ pro Dose) Sieht so aus:
Das sind, wenn ich richtig informiert bin, geräucherte eingelegte Chilischoten. Richtig scharf!
Für dieses Rezept brauchen wir nur 2-3 Schoten. Den Rest könnt ihr in eine verschließbare Plastikdose umfüllen, im Kühlschrank aufbewahren und in Eintöpfe oder Suppen etc. schnippeln. Lecker! (Wenn ihr euch die ganze Bestellerei ersparen wollt, ersetzt ihr die Chipotles einfach durch noch mehr eingelegte grüne Peperoni. Es gibt auch eine Chipotle-Version von „Tabasco“ und „Cholula Hot Sauce“. Beides bekommt ihr hier z. B. bei Real. Davon könnt ihr auch ein paar Spritzer in die Suppe geben. Aber Vorsicht – das Zeug ist wirklich scharf.)

Das Rezept

Corn-Chowder (Maissuppe) (6-8 Portionen)

Die Zutaten

6 Maiskolben (Zuckermais)
100g Bacon
2 kleine oder 1 große Zwiebel
2-3 Chipotle-Chilis (s.o.)
300 ml Sahne
2 eingelegte grüne Peperoni
3 El Maismehl

Die Zubereitung

Die Maiskolben waschen und entkernen (wie oben beschrieben).
Bacon in dünne Streifen schneiden und in einem großen Topf bei mittlerer Hitze anbraten.
Zwiebeln hacken und dazugeben. Etwa 5 Minuten weiterbraten.
Dann den Mais dazugeben und etwas dünsten lassen.
Die Chipotle-Chilischoten fein hacken…..
…. und zum Mais geben. (Ich habe drei Schoten genommen und die Suppe war echt scharf. Wer es also nicht ganz so scharf mag, nimmt erstmal 1 bis 2 Schoten.)
3 Minuten weiterdünsten. Ein Liter kochendes Wasser (im Wasserkocher erhitzt) mit einer entsprechenden Menge Brühe vermischen und zusammen mit der Sahne zum Mais geben.
Gut verrühren, 1-2 grüne Peperoni hacken….
und dazugeben. 30 Minuten köcheln lassen. Evtl. mehr Brühe dazugeben (ich habe bestimmt insgesamt noch einen halben Liter Brühe nachgegossen).
Dann Maismehl….
…..mit 50ml Wasser verrühren……
…. und zur Suppe geben. Gut umrühren! Noch etwa 10 Minuten köcheln lassen, bis die Suppe etwas eingedickt ist.
Fertig!
Guten Appetit! Schmeckt super mit den „Brötchen mit Kartoffelflocken“, die ich in zwei Tagen posten werde..;-)

Enjoy und bleibt trotzdem süß!

Lauch-Speck-Kartoffel-Pizza

Ich wundere mich immer, dass sämtliche Supermärkte voll sind mit TK-Pizza. Es muss eine Riesennachfrage danach geben. Dabei ist Pizza doch so schnell und einfach selbst gemacht. Ich möchte hier also mal ein Wort für die gute, alte, gänzlich unitalienische selbstgemachte Pizza einlegen. Nicht, dass ich etwas gegen das klassische italienische Modell hätte. Ganz und gar nicht, aber dafür bräuchte ich einen heißen Stein, um den Boden auch nur annähernd dem Original getreu hinzubekommen. Und den habe ich (noch) nicht. 
Dieses Exemplar hier hat demnach einen dicken, weichen Boden und einen mehrschichtigen, eher untypischen, aber durchaus befriedigenden Belag aus Sauerrahm, Kartoffeln, Speck, Lauch und Käse – YUM.
Die Idee für dieses Rezept habe ich aus dem Buch einer meiner Lieblingsbloggerinnen, Ree Drummond. Sie ist unglaublich erfolgreich und hat bereits mehrere Kochbücher sowie Kinderbücher etc. veröffentlicht. Den BloggerInnen unter euch ist sie mit Sicherheit bekannt. Ich habe das Rezept ein wenig verändert. Das von Ree Drummond könnt ihr hier finden:
Die Zutaten:
Diesen Pizzateig mache ich nun schon seit über 30 Jahren. Der hat sich echt bewährt..;-)
Dafür brauchen wir Mehl (Typ 405 oder Typ 550), Trockenhefe, Salz, Olivenöl und lauwarmes Wasser.
Für den Belag Sauerrahm, Kartoffeln, Lauch, Speck (Bacon), Käse (Gouda, Cheddar oder was noch so im Kühlschrank rumlungert, evtl. etwas Parmesan), Salz, Pfeffer und auch etwas Olivenöl.
Salz und Pfeffer natürlich.

