Das Brot

Ich mag Brot wirklich in allen Varianten. Mal kernig und knusprig, mal weiß und weich, mal grob, mal fein, mal Bio und auch mal aus der Dose. Und am liebsten noch etwas warm aus dem Ofen. Dieses Exemplar hier ist groß und rund und knusprig – fast wie ein Brot aus dem Holzofen. Der Trick dabei ist, dass das Brot bei hoher Temperatur in einem gusseisernen Topf im Ofen gebacken wird. Das ergibt eine superknusprige Kruste und weiche Krume – einfach perfekt! Außerdem ist der Teig in Rekordzeit zusammengerührt, kann auf jede erdenkliche Art aufgepeppt und auch portionsweise gebacken werden. Der Rest wartet einfach im Kühlschrank auf seinen Auftritt.
Auf dem Blog „Überall & Nirgendwo“ bin ich erstmalig auf diese Art der Brot-Zubereitung gestoßen. Das Rezept habe ich seither etwas verändert, aber die Idee ist von o. g. Blog geklaut..;-) – vielen Dank dafür.
Die Zutaten kann man an einer Hand abzählen: Dinkelmehl (Typ 630), Weizenvollkornmehl, frische Hefe, Salz, helles mildes Bier (z.B. Beck´s Gold), Zucker und Reisessig. (Ok, zum Abzählen braucht man eine Hand und zwei Finger…) Wasser brauchen wir auch noch.
Der Teig ist wirklich in Minutenschnelle zusammengerührt, aber ihr müsst ein wenig vorausplanen, da der Teig mindestens 24 Stunden im Kühlschrank ruhen sollte. Ihr könnt ihn aber locker bis zu einer (oder sogar zwei) Woche lagern. Hin und wieder sollte der Teig dann aber umgerührt werden.

Das Rezept

Das Brot

Die Zutaten

850 g Dinkelmehl (Typ 630)
350 g Weizenvollkornmehl
450 ml lauwarmes Wasser
1/2 Würfel Hefe
1 Teel. Zucker
4 Teel. Salz
330 ml helles, mildes Bier
1-2 Teel. Reisessig

Die Zubereitung

Beide Mehlsorten mischen, beiseite stellen.
Wasser in eine große Rührschüssel geben und die Hefe mit dem Zucker darin auflösen.
Alle weiteren Zutaten dazugeben….
…..und mit den Knethaken zu einem glatten Teig kneten.
Mit eingefetteter Klarsichtfolie abdecken und ca. 2 Stunden gehen lassen.
Nochmal kneten….
…abdecken und ab in den Kühlschrank. Der Teig geht im Kühlschrank erstmal weiter auf, so dass ihr ihn anfangs alle zwei bis vier Stunden kontrollieren und bei Bedarf kneten solltet. Wenn man den Teig am frühen Nachmittag ansetzt, hat er sich bis zum Abend so weit beruhigt, dass er (und auch der Kühlschrank) die Nacht ohne weitere Zuwendung überstehen. Am nächsten Morgen nochmal kneten und dann hält er locker einen Arbeitstag durch. Diesen letzten Teig hatte ich drei Tage im Kühlschrank stehen bevor ich zum Backen kam. Da sah er so aus:
Am Backtag also aus dem Kühlschrank nehmen und nochmal ohne vorheriges Kneten etwa 2 Stunden auf Zimmertemperatur bringen. Nach drei Tagen Gehen im Kühlschrank tut sich jetzt nicht mehr viel – das ist total ok.
Etwa eine Stunde vor dem Backen einen gusseisernen Topf mit Deckel o. Ä……
…..auf die zweite Einschubleiste von unten in den Ofen stellen und auf 230°C vorheizen.
Dann nach einer Stunde, wenn alles knallheiß ist, den Deckel vom Topf nehmen und den Teig  in den heißen Topf füllen. Deckel wieder drauf, Ofentür schließen und 35-40 Minuten in Ruhe lassen. Dann den Deckel abnehmen und nochmal 10-15 Minuten bräunen lassen.
Auf einem Kuchenrost kurz abkühlen lassen…..
…aus dem Topf nehmen. (Das geht ganz leicht.)
Das sieht doch einfach großartig aus!
Jetzt mindestens lauwarm abkühlen lassen und YUM!
Enjoy und bleibt trotzdem süß!

