Kürbispizza mit Ziegenkäse und Tobinambur (..und ´ne Kinderpizza)

Wenn man einmal angefangen hat, „Pizza“ etwas toleranter zu interpretieren, kann man nicht mehr damit aufhören. So geht es mir zumindest. Der Kreativität sind (natürlich gilt das auch ganz allgemein) keine Grenzen gesetzt. Jedes Mal, wenn sich meine Kinder also Pizza zum Essen wünschen (..und ich gewillt bin auf ihren Wunsch einzugehen…), mache ich die doppelte Menge Teig, krame in meinen Vorräten und werfe so ziemlich alles auf die „Eltern“-Pizza, was sich irgendwie gut anfühlt. So kam auch dieses Exemplar zustande und ich finde es wirklich gelungen, aber – macht euch selbst ein Bild.
Das Rezept für die Kinderpizza füge ich auch noch bei. Die mache ich seit ich selbst noch ein Kind war, also ungefähr seit 40 Jahren….urgh. Das Rezept hat sich aber mindestens genauso gut gehalten wie……ok, lassen wir das lieber. Mag dem ein oder anderen etwas retro anmuten (vor allem die Tomatenpaste), schmeckt aber immer noch genauso gut wie in den 70ern. Trotzdem favorisiere ich derzeit eindeutig die Kürbisversion.
Zu den Zutaten:
Das Rezept für den Teig habe ich hier schon einmal vorgestellt. Egal, hier ist es eben nochmal. Dafür brauchen wir Mehl (Typ 550), Trockenhefe, etwas Salz, Olivenöl und lauwarmes Wasser.
Für den Elternbelag brauchen wir einen halben Hokkaido-Kürbis, Creme fraiche oder Saure Sahne, Parmesan, frischer Thymian, Salz und Pfeffer, Ziegenfrischkäse (z.B. Snofrisk), rote Zwiebeln und Topinambur. Ich habe die ganze Angelegenheit nach dem Backen noch mit Rauke, Salat, Tomaten, gehobeltem Parmesan und Caesars-Dressing getoppt. Das fällt dann wohl unter die Rubrik „Serviervorschlag“.
Die Kids-Piz braucht für die Retro-Tomatenpaste Ketchup, Tomatenmark, getrockneten Oregano, Salz, Pfeffer, etwas getrocknetes Chilipulver und Knoblauch. Für die Veggie-Kinder-Hälfte nur noch Käse (z.B. Gouda, Emmentaler, Cheddar). Die Carnivore-Hälfte wird zusätzlich noch mit Salami belegt. Das war´s.

Das Rezept

Kürbispizza mit Ziegenkäse und Topinambur

Die Zutaten

Teig (für beide Pizzen)
1 kg Mehl, Typ 550
2 Päckchen Trockenhefe
2-3 ordentliche Schuss Olivenöl
1 Teel. Salz
ca. 400 – 500 ml lauwarmes Wasser
Belag Elternpizza
150 -200 g Creme fraiche oder Saure Sahne
ca. 100 g Parmesan
1/2 Hokkaido-Kürbis
1-2 rote Zwiebeln
2 Knollen Topinambur
einige Zweige frischer Thymian
100 g Ziegenfrischkäse (z. B. Snofrisk)
Salz und Pfeffer
Belag Kids-Piz
ca. 50 ml Ketchup
2 EL Tomatenmark
1-2 Teel. Oregano, getrocknet
etwas Salz und Pfeffer
1-2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 Prise Chilipulver
einige Scheiben Salami
ca. 200 g geriebener Käse (Gouda, Cheddar, oder so)

Die Zubereitung

Für den Teig Mehl, Hefe und Salz in eine großen Rührschüssel geben…..
…..und vermischen. Olivenöl dazugeben.
Mit den Knethaken verrühren und dabei das lauwarme Wasser einlaufen lassen.  Ca. 3 Minuten weiterkneten. Der Teig kann ruhig ziemlich weich sein und an den Fingern etwas kleben, aber nicht feucht sein. Evtl. mehr Wasser oder mehr Mehl dazugeben – je nach Konsistenz.
Mit etwas Olivenöl einreiben, mit einem Tuch abdecken und ca. 1 Stunde gehen lassen.
In der Zwischenzeit den Kürbis entkernen und schälen.
Dann mit einem Messer oder auf einer Mandoline in 1-2 mm dicke Scheiben schneiden. Topinambur mit der Kartoffelbürste o. ä. gut säubern und ebenfalls in dünne Scheiben hobeln. Die Zwiebeln in dünne Ringe bzw. Halbringe schneiden. Die Thymianblätter abzupfen.
Wenn der Teig gut aufgegangen ist,….
….nochmal durchkneten und halbieren. (Jetzt Ofen auf 180°C vorheizen, Ober- und Unterhitze)
Ein Stück Backpapier in etwa der Größe des Backblechs auf die Arbeitsfläche legen, mit wenig Mehl einreiben und eine Teighälfte darauf ausrollen…..
….so dass es etwa die Größe des Blechs hat. Mit dem Backpapier in das Blech ziehen…..
….und mit den Fingern nochmal in Form drücken. Mit der Creme fraiche bestreichen.
Etwas Parmesan darüber reiben und ein wenig salzen und pfeffern.
Mit den Kürbisscheiben belegen,….
,,,,Topinambur darauf verteilen…….
…..und die Zwiebeln dazugeben.
Jetzt kommen die Thymianblätter dran,….
…..dann der Ziegenfrischkäse in Flocken,….
…..und zum Schluss noch etwas Parmesan darüber reiben.
Für ca. 25-35 Minuten in den Ofen stellen (mittlere Einschubleiste), je nach gewünschter Bräunung.
Lecker!
Wer mag kann die ganze Angelegenheit noch toppen: Etwas Salat,….
….Tomaten,……
….Parmesan…..
…..und Caesars-Dressing (oder jedes andere Dressing) darüber geben.
Leckerschmecker!
Jetzt die Kinderpizza (die ich im wirklichen Leben natürlich zuerst gemacht habe….).
Mit der Teighälfte genauso verfahren und in das Blech ziehen.
Für die Tomatenpaste Ketchup, Tomatenmark, Pfeffer, Salz, Oregano und etwas Chilipulver vermischen. Knoblauch hacken und dazugeben.
Auf die Pizza streichen.
Die Fleischesserhälte (falls sich da bei euch auch die Kindergeister scheiden) mit Salami belegen.
Käse reiben (oder fertigen geriebenen Käse) darauf verteilen.
Etwa 25-35 Minuten im heißen Ofen backen (mittlere Einschubleiste).
Auch echt lecker.
Enjoy und bleibt trotzdem süß!

Blumenkohl-