Das Rezept

Lauch-Speck-Kartoffel-Pizza

Die Zutaten

Boden:
600g Mehl (Typ 405 oder 550)
1 P. Trockenhefe
Salz
Olivenöl
lauwarmes Wasser (ca. 300-400ml)
Belag:
1 Packung Bacon (100g)
3 Stangen Lauch
Olivenöl
150 – 200g Sauerrahm
4-5 Kartoffeln
400g Käse (Gouda/ Cheddar etc.)
evtl. etwas Parmesan
Salz und Pfeffer

Die Zubereitung

Mehl, Hefe, ca. 1 Teel. Salz und ein ordentlicher Schuss Olivenöl in eine große Rührschüssel oder auch die Küchenmaschine geben. Nach und nach das Wasser dazugeben. Evtl. benötigt ihr etwas mehr oder weniger Wasser – je nach Mehl und Olivenölmenge. Ich gieße das Wasser langsam in die laufende Kitchen-Aid (Knethaken) oder Küchenmaschine (Flügelmesser). Wenn ihr den Teig mit einem Handrührer machen wollt, dann nehmt die Knethaken. So lange kneten bis ihr einen elastischen, glatten Teig habt. 
Zugedeckt ca. 30-60 Minuten gehen lassen, je nach Jahreszeit und entsprechender Raumtemperatur. Das Volumen sollte sich mindestens verdoppelt haben.
In der Zwischenzeit den Belag vorbereiten. Den Lauch gründlich waschen. Dafür ca. 3 cm über der Wurzel ansetzen und längs nach oben durchschneiden. So kann man die Schichten etwas auffächern und gut waschen. Dann quer in schmale Ringe bzw. Streifen schneiden.
Dann den Bacon ebenfalls quer in Streifen schneiden und bei mittlerer Hitze anbraten.
Auf einen Teller geben und zur Seite stellen. Den Lauch,evtl. mit noch etwas Olivenöl, in die Speck-Pfanne geben und anbraten bzw. dünsten.
Bis es so aussieht:
Mit Salz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer würzen. Die Kartoffeln waschen und mit der Mandoline (Gemüsehobel) oder einem Messer in sehr dünne Scheiben schneiden. Den Käse grob reiben.
Ofen auf 220° C vorheizen. Ein Blech mit Olivenöl einfetten, den Teig einmal ordentlich durchkneten und auf dem Blech ausrollen. Einfach ein wenig mit den Fingern drücken und schieben. Muss nicht unbedingt das ganze Blech ausfüllen.
Jetzt den Sauerrahm darauf verteilen.
Die Kartoffeln überlappend auf dem Rahm verteilen. 
Den Käse gleichmäßig auf den Kartoffeln verteilen.
Dann den Lauch
und den Speck verteilen.
Evtl. etwas Parmesan darüber reiben. Salz und Pfeffer dazu und ab in den Ofen. Ca. 10-15 Minuten backen oder bis alles schön goldbraun ist:
Wer mag mit etwas extra Sauerrahm servieren.
Mjam-mjam-mjam!
Enjoy und bleibt trotzdem süß!