Schnelle Thunfisch-Nudeln

Dieses Rezept mache ich nun schon seit mehreren Jahren und es erfreut sich in unserer Familie nach wie vor größter Beliebtheit. Es ist tatsächlich so beliebt, dass mein Sohn sich dieses Gericht als Geburtstagsessen gewünscht hat. Es stammt aus meiner Jamie Oliver-Phase und aus seinem Buch „Besser Kochen mit Jamie“. (Das ist übrigens ein großartiges Kochbuch und bei mir regelmäßig in Gebrauch.) Ich habe es nur ganz leicht verändert. Nicht der Rede wert.
Besonders gut an diesem Gericht gefällt mir die Kombination aus Tomaten und Thunfisch mit einem Hauch Zimt und Zitrone. Und Nudeln gehen sowieso immer.
Die Zutatenliste ist übersichtlich und simpel. Wir brauchen Dosen-Thunfisch. Ich verwende – so auch Jamie Oliver – Thunfisch in Öl, aber in der Not geht auch Thunfisch im eigenen Saft. Dazu brauchen wir Nudeln, am besten Penne oder ähnlich kurze Röhrennudeln. Dann noch rote Zwiebeln, Chilischoten (Vogelaugen), Basilikum, Eiertomaten aus der Dose, Zitrone, Parmesan, Olivenöl, Salz und Pfeffer.

Das Rezept

Schnelle Thunfisch-Nudeln (6-8 Portionen)

Die Zutaten

2 rote Zwiebeln
2 frische oder gefrorene Chilischoten (Vogelaugen)
1 Bund Basilikum
1-2 Teel. Zimt (je nach Geschmack)
3 Dosen Eiertomaten (je 400 g)
900 g Dosen-Thunfisch (in Ölivenöl, s.o.)
Salz und Pfeffer
750 g Rigatoni oder Penne
Saft und Schale von 1 Zitrone
Parmesan
Olivenöl

Die Zubereitung

Zuerst die Zwiebeln schälen und fein hacken. Ich mach das in der Küchenmaschine.
Dann die Basilikumblätter von den Stängeln zupfen und beiseite legen. Stängel fein hacken.
Chilischoten entkernen und in feine Streifen oder Ringe schneiden.
Thunfisch abtropfen lassen.
Einen guten Schuss Olivenöl in einem großen Topf bei mittlerer Hitze erhitzen.
Zwiebeln, Chili, Basilikumstängel und Zimt dazugeben. 
Einige Minuten weich dünsten.
Tomaten mit Saft dazugeben.
Dann den abgetropften Thunfisch untermischen.
Temperatur etwas erhöhen. Tomaten zerdrücken, etwas salzen und alles 20 Minuten vor sich hin köcheln lassen. Ab und zu umrühren. (Ich lasse von den 20 Minuten etwa 10 Minuten den Deckel auf dem Topf.)
In der Zwischenzeit die Nudeln nach Packungsanleitung al dente kochen, abgießen und zur Sauce geben.
Mit Zitronensaft, -schale, Salz und Pfeffer abschmecken.
Parmesan….
….und zerrupfte Basilikumblätter zugeben.
Alles nochmal vermischen.
Fertig!
Mit….

…oder ohne Parmesan servieren.
Das ist lecker!
Enjoy und bleibt trotzdem süß!

Schnelles Mandelmus mit Fleur de Sel

Vor Kurzem habe ich das Rezept für eine Nuss-Nougat-Creme veröffentlicht. Dieses heutige Rezept ist sehr ähnlich und eigentlich ein Arbeitsschritt der Creme. Ich finde es aber so unglaublich lecker, dass ich es hier nochmal auf diese Art veröffentlichen möchte. Ich stehe total auf Nüsse und mit Ausnahme der gemeinen Haselnuss habe ich das Glück, mal nicht allergisch zu reagieren. Mit den kernigen Gesellen kann ich mich also völlig hemmungslos austoben. Und, so einfach dieses Mandelmus in seiner Herstellung auch sein mag, es ist nahezu unwiderstehlich im Geschmack. Allein der Geruch macht mich völlig irre. 
ZWEI Zutaten:
Mandeln und Fleur de Sel.
Außerdem brauchen wir eine Küchemaschine, einen guten Mixer oder eine Moulinette. Ohne so ein Gerät werden die Nüsse nicht fein genug gemahlen. Evtl. schafft das auch eine elektrische Kaffeemühle. Damit habe ich aber keine Erfahrung.

