Käsekuchen – höllisch gut!

Ich bin kein ausgesprochener Käsekuchen-Fan. Ist mir meistens zu pappig, relativ geschmacklos und trocken. Nicht so dieses Exemplar. Das ist wirklich ein teuflisch gutes Rezept: buttrig, saftig und auch am dritten Tag noch unwiderstehlich – sollte es denn soweit kommen. Unbedingt ausprobieren!
Meine Schwester Katja machte in unserer Jugend ziemlich häufig einen sog. Krümelkuchen mit Quarkfüllung, der schnell in „Schrumpfkuchen“ umbenannt wurde, da wir drei Schwestern uns – möglichst unbemerkt von den anderen – regelmäßig in die Küche schlichen, um uns nur ein kleines Stückchen abzuschneiden….. So schrumpfte der Kuchen schnell bis auf den Anstandsrest dahin und auch der verschwand irgendwie jedes Mal… (Ich versuche noch immer das Rezept zu rekonstruieren.)
Bei diesem Kuchen geht es mir ganz ähnlich. Ich habe diese Woche täglich trainiert, um die ganzen zusätzlichen Kalorien irgendwie wieder loszuwerden – aber jeder Bissen hat sich gelohnt! (..und jeder Schritt auch…;-))

Zu den Zutaten:
Wir brauchen die obligatorische Dreieinigkeit: Mehl, Butter und Zucker. Für den Boden außerdem noch Salz und ein Bio-Eigelb. Ich habe hier wieder meinen Allrounder-Mürbteig eingesetzt – wie auch schon beim „Streuselkuchen mit Aprikosen, Kirschen und Marzipan“.
Für die Füllung nehmen wir Magerquark ( keine Sorge – MAGER ist hier gar nichts), wieder Butter (..hab ich doch gesagt!), Zucker, Bio-Eier, Vanille (Schote ausgekratzt oder Bourbon-Vanillezucker), Zitronenschale und Puddingpulver. Ich nehme hierfür am liebsten das Puddingpulver „Bourbon-Vanille“ von Mondamin. Außerdem noch 1-2 Teel. Maisstärke, um auf insgesamt 120g zu kommen. (Eine Packung des o. g. Puddingpulvers beinhaltet 114g, reguläre Puddingpulverpackungen haben weniger Inhalt. Davon braucht ihr etwa 2 – also insgesamt 120g)

Das Rezept eignet sich für eine Springform, 26cm. Ich habe hier mal wieder meine beliebte 20 x 30 cm Backform benutzt. (Ihr könnt auch eine Käsekuchenform, ca. 30cm, nehmen.) Dafür benötigt ihr etwas mehr Mürbteig für den Boden. Die Menge der Füllung bleibt gleich – wird dann eben etwas flacher als in einer Springform, aber nicht weniger lecker. Ich habe unten beide Rezeptmengen angegeben.

Das Rezept

Käsekuchen – wirklich höllisch gut!

Die Zutaten:

Teig für eine Springform, 26cm:
300g Mehl
200g Butter (kalt, aber nicht steinhart – ca. 20 Min. vorher aus Kühlschrank nehmen)
100g Zucker
1 Bio-Eigelb, Größe L
1 Prise Salz
Teig für eine 20 x 30cm Backform (9 x 13 inch) oder handelsübliche Käsekuchenform, 30cm:
400g Mehl
270g Butter (kalt, aber nicht steinhart – ca. 20 Min. vorher aus Kühlschrank nehmen)
40g Zucker
1 Bio-Eigelb, Größe L
1 Prise Salz
Füllung:
250g Butter, Zimmertemperatur
220g Zucker
8 Eier
Bourbon-Vanillezucker oder Mark von einer Vanilleschote
Zitronenschale von 1/2 bis 1 Zitrone – je nach Geschmack
120g Puddingpulver (ich empfehle: 1 Beutel Mondamin Puddingpulver „Bourbon-Vanille“ mit 1-2 Teel. Maisstärke vermischt)
1 kg Magerquark

Die Zubereitung:

Springform oder andere Backform (s.o.) einfetten und mit Backpapier auslegen.
Für den Boden alle Zutaten zu einem Mürbteig verkneten. Nicht zu lange kneten, sonst wird der Teig zäh.

Zu einer Kugel formen und für 30-60 Minuten in den Kühlschrank legen.

Teig ausrollen und Form damit auslegen. Mit einer Gabel mehrmals einstechen.

Dann wieder für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Ofen auf 180°C vorheizen (Ober- und Unterhitze).

Boden ca. 20-30 Minuten auf mittlerer Einschubleiste hellgelb backen.

Der Rand „rutscht“ dabei etwas nach unten. Ich drücke dann direkt nach dem Backen mit einer Palette vorsichtig alles wieder in Form – das geht prima. Auch evtl. Luftblasen einfach mit der Palette wieder platt drücken.

Boden in der Form etwas abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten.
Dafür Butter und Zucker hell und luftig schlagen, ca. 3 Minuten. Dann nach und nach zwei Eier dazugeben und nochmal etwa 1 Minute rühren. Vanille oder Vanillezucker und Zitronenschale dazugeben, kurz einrühren. Jetzt die übrigen 6 Eier nach und nach dazurühren. Die Masse wird dabei ziemlich flüssig. Zum Schluss den Quark und das Puddingpulver unterrühren bis eine cremige Masse entsteht.

Auf den abgekühlten Boden geben. Eine 26cm-Springform wird ziemlich voll – passt aber. Wenn ihr Bedenken habt, lasst ein wenig Füllung übrig und füllt damit gefettete Muffinförmchen (einfach so, ohne Boden) – schmeckt auch prima!

Ab in den Ofen (mittlere Einschubleiste), Hitze auf 160°C reduzieren und 40-50 Minuten backen. Masse ist aufgegangen, leicht gebräunt und in der Mitte noch hell und wabbelig – etwa so:

Auf einem Kuchengitter völlig auskühlen lassen.

Schmeckt absolut gigantisch mit einem ordentlichen Klecks selbstgemachter Erdbeermarmelade und Schlagsahne….

Enjoy und bleibt süß!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s