Pull-Apart-Brot mit Pesto

Hierfür könnt ihr prima das „Pesto aus gerösteten Samen, Basilikum und Tomaten“ verwenden, das ich im letzten Post veröffentlicht habe. Pull-Apart-Brote sind ja nun schon seit einiger Zeit voll im Trend. Ist ja auch superpraktisch (und durchaus dekorativ) – man stellt das Brot einfach auf den Tisch und jeder kann sich seinen Teil abziehen. Also habe ich mich auch darangewagt und bin total begeistert. Ich verwende hier einen Quark-Ölteig, der schnell zusammengerührt, schnell im Ofen ist und noch warm gegessen werden kann. Yum!

Zu den Zutaten:

Ganz normales Mehl, Backpulver, Quark (Ich habe hier Speisequark mit 20 % genommen. Ihr könnt aber auch Magerquark nehmen, wenn euch das lieber ist.), Milch, Olivenöl, Ei (Bio, Gr.L), Zucker und Salz. Außerdem natürlich das“Pesto mit gerösteten Samen, Basilikum und Tomaten“ (jedes andere Pesto geht natürlich auch). Das war´s dann auch schon. Ist echt ne fixe Angelegenheit und macht dabei so viel her.

Das Rezept

Pull-Apart-Brot mit Pesto

Die Zutaten:

Teig:
400g Mehl
1 P. Backpulver
Salz
1 El Zucker
250g Magerquark
80 ml Milch
80 ml Olivenöl
1 Ei, Gr.L

zum Füllen:
Pesto mit gerösteten Samen, Basilikum und Tomaten´

Die Zubereitung:

Ofen auf 200°c (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Kastenform (ca. 25 cm lang) einfetten und mit Backpapier auslegen.
Mehl, Backpulver, ca. 1 Teel. Salz und Zucker in der einer großen Rührschüssel mischen. Alle übrigen Zutaten für den Teig dazugeben und mit dem Knethaken verkneten. Wenn der Teig zu feucht ist, noch etwas Mehl zugeben.
(Ich habe leider vergessen während der Zubereitung Fotos zu machen….)
Auf einer bemehlten Arbeitsfläche (am besten auch einer nur ganz leicht bemehlten Silikonmatte) nochmal durchkneten und zu einem ca. 30 x 70 cm große Rechteck ausrollen. Mit dem Pesto bestreichen und in ca. 20-25 Rechtecke schneiden. Die Kastenform hochkant an eine Wand oder Flasche etc. lehnen.Jetzt immer ein paar Rechtecke übereinander stapeln und in die Form legen – bis alle Rechtecke schön aufeinander gestapelt sind. Die Form ist jetzt nicht annähernd mit Teig gefüllt – keine Panik! Die Form wieder in die Waagerechte bringen und die Teigrechtecke mit beiden Händen so verteilen und in Form bringen, dass die Form gefüllt ist. Das sieht dann so aus (ab hier gibt´s Fotos):
Das kommt der Sache doch schon näher, nicht wahr?!
Jetzt ab in den Ofen damit (mittlere Einschubleiste), etwa 50-60 Minuten backen und evtl. nach ca. 30 Minuten mit Alufolie abdecken, damit uns die ganze Sache nicht verkohlt.
Aus dem Ofen holen und kurz auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Aus der Form stürzen….

…und ab auf den Tisch damit!

Soo lecker!! Und das auch noch nach mehreren Tagen.

Enjoy und bleibt trotzdem süß!

Pesto mit gerösteten Samen, Basilikum und Tomaten

Pesto – ist ja nun wirklich omnipräsent. Dabei bin ich ziemlich sicher, dass ich bis vor 10-15 Jahren noch nichts davon gehört hatte. Einmal für mich entdeckt, gab es dann kein Halten mehr. Ich hatte eine Phase während der ich fast täglich einen Riesenteller Spags mit Pesto aß – bis ich es wirklich nicht mehr riechen konnte. Ich hatte mich buchstäblich daran überessen. Inzwischen hat sich mein Umgang damit wieder normalisiert und ich kaufe und mache Pesto in diversen Geschmacksrichtungen immer wieder gerne: Klassisch, Bärlauch, Tomate, Walnuss etc. Warum eigentlich nicht mal mit Samen anstatt Nüssen? Und mit Basilikum UND Tomaten. 