Das Rezept

Schnelles Mandelmus mit Fleur de Sel

Die Zutaten

400 g ganze Mandeln mit Haut
Fleur de Sel

Die Zubereitung

Ofen auf 150°C (Umluft) vorheizen.
Mandeln auf einem Blech verteilen und im heißen Ofen 15-20 Minuten rösten.
Portionsweise in die Küchenmaschine (s.o.) geben (je etwa 2 Handvoll),…..
 …..eine kleine Prise Fleur de Sel dazugeben……
und zu einer Paste mixen lassen. Zwischendurch immer mal wieder die Seiten abschaben.
Nachdem alle Nüsse verarbeitet wurden, ist die Maschine jetzt wahrscheinlich ziemlich warm geworden.  Etwa 10 Minuten abkühlen lassen und dann das Ganze wiederholen. Einen Teil der Nusspaste also wieder in die Küchenmaschine geben…..
…..und so lange mixen bis die Masse deutlich flüssiger geworden ist.
In eine kleine Schüssel umfüllen und mit Fleur de Sel abschmecken.
Nochmal gut verrühren…..
…..und in ein sauberes Glas umfüllen.
Sehr, sehr, sehr, sehr gut.
Das Nussmus hält sich ne ganze Weile im Kühlschrank. Auf Brot, mit etwas gehacktem Knoblauch gemischt als Pesto zu Nudeln, auf Keksen und Cookies, als Dip zu Gemüse oder einfach pur genießen.
Enjoy und bleibt trotzdem süß!

Puten Pot Pie

….oder Chicken Pot Pie. Wie ihr mögt. Da ich hier die Reste des Weihnachts-Truthahns verwendet habe, gibt´s bei uns heute eben Puten Pot Pie. Der ist echt lecker – und auch ziemlich schnell zusammengerührt. Vor allem dann, wenn man das Glück hat noch eine Portion Pate Brisée in der Tiefkühltruhe zu haben. Wenn nicht, rührt man die eben auch noch fix zusammen. Kein Problem.
Das hier ist ein prima Gericht für kalte, graue Tage mit jeder Menge Hunger. 
Zu den Zutaten.
Wir brauchen Staudensellerie, Möhren, Zwiebeln und TK-Erbsen. Außerdem gegartes Hähnchen- oder Truthahnfleisch – am besten weißes und braunes. Ihr könnt hierfür extra ein Hähnchen braten oder ein fertiges Brathähnchen kaufen oder – so wie ich – Reste verwenden. Dann fehlt noch Butter, Mehl, Instant-Hühnerbrühe, etwas Sherry (medium) und Sahne. An Gewürzen habe ich getrockneten Thymian, Salz und Pfeffer verwendet. Für den Deckel habe ich den gleichen Teig wie für meinen Apple-Pie genommen (und kopiere die Beschreibung hier nochmal rein). Wir brauchen also Mehl, Butter, Salz und Eiswasser. Dafür einfach einige Eiswürfel in eine kleine Schüssel geben, ca. 50 ml Wasser dazugeben und abkühlen lassen. Ihr werdet nicht den ganzen Teig benötigen. Reste flach gedrückt einfrieren und beim nächsten Pie verwenden.

Als Form habe ich hier eine Keramik-Form mit ca. 25 cm Durchmesser verwendet. Ihr könnt nehmen, was ihr habt. Jede passende Auflaufform oder Backform ist ok.

Das Rezept

Puten Pot Pie

Die Zutaten

Teig

325 g Mehl
1 Teel. Salz
250 g kalte Butter
ca. 60 ml Eiswasser

Füllung
4 Sellerie-Stangen
3-4 Möhren
2 Zwiebeln
60 g Butter
eine Handvoll gefrorene Erbsen
350 – 400 g gegartes Putenfleisch (braun und weiß) oder Hähnchen
30 g Mehl
500 ml Hühnerbrühe (aus Instantbrühe hergestellt)
ein Schuss Weißwein
250 ml Sahne
1 Teel. getrockneter Thymian
1 Teel. Salz
Pfeffer nach Geschmack