Die Zutaten

Wir brauchen lediglich getrocknete Tomaten, frisches Basilikum, Knoblauch und ordentlich Olivenöl. Und jede Menge Samen. Ich habe hier alles genommen, was meine Küche so hergab: Sesamsamen, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne und Hanfsamen. Ihr könnt ja nehmen, was ihr am liebsten mögt.
Zum Schluss noch etwas Meersalz – fertig. Die ganze Sache ist Ratzfatz zusammengemixt und wenn ihr dann noch Lust auf Küche habt, könnt ihr gleich mit dem Pesto-Pull-Apart-Brot (wird als nächstes veröffentlicht) weitermachen. Dafür habe ich nämlich dieses Pesto benutzt. Superlecker!

Das Rezept

Pesto mit gerösteten Samen, Basilikum und Tomaten

Die Zutaten:

100g getrocknete Tomaten
120g Basilikumblätter
2 Knoblauchzehen
200g Samen, gemischt
ca. 250ml Olivenöl
Salz

Die Zubereitung:

Ofen auf 150°C vorheizen. (Umluft)
Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die gemischten Samen  gleichmäßig darauf verteilen.
Im Ofen auf der mittleren Einschubleiste etwa 25 Minuten rösten. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen.
In der Zwischenzeit Basilikumblätter waschen und abzupfen. Zarte Stängel kann man gut mitbenutzen. Den Knoblauch schälen.
Wenn die Samen etwas abgekühlt sind, alle Zutaten bis auf das Salz und das Olivenöl in eine Küchenmaschine (mit Flügelmesser-Einsatz) geben und mixen. Nach und nach Olivenöl dazugeben. Evtl. benötigt ihr weniger Öl. Mit Salz abschmecken.
In ein sauberes Glas füllen
und nochmal mit Olivenöl „abdichten“ (die Oberfläche sollte möglichst ganz von dem Öl bedeckt sein. So hält sich das Pesto länger.)
Im Kühlschrank aufbewahren.
Enjoy und bleibt trotzdem süß!

Maisbrot – mit allem Drum und Dran

Das erste Maisbrot habe ich als Kind in den Südstaaten gegessen  – und war bereits nach dem ersten Bissen völlig hin und weg. Das war damals ein ganz einfaches Maisbrot ohne Rüschen und Spitzen – warm serviert mit einem ordentlichen Stück Butter – lechz!
Seither finde ich Rezepte für Maisbrot aller Art in den Back- und Kochbüchern meiner Lieblingsautoren: Jamie Oliver, Martha Stewart, Donna Hay und auch Cynthia Barcomi – um nur einige zu nennen. Hier meine Version, die definitiv nicht zur Kategorie „einfach“ zählt und durchaus Elemente von Jamie Oliver aufweist. Ich esse es frisch am liebsten zu einem großen Salat und am nächsten Morgen zum Frühstück, getoastet mit Avocado, Speck, Tomate und Ei.

Die Zutaten:

Ich benutze eine Mischung aus gelbem Maismehl und Polenta. Außerdem rote Zwiebeln, Butter und frischen Mais. Zur Zeit findet man frische Maiskolben in den meisten Supermärkten. Um die Körner zu lösen, einfach den Kolben auf ein Brett stellen und mit einem scharfen Messer die Körner von oben nach unten „abschneiden“. Das geht ganz einfach – die Körner fliegen ein wenig in der Küche rum, aber die Sauerei bleibt übersichtlich. Am besten kauft ihr gleich eine ganze Menge davon, löst die Körner aus und friert einen Großteil für den Winter ein. Wenn ihr keinen Mais bekommen könnt, lasst ihr ihn einfach weg.
Wir brauchen noch Bio-Eier und Milch, Mehl, Salz, Pfeffer, geräuchertes Paprikapulver und Backpulver. Außerdem kräftigen Käse (z. B. alten Gouda). Kräftiger Käse gibt natürlich den intensivsten Geschmack, aber ihr könnt hier nehmen, was ihr wollt. Auch eine Mischung aus Käseresten, die noch im Kühlschrank rumhängen und nur darauf warten in in ein paar Tagen im Müll zu landen.
Zuletzt wollen wir noch ein wenig Schärfe. Hierfür nehme ich grüne oder rote Peperoni und rote Chilischoten (je nach gewünschter Schärfe).
Etwas Olivenöl für die Form.
Ich habe hier eine ca. 25 x 25 cm Backform benutzt. Eine Springform tut es aber auch, das Brot wird dann evtl. etwas flacher oder eben höher – je nach Größe der Form.