Die Zubereitung

Zuerst den Teig zubereiten. Das macht man am besten schon am Vortag. Ich mache immer gleich die doppelte Portion und friere den Rest ein.
Eiswasser (s.o.) zubereiten.
Mehl, Salz und kalte Butter in eine Küchenmaschine geben (Flügelmesser)…..
 ….und ca. 30 Sek. verrühren bis die ganze Sache so aussieht:
Bei laufender Maschine das Eiswasser (ohne Eiswürfel) langsam einlaufen lassen. Evtl. benötigt ihr nicht das ganze Wasser, evtl. etwas mehr. Nicht länger als 30 Sek. verrühren, sonst wird der Teig zäh.
Teig in zwei Teile teilen, platt drücken und in Klarsichtfolie einwickeln.
Im Kühlschrank kühlen oder einfrieren (je nach Bedarf).
Jetzt den Ofen auf 200°C vorheizen.
Möhren schälen und zusammen mit den Zwiebeln und dem Sellerie fein würfeln. Ich mache das immer in der Küchenmaschine. Das geht ratzfatz. Wenn noch ein paar größere Würfel dabei sind, macht das überhaupt nichts.
Butter in einem großen Topf zerlassen, Gemüse dazugeben und einige Minuten dünsten.
In der Zwischenzeit das Putenfleisch grob würfeln…..
…..und in den Topf geben.
Kurz verrühren und dann das Mehl dazugeben.
Einige Minuten unter Rühren dünsten lassen. Dann Brühe und Wein dazugießen, weiterrühren.
Erbsen dazugeben.
Kurz mitköcheln lassen, dann die Sahne einrühren.
Gewürze dazugeben.
Noch ca. 5 Minuten eindicken lassen. Eine Teigplatte (evtl. benötigt ihr auch noch einen Teil der zweiten Platte.) auf etwa die Größe der verwendeten Auflaufform ausrollen.
Die Füllung in die Form geben.
Teigdeckel darüberklappen.
Ränder ein wenig trimmen und andrücken und mit einem scharfen Messer „Lüftungsschlitze“ in die Mitte ritzen.
Im heißen Ofen auf der mittleren Einschubleiste ca. 35-40 Minuten goldbraun backen. Die Füllung sollte am Rand blubbern.
Fertig! Soo lecker.
Enjoy und bleibt trotzdem süß!

Dicke Griechische Bohnen

Als Linsenfan habe ich mich ja schon geoutet -heute folgt das Bohnen-Bekenntnis. Ich finde Hülsenfrüchte ganz allgemein super. Es gibt sie in allen Farben und Größen – das finde ich super. Ich finde es super, dass sie günstig sind, dass sie sich ewig lagern lassen und man mit wenigen einfachen Zutaten einen echten Leckerbissen aus ihnen kochen kann. Außerdem sind sie gesund – auch super. Heutzutage liest man ja überall vom sogenannten Superfood und ich möchte mich jetzt auch gar nicht in die Diskussion darüber einmischen, aber für mich gehören Hülsenfrüchte eindeutig in die Kategorie „Superfood“. 
Heute stelle ich euch eines meiner vielen Lieblingsrezepte vor: Dicke griechische Bohnen. Die sind soo lecker. In der Vergangenheit habe ich die Bohnen nach 12 Stunden Einweichzeit noch etwa zwei Stunden gekocht, um sie dann noch für etwa 1,5 Stunden im Ofen zu schmoren. Kein großer Arbeitsaufwand, aber eine laaange Wartezeit. Dieses Mal wollte ich die ganze Angelegenheit etwas abkürzen und habe die eingeweichten Bohnen im Schnellkochtopf weich gegart. Das hat prima geklappt und spart mal locker ´ne gute Stunde ein. Und, ich habe den Eindruck die Bohnen werden auf diese Weise noch etwas cremiger bzw. weicher. Ihr macht es einfach wie ihr mögt und werdet – das verspreche ich – so oder so begeistert sein.
Zu den Zutaten:
Wir brauchen getrocknete dicke Bohnen (Lima-Bohnen). Das sind die größten weißen Bohnen, die man bei uns in der Regel bekommt. Wenn der Supermarkt um die Ecke nicht damit dienen kann, bekommt ihr sie ganz sicher im nächsten türkischen Lebensmittelgeschäft. Außerdem brauchen wir Lorbeerblätter, gehackte Tomaten aus der Dose, Zwiebeln, jede Menge Knoblauch, gehackte Petersilie (Ich habe hier italienische TK-Kräuter verwendet, weil ich nichts anderes mehr hatte.), ne Menge Olivenöl, Salz, Pfeffer und Semmelbrösel.

Das Rezept

Dicke Griechische Bohnen

Die Zutaten

500 g getrocknete weiße Lima-Bohnen
2 getrocknete Lorbeerblätter
2  kl. Dosen gehackte Tomaten (je 400 g)
3- 4 Zwiebeln, gehackt
6 Knoblauchzehen, gehackt
1/2 Bund Petersilie, gehackt (oder TK-Kräuter)
100 – 150 ml Olivenöl (je nach Geschmack)
3-4 El. Semmelbrösel