Das Rezept

Maisbrot – mit allem Drum und Dran

Die Zutaten:

70g Butter
2 rote Zwiebeln
3 grüne oder rote Peperoni
2 Maiskolben
1 Teel. geräuchertes Paprikapulver
4 Bio-Eier, Größe L
250 g Maismehl
100 g Polenta
80g Mehl
1 geh. Teel. Backpulver
250 ml Vollmilch
200 g alten Gouda
1-2 rote Chilischoten
Salz und Pfeffer
etwas Olivenöl

Die Zubereitung:

Ofen auf 200°C vorheizen (Ober- und Unterhitze).
Backform mit Olivenöl fetten und mit Backpapier auslegen.
Die Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Die Peperoni längs halbieren, entkernen und quer in dünne Streifen schneiden. Die Maiskolben wie oben beschrieben „entkernen“. Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen lassen und dann die Zwiebeln dazugeben. Etwa 5 Min. braten, hin und wieder umrühren. Dann Maiskörner und einen Großteil der Peperonistreifen dazugeben, noch ca. 3-4 Minuten mitbraten. Geräuchertes Paprikapulver dazugeben – 1 Min. mitdünsten. Vom Herd nehmen, etwas abkühlen lassen.
In der Zwischenzeit den Käse reiben und die Chilischoten längs halbieren, entkernen und quer in feine Streifen schneiden. 
In einer mittleren Schüssel Maismehl, Polenta, Mehl und Backpulver mischen. Eier in eine Rührschüssel geben und mit der Milch, der Mehlmischung und etwa 3/4 des Käses kräftig verrühren. Das geht mit einem Holzlöffel oder Schneebesen etc.
Dann die Zwiebelmischung und Chilischoten dazugeben.

Kräftig verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In die vorbereitete Form füllen, glattstreichen.

Die übrigen Peperonistreifen darüberstreuen.

Jetzt ab in den vorgeheizten Ofen (mittlere Einschubleiste) und etwa 40 Minuten backen. Nach etwa 20-25 Minuten schnell den restlichen Käse auf dem Brot verteilen.

Aus dem Ofen nehmen und kurz abkühlen lassen.

Guten Appetit!

Enjoy und bleibt trotzdem süß!

Ganz gewöhnliches Hummus – aber lecker!

Ich hadere ein wenig mit mir, ob ich dieses Rezept überhaupt posten soll, da es so oder in ähnlicher Form in jedem Orient-Kochbuch zu finden ist. Außerdem ist Hummus inzwischen auch in Deutschland in jedem Supermarkt zu finden – meist in mehreren Variationen. Warum also posten und warum eigentlich selbst machen?
Weil ich dieses Rezept einfach toll finde, es mindestens wöchentlich zubereite und in meinem Bekanntenkreis nun schon so oft danach gefragt wurde. Jetzt ist es also hier zugänglich und jeder soll damit machen, was er will.

Zu den Zutaten:
Wir brauchen Kichererbsen. Aus der Dose (kleine Dose, 400g) ist prima. Ihr könnt die Kichererbsen natürlich auch über Nacht einweichen und dann weich kochen. Ich nehme hierfür aber immer die aus der Dose.
Außerdem Olivenöl, Zitronensaft, Tahini (Sesam-Mus – gibt´s im türkischen Supermarkt, im Bioladen und inzwischen auch in vielen anderen Geschäften), Knoblauch, Kreuzkümmel, Salz und Wasser.
Und wir brauchen eine Küchenmaschine. Ein Pürierstab tut es sicher auch – habe ich aber noch nicht ausprobiert.

Das Rezept

Ganz gewöhnliches Hummus – aber sowas von lecker!

Zutaten:

1 kleine Dose Kichererbsen (400g)
2-3 EL Zitronensaft
2 Knoblauchzehen
3 EL Olivenöl
2-3 EL Wasser
3 EL Tahini
Kreuzkümmel und Salz – nach Geschmack

Zubereitung:

Küchenmaschine mit dem Flügelmesser vorbereiten. Kichererbsen in ein Sieb abgießen und gut mit kaltem Wasser abspülen. (Ich mag es überhaupt nicht, wenn noch was von der etwas schleimigen Dosenpampe an den Kichererbsen ist.) Knoblauch schälen und zusammen mit den Kichererbsen in die Küchenmaschine geben. Zitronensaft, Tahini, Wasser und Olivenöl auch dazugeben und auf höchster Stufe 1-2 Minuten zu einem relativ glatten Mus verarbeiten. Das war´s eigentlich schon. In kleines Schüsselchen füllen und mit Salz und Kreuzkümmel (je etwa 1 Teel.) abschmecken. 
Yummy! Steh´ ich total drauf! 
Enjoy und bleibt trotzdem süß!

Süßkartoffel-Hokkaido-Suppe mit Halloumi-Topping

Da wir nächste Woche in die Ferien fahren, will ich vorher noch möglichst alle mehr oder weniger frischen Vorräte verbrauchen. Ich entdeckte im Kartoffelkorb noch eine ganze Menge Süßkartoffeln und ein Hokkaido-Kürbis liegt auch schon ´ne Weile auf der Arbeitsplatte. Die Temperaturen in Deutschland rechtfertigen durchaus wieder das Kochen einer heißen Suppe und so war die Entscheidung schnell gefallen.

Zu den Zutaten:

Wie schon gesagt: Süßkartoffeln und Hokkaido. Ich kaufe immer die kleineren Süßkartoffeln, da sie weniger Fasern und mehr Geschmack haben. Einen ganzen Hokkaido-Kürbis, die Bio-Variante. Die Schale kann man mitessen (wie wir alle wissen) – ich mag es aber viel lieber ohne Schale. Das könnt ihr ja machen wie ihr wollt. Ich schäle meine Kürbisse immer mit dem ganz normalen Kartoffelschäler – das geht prima. Weil´s farblich und auch geschmacklich so gut passt, geben wir noch ein paar rote Linsen dazu. Außerdem Schalotten oder Zwiebeln (ich hatte nur noch Schalotten), ein ordentliches Stück Ingwer und eine dicke Knoblauchzehe. Ingwer und Knoblauch reibe ich auf der feinen Reibe – das geht auch prima. Dann brauchen wir noch eine Dose Kokosmilch, die Normalfett-Variante und Instant-Gemüsebrühe. Ich nehme meistens die von Alnatura – alles andere geht aber auch. An Gewürzen habe ich hier „Arabisches Orangengewürz“ und Zimt benutzt. Das Orangengewürz einfach deshalb, weil ich es im Schrank liegen habe und die Farbe passt. Zimt mag ich total – hier aber nur eine ganz kleine Prise. Wenn ihr kein Orangengewürz habt, nehmt ihr einfach, was in eurem Schrank so liegt. Ich würde Madras-Currypulver empfehlen. Zum Abschmecken Salz, evtl. Pfeffer und einen Schuss Agaven-Dicksaft oder Zucker.
Für das Halloumi-Topping braucht ihr eine Packung Halloumi-Käse (gibt´s inzwischen in fast jedem Supermarkt im Kühlregal), eine rote und eine grüne Peperoni und eine Handvoll Kürbiskerne. Außerdem für den Abschluss noch frischen Koriander. 
Ach ja, und ein wenig Olivenöl.