Die Zubereitung

Am Vortag Bohnen in reichlich kaltem Wasser einweichen.
Am nächsten Tag sind sie deutlich aufgequollen.
In ein Sieb abgießen und gut mit kaltem Wasser abspülen.
Jetzt in einen Topf oder Schnellkochtopf geben, reichlich kaltes Wasser und die Lorbeerblätter dazugeben.
Deckel drauf,….
….., Schnellkochtopf gut verschließen, bei hoher Hitze auf höchste Stufe erhitzen, Temperatur runterschalten und ca. 30-35 Minuten auf höchster Druckstufe weich garen. Im regulären Topf beträgt die Garzeit 1,5 – 2 Stunden. 
Dann vorsichtig Druck ablassen und die Bohnen wieder in ein Sieb abgießen und kalt abspülen.
Lorbeerblätter entfernen und Bohnen in eine große Schüssel geben. Ofen auf 180 °C (Umluft) vorheizen.
Tomaten,…..
….gehackte Zwiebeln und Knoblauch (Ich mache das in der Küchenmaschine – das geht ratzfatz..),…
….Kräuter und…..
…..das ganze Olivenöl dazugeben.
Alles gut vermischen,…..
….in eine Auflaufform geben und…..
…..Semmelbrösel gleichmäßig darauf verteilen.
Das Ganze mit Alufolie abdecken…..
….und für 75 Minuten in den heißen Ofen stellen (mittlere Einschubleiste). Nach 45 Minuten die Folie abnehmen, damit die Oberfläche schön braun wird.
Jetzt entweder warm oder kalt, mit oder ohne Schafskäse servieren. Schmeckt auch gut zu Brot oder gegrilltem oder gebratenem Fleisch.
Yum!

Hackfleisch-Chili für Tacos und Tortillas

Heute stelle ich euch ein ganz einfaches Chili-Rezept vor, das sich prima vorbereiten und auch portionsweise einfrieren lässt, um es dann bei passender Gelegenheit ratzfatz aus dem Ärmel bzw. der Tiefkühltruhe zu ziehen. Es ist ein recht „trockenes“ Chili mit wenig Soße und daher perfekt geeignet zum Füllen von Tacos und Tortillas oder geschichtet mit Nacho-Chips und überbacken mit Käse. 
Es handelt sich hierbei übrigens um ein weiteres Pioneer Woman – Rezept aus dem Buch „The Pioneer Woman Cooks – Dinnertime“ von Ree Drummond. Ich habe nur kleine Änderungen vorgenommen.
Ein paar Worte zu den Zutaten:
Wir brauchen Rinderhackfleisch. (Ich habe hier Bio-Fleisch verwendet.) Außerdem Öl, Knoblauch, passierte Tomaten und Tomatenmark. An Gewürzen benötigen wir Chili-Pulver, gemahlener Kreuzkümmel (Cumin), Oregano, Salz und Cayenne-Pfeffer. Dazu noch Kidney- und Borlotti-Bohnen sowie etwas Maismehl.
Das Rezept ergibt eine Menge Chili und kann prima portionsweise eingefroren werden.

Das Rezept

Hackfleisch-Chili für Tacos und Tortillas

Die Zutaten

1 El. Öl
1,6 kg Rinderhackfleisch
6 Knoblauchzehen
500 ml passierte Tomaten
150 g Tomatenmark
1-2 El. Chili-Pulver
2 Teel. Cumin (s. o.)
2 Teel. Oregano (gerebelt)
2 Teel. Salz
1/2 Teel. Cayenne-Pfeffer
2 Dosen Kidney-Bohnen (je 400 g)
2 Dosen Borlotti-Bohnen (je 400 g)
50 g Maismehl

Die Zubereitung

Knoblauch schälen.
Das Öl in einem großen Topf bei mittlerer Wärmezufuhr erhitzen. 
Das Fleisch dazugeben.
Die Knoblauchzehen durch die Knoblauchpresse dazudrücken.
Vermischen und braten bis alles gut durchgegart ist. Einen großen Teil der Flüssigkeit abgießen.
Die passierten Tomaten,….
….Tomatenmark….
…. und Gewürze hinzufügen.
Gut vermischen und alles abgedeckt bei niedriger Hitze ca. 1 Stunde köcheln lassen. Hin und wieder umrühren und bei Bedarf etwas Wasser zugeben.
Nun die Bohnen abgießen, abspülen und zum Chili geben.
Gut verrühren.
In einer kleinen Schüssel das Maismehl….
…..mit dem Wasser mischen.
Ich hatte nur noch speziell bearbeitetes vorgegartes Maismehl und endete daher mit einer ziemlich festen Pampe. Ihr nehmt normales Maismehl, dann bleibt euch das erspart.
Zum Chili geben….
…und gut verrühren. Nochmal ca. 10 Minuten köcheln lassen.
Fertig! Je nach Bedarf einen Teil davon abkühlen lassen und einfrieren.
Den Rest nach Wunsch mit Tacos oder Tortillas, Salat, Tomaten, Salsa, Saurer Sahne und geriebenem Käse servieren.
YUM! Richtig gut.
Enjoy und bleibt trotzdem süß!