Das Rezept

Süßkartoffel-Hokkaido-Suppe mit Halloumi-Topping

Die Zutaten:

Für die Suppe:
4-5 kleine bis mittelgroße Süßkartoffeln
1 Bio-Hokkaido
Olivenöl
2 Schalotten oder 1 große Zwiebel
ein daumengroßes Stück Ingwer
1 große Knoblauchzehe
200 g rote Linsen, getrocknet
2 Teel. Arabisches Orangengewürz oder Currypulver
1 Prise Zimt
2 Liter Instantgemüsebrühe (nach Packungsanleitung)
1 Dose Kokosmilch (400 ml)

zum Abschmecken:
Salz, Pfeffer, Agaven-Dicksaft oder Zucker

Für das Topping:
ewas Olivenöl
1 Packung Halloumi-Käse (ca. 230g)
1 grüne Peperoni
1 rote Peperoni
eine gute Handvoll Kürbiskerne
frischer Koriander
evtl. etwas Naturjoghurt zum Servieren

Die Zubereitung:

Süßkartoffeln schälen und würfeln. Hokkaido halbieren, mit einem Löffel gründlich Kerne und Fasern entfernen, schälen und auch würfeln. (ergibt jetzt zusammen etwa 1 kg Gemüse)

Die Schalotten schälen und fein hacken. Knoblauch und Ingwer schälen und fein reiben.

Einen Schuss Olivenöl in einem großen Topf bei mittlerer Hitze erhitzen, Schalotten dazugeben und ca. 5 Min. weich dünsten (Wenn sie etwas brauch werden, ist das nicht so schlimm. Das gibt Geschmack.).

Dann Ingwer und Knoblauch dazugeben, kurz mitbraten. Linsen in einem feinen Sieb waschen, abtropfen lassen und mit dem Gemüse in den Topf geben.

Curry oder Orangengewürz und Zimt dazugeben, kurz mitdünsten. Heiße Brühe dazugeben, zum Kochen bringen. Ca. 300 ml Kokosmilch einrühren.

Alles in etwa 30 Min. weich kochen.

In der Zwischenzeit Halloumi in feine Würfel schneiden. Peperoni halbieren entkernen und quer in Streifen schneiden.

Wenn das Gemüse weich und die Linsen zerfallen sind, die Suppe mit dem Stabmixer pürieren, restliche Kokosmilch dazugeben und mit Salz, evtl. Pfeffer, Agaven-Dicksaft (oder Zucker) abschmecken. Nochmal aufkochen lassen.

Für das Topping etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und Halloumi, Kürbiskerne und Peperoni dazugeben. Das Ganze wird zuerst etwas wässrig, aber keine Sorge, einfach weiter bei mittlerer Hitze braten bis alles schön gebräunt und etwas knusprig ist. Das geht recht flott.

Suppe in Schüsseln füllen, Topping drauf, evtl. auch noch einen Klecks Joghurt dazugeben und ordentlich frischen Koriander darüber streuen. Soo lecker!

Enjoy und bleibt trotzdem süß!

Multikorn-Brot mit Nüssen und Samen

Genug mit dem ganzen Süßkram! Heute backe ich Brot – kernig, knackig und gesund. Vor ein paar Tagen holte ich meine – inzwischen bestimmt schon 25 Jahre alte – Körnermühle aus dem Keller und, nachdem ich sie ein wenig gehegt und gepflegt habe, erstrahlt sie jetzt wieder in neuem Glanz und ist einsatzbereit. So wie ich. Wir werden also zusammen Brot backen.

Einige Worte zu den Zutaten:
Meine Getreidemühle und ich mahlen also unser eigenes Mehl. Dazu habe ich eine Mehrkörnermischung gekauft mit Roggen, Weizen, Hafer, Hirse etc. Die gibt´s von Alnatura. Ihr könnt aber auch eure eigene Mischung herstellen oder schon fertig gemahlenes Vollkornmehl kaufen. Ihr solltet lediglich darauf achten, dass der Roggenanteil 40-50% nicht übersteigt, denn dann würdet ihr mehr Sauerteig benötigen und das wäre dann ein ganz anderes Rezept. 
Ich mahle die Körner also ganz frisch und zwar auf der feinsten Einstellung. Wenn ihr das Mehl gerne grober habt, dann könnt ihr die Hälfte des Mehls durch groberes Mehl oder Schrot ersetzen. 
Außerdem brauchen wir Sauerteig und Hefe – beides gibt´s abgepackt im Bioladen oder Supermarkt. Hier habe ich fertigen flüssigen Sauerteig und Trockenhefe verwendet. Noch Salz, ein wenig Honig einen guten Schuss Olivenöl und der Grundteig ist fertig. Das war die Pflicht…

…jetzt kommt die Kür. Was ihr nach dem Gehen eurem Brot noch so alles antut, bleibt ganz euch und eurem Geschmack überlassen. Ich finde Sesam, Sonnenblumen- und Kürbiskerne toll. Außerdem eine Handvoll Chiasamen – die machen das Brot schön knusprig und gleichzeitig saftig und noch gesünder. Alle Arten von Nüssen – immer rein damit (gerne auch vorher geröstet). Trockenfrüchte machen sich auch immer gut – Rosinen, Cranberries, Aprikosen, Feigen etc. Gewürze wie Koriander, Kümmel oder Kreuzkümmel finden´s gut im Brot. Ein ordentlicher Klops Erdnussbutter kann auch nicht schaden (Ich habe hier die ganz normale crunchy Erdnussbutter verwendet. Erdnussmus oder die natürliche Variante sind auch prima.)  Alles in allem aber nicht übertreiben, sonst geht Hefe und Sauerteig auf halbem Weg die Puste aus.

Das Rezept

Multikorn-Brot mit Nüssen und Samen

Die Zutaten:

300ml lauwarmes Wasser
2 EL Honig
10g Trockenhefe (1 Beutel)
1-2 Teel. Salz
500g Vollkornmehl (frisch gemahlen oder schon gemahlen gekauft)
1 guter Schuss Olivenöl (Nussöl ist auch prima)
ca. 200g Samen, Nüsse, Gewürze und/oder Trockenfrüchte gemischt
2 EL Erdnussbutter

Die Zubereitung:

Die Trockenhefe in einem Messbecher mit dem Honig verrühren, bis es eine cremige Paste ergibt. Lauwarmes Wasser dazugeben, verrühren und ca. 15 Min. ruhen lassen bis die Hefe aktiv bzw. die ganze Sache schaumig wird. In einer großen Rührschüssel das Mehl mit dem Salz vermischen, Hefepampe und Öl dazu. Wenn ihr Chiasamen benutzen wollt, auch jetzt dazu. Dann können die Samen schön vollquellen und das Brot später frisch halten. Alles zu einem Teig kneten. Der Teig ist noch recht feucht. Das soll auch so sein, denn nach dem Gehen hat das Vollkornmehl viel von der Feuchtigkeit aufgesogen und der Teig lässt sich dann merklich besser verarbeiten. Nur Geduld.
Die Schüssel mit einem Küchentuch abdecken und den Teig etwa eine Stunde gehen lassen. Das Volumen sollte sich in der Zeit deutlich vergrößert haben.
Nun sämtliche Nüsse, Samen, Trockenfrüchte und die Erdnussbutter zufügen.
 Und gut verkneten.
In gefettete und mit Backpapier ausgelegte Formen füllen. Ich habe hier eine Kastenform benutzt. Ihr könnt aber auch runde Formen oder Keramikformen nehmen. Der Teig sollte eben halbwegs reinpassen.
Nochmal zugedeckt an warmem Ort gehen lassen bis es ungefähr so aussieht:
Das dauert keine Stunde mehr. In der Regel reichen 20-30 Minuten.
Ofen auf 180 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Dann das Brot für ca. 40 – 50 Minuten in den Ofen. Danach kurz in der Form auf einem Kuchengitter abkühlen lassen, dann aus der Form stürzen und ganz abkühlen lassen.(Wenn es beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt, ist es fertig.) Das Brot schmeckt am nächsten Tag besser.
Enjoy und bleibt trotzdem süß!