Kinderessen: Käsemacaroni (Mac´ n´ Cheese)

Dieses Gericht ist ernährungsphysiologisch echt ´ne Niete: high in carbs, high in fat, low in Basllaststoffen und definitiv low in Vitaminen – Aber: Es ist echt lecker und absolut kindersicher.  Da gibt´s kein Gemecker und Gejaule – und alleine dafür nehme ich die ganze Fragwürdigkeit zumindest etwa einmal monatlich gerne in Kauf. Nach dem Essen werden die Kids dann zum Gemüse einkaufen geschickt – zu Fuß…;-) Wen das schlechte Mama-Gewissen trotzdem noch plagt, serviert einfach einen großen Teller Salat dazu, dann relativiert sich die ganze Sache schon wieder. 
Zu den Zutaten:
Wir brauchen natürlich Macaroni und jede Menge Käse. Klassischerweise nimmt man den orangen Cheddar, aber ihr könnt auch Reste nehmen oder eine Mischung – Hauptsache der Großteil besteht aus Schnittkäse, also festem Käse (Gouda, Emmentaler, Cheddar etc.). Ein wenig Parmesan dazu ist auch nicht schlecht. Außerdem brauchen wir Butter, Ei, Mehl und Milch. Zum Würzen Senfpulver oder scharfer Senf, Salz und Pfeffer.
Das Originalrezept habe ich aus dem Buch „The Pioneer Woman Cooks – Recipes from an accidental Country Girl“ von Ree Drummond. Ich habe es ein klein wenig verändert.

Das Rezept

Kinderessen: Käsemacaroni (Mac´n´Cheese)

Die Zutaten

500 g Macaroni
1 Ei
60 g Butter
2 leicht gehäufte El Mehl
600 ml Vollmilch
2 Teel. Senfmehl oder scharfer Senf
450 g Käse (s. o.)
1 Teel.Salz
1 gute Prise frisch gemahlene Muskatnuss
schwarzer Pfeffer

Die Zubereitung

Ofen auf 180°C vorheizen (Ober- und Unterhitze).
Die Macaroni etwa 5 Minuten in kochendes Wasser geben. Sie sollen nicht fertig garen. Abgießen und zur Seite stellen.

Den Käse reiben.

Eine große Auflaufform einfetten. Das Ei kurz mit der Gabel verschlagen.

(So sieht ein schönes Mac´n´Cheese mise-en-place aus.,,;-))

In einem großen Topf Butter schmelzen lassen.

Mehl dazugeben und verrühren.

Die Mehlschwitze etwa drei Minuten unter rühren köcheln lassen. Sie sollte nicht zu braun werden.

Milch dazu gießen.

Senfmehl oder Senf dazugeben.

Verrühren und ca. 5 Minuten unter Rühren köcheln lassen bis die Sauce deutlich eingedickt ist.

Vom Herd nehmen. Etwas von der Bechamel-Sauce langsam zum verquirlten Ei geben, gut verrühren…..

….und zurück in den Topf geben.

Etwa 400 g des geriebenen Käses zur Bechamel geben……

….und verrühren bis der Käse vollständig geschmolzen ist.

 Zwischendurch Muskat, Salz und Pfeffer einrühren.

Nun die halbgaren Macaroni dazugeben…..

….und alles gut vermischen.

Die ganze Pampe in die vorbereitete Auflaufform füllen.

Den Rest Käse darauf verteilen.

Und ab in den Ofen damit. Etwa 20-25 Minuten auf der mittleren Einschubleiste goldbraun backen.

Fertig!

Lecker!

Enjoy und bleibt trotzdem süß!

Schnelle Low-Carb-Superbowl

Ebenso gerne wie ich Cookies und Kuchen esse, mag ich Gemüse und Salat. Und es schadet weder der Gesundheit noch der Fitness oder der Figur hin und wieder auf ein paar Kohlenhydrate zu verzichten. Also möchte ich euch – ganz Trend-bewusst – heute ein schnelles, leckeres Ein-Personen-Low-Carb-Abendessen (der Rest der Familie sträubt sich noch….) vorstellen. Ist wirklich keine große Sache, es im Repertoire zu haben, schadet aber nicht.
Ich werde hier keine genauen Zutatenangaben machen, aber ein paar kurze Worte:
Wir brauchen Salat (was auch immer ihr bevorzugt) und Gemüse. Ich habe hier Blumenkohl und Kürbis verwendet, Brokkoli, Zucchini, Süßkartoffel, Rote Beete oder Topinambur etc. geht natürlich auch. Außerdem brauchen wir Gurke, Tomate und nach Belieben Champignons. Und ca. 150 g Puten- oder Hähnchenbrust. Zum Toppen gerne noch Samen oder Nüsse, etwas Essig und Öl oder Hüttenkäse. An Gewürzen habe ich hier Ras-el-Hanout, Salz und Pfeffer genommen.

Das Rezept

Schnelle Low-Carb-Superbowl

Die Zutaten

s.o.

Die Zubereitung

Ofen auf 200°C (Umluft) vorheizen.
Gemüse putzen, waschen und in grobe Stücke schneiden.
Gewürz (z.B. Ras-el-Hanout) zugeben,…..
……vermischen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben. Evtl. mit Olivenöl beträufeln.
In den Ofen schieben (mittlere Einschubleiste) und ca. 20 Minuten rösten lassen.
In der Zwischenzeit Salat waschen, etwas zerpflücken und auf einen Teller geben. (Hier habe ich noch etwas Rotkohl dazugegeben.)
Gurken und Tomaten dazuschnippeln.
Evtl. Pilze in Scheiben schneiden und auf den Salat geben.
Fleisch in wenig Fett anbraten bis es durch ist. Während des Bratens mit Salz und Pfeffer würzen.
Fleisch in Streifen schneiden…..
….und auf dem Salat verteilen.
Wenn das Gemüse richtig schön gebräunt und bissfest ist, aus dem Ofen nehmen…..
…..und auf den Salat geben.
Fertig! Mit Essig, Öl (ich empfehle einen Schuss Kürbiskernöl) oder Hüttenkäse, Salz und Pfeffer würzen. Evtl mit Samen oder Nüssen aufpeppen.
Bei mir diesmal mit Hüttenkäse. Lecker!
Enjoy und bleibt trotzdem süß!

Lieblingslinsen

Heute möchte ich euch meine Lieblingslinsen vorstellen. Ich bin ein ganz großer Hülsenfrüchte-Fan und von DEN Lieblingslinsen zu sprechen, ist eigentlich falsch, denn es gibt unzählige Linsengerichte, die ich alle gleichermaßen schätze. Dennoch hat dieses Rezept einen besonderen Stellenwert, da ich es schon seit über 30 Jahren zubereite und damit wohl meine ersten Linsenerfahrungen gemacht habe. Wäre das damals schiefgegangen, hätte ich echt was verpasst…
Das Rezept ist simpel, schnell zubereitet und ernährungsphysiologisch wahrscheinlich nicht  gänzlich uneingeschränkt zu empfehlen, aber immerhin die Linsen sind megagesund!! Und alles zusammen ist wirklich megalecker!
Das folgende Bild lässt einen auch nicht gerade spontan ausrufen: „Oh ja, das muss ich unbedingt kochen!“, aber – hey – don´t judge a book by its cover (Das hatte ich übrigens etwa zeitgleich mit meiner initialen Linsenerfahrung auf mein Federmäppchen geschrieben. – Und, nein, die Linsen hatte ich dabei damals nicht im Sinn…..).
Ein paar Worte zu den Zutaten.
An erster Stelle benötigen wir natürlich Linsen. Ich habe hier getrocknete Pardina-Linsen verwendet. Berg- oder Chateau-Linsen sind aber ebenso geeignet. Auch Tellerlinsen könnt ihr nehmen, dann verlängert sich allerdings die Garzeit etwas. Dosenlinsen mit oder ohne Suppengrün sind auch ok. In dem Fall sollten 2-3 große Dosen verwendet werden.
Weiter brauchen wir Butterschmalz (Butter geht auch.), Zwiebeln, Ketchup, evtl. HP-Sauce, Sahne, evtl. Curry-Pulver und Salz und Pfeffer. Außerdem ganz wichtig: Matsaman Curry Paste. Die bekommt ihr im Asialaden bei den Thai-Gewürzpasten. Wenn der heute nicht auf eurem Weg liegt, nehmt einfach rote, grüne oder gelbe Thai-Currypaste (je nach gewünschter Schärfe; rot ist am hottesten). Die gibt´s inzwischen in fast jedem Supermarkt.

Zum Servieren evtl. Basmati-Reis oder Nudeln.

Das Rezept

Lieblingslinsen (6 – 8 Portionen)

Die Zutaten

500 g getrocknete Pardina-Linsen (oder s.o.)
30 g Butterschmalz
2 große Zwiebeln
2 El Matsaman Curry-Paste (oder s.o.)
ca. 120 ml Ketchup
ein ordentlicher Spritzer HP-Sauce (optional)
300-400 ml Sahne (je nach Geschmack)
evtl. Currypulver
Salz und Pfeffer
Zum Servieren am besten Basmati-Reis, Jasmin-Reis oder Nudeln. Gerne auch frischen Koriander – wie meistens.

Die Zubereitung

Die Linsen in einem Sieb unter laufendem Wasser waschen und abtropfen lassen.
In einen  ziemlich großen Topf geben…..
…..mit Wasser auffüllen (das Wasser sollte etwa 5 cm über den Linsen enden).
In ca. 20-25 Minuten weich kochen und in ein Sieb abgießen. Nochmals mit kaltem Wasser abspülen. Beiseite stellen.
Zwiebeln schälen und fein hacken. Ich mach das meisten in der Küchenmaschine – aber Vorsicht, nicht pürieren. 
Butterschmalz in einer großen Pfanne bei mittelhoher Hitze schmelzen lassen.
Dann die Zwiebeln dazugeben.
Ca. 5-8 Minuten braten lassen, bis sie anfangen braun zu werden.
Curry-Paste dazugeben.
Nochmal ca. 2-3 Minuten weiterschmoren lassen.
Linsen dazugeben.
Kurz schmoren lassen, dann Ketchup…..
….und HP-Sauce unterrühren.
Jetzt die Sahne in Herzform dazugießen….;-)
Alles gut verrühren und zum Kochen bringen. 5 Minuten köcheln lassen.
Evtl. mit Curry und nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen.
Nochmal 2-3 Minuten weitergaren lassen.
Fertig! (Offenbar spreize ich meine Finger beim Fotografieren ziemlich affektiert ab…..)
Lecker, lecker, lecker! Besonders mit Reis. Ist aber auch prima als vegetarische „Bolo“ zu Nudeln. Oder einfach pur. Oder in Tacos oder Borritos oder oder oder…..
Gerne noch mit frischem Koriander bestreuen – ich habe leider gerade keinen.
Nicht schön, aber gut.
Enjoy und bleibt trotzdem süß!

Klassische Sesam-Bagels

Ich finde Bagels toll. Schon vor Jahren habe ich die Dinger selbstgebacken, da sie in Deutschland damals nur selten zu bekommen waren. Allerdings war ich mit der Konsistenz nie so ganz zufrieden und probierte weiter verschiedene Rezepte aus. Dieses hier ist nun ein echter Treffer gewesen. Ich habe es aus „Cynthia Barcomi´s Backbuch“ und möchte es allen, die noch nicht im Besitz eines solchen Exemplars sind, heute vorstellen.
Die Zutaten haben die meisten von uns wahrscheinlich sowieso zu Hause.Wir brauchen Zucker, Wasser, Trockenhefe (oder einen Würfel Frischhefe), Salz, Mehl (Typ 550) und etwas Sesam zum Bestreuen.

Das Rezept

Klassische Sesam-Bagels (14 Stück)

Die Zutaten

50 g Zucker
525 ml lauwarmes Wasser
2 Päckchen Trockenhefe (oder 42 g Frischhefe)
20 g Salz
1 kg Mehl (Typ 550)
1 El Zucker
Sesam

Die Zubereitung

Zucker und Hefe in das lauwarme Wasser bröseln und mit einer Gabel verrühren bis sich alles aufgelöst hat. Ca. 10 Minuten gehen lassen.
Mehl und Salz in eine große Rührschüssel geben. Hefegemisch dazugeben und mit dem Knethaken verkneten bis ein weicher Teig entsteht. (ca. 5-10 Minuten)
Etwa 45 Minuten gehen lassen bis die ganze Sache ungefähr so aussieht:
Ofen auf 225 °C vorheizen. (Ober- und Unterhitze)
Einen großen Topf mit Wasser füllen, 1 El Zucker dazugeben und zum Kochen bringen.
Den Teig auf eine Arbeitsfläche geben, nochmal durchkneten und in 14 etwa gleich große Stücke teilen.
Jedes Stück zunächst zu einer Rolle formen und dann die beiden Enden zusammenrollen, so dass ein stabiler Ring entsteht. Das Loch in der Mitte muss größer sein als man denkt, da die Bagels noch aufgehen.
Nochmal kurz gehen lassen (ca. 10 Minuten).
Wasser herunterschalten, so dass es gerade noch leicht köchelt.
Die Bagels portionsweise ins Wasser geben. Die Bagels sollen sich möglichst nicht berühren. 
Wenn sie an die Oberfläche steigen, mit einem Schaumlöffel herausnehmen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. (Ich habe meine Bagels auf ein gefettetes Backblech gelegt und das war keine gute Idee. Sie bleiben dann kleben. Also entweder nicht einfetten oder Backpapier benutzen.) Mit Sesam bestreuen und nochmal ca. 10 Minuten gehen lassen.
Im heißen Ofen 20-25 Minuten backen (mittlere Einschubleiste).
Kurz abkühlen lassen.
Sehr lecker mit Frischkäse und Lachs oder Marmelade oder Avocado und Speck usw.
Enjoy und bleibt trotzdem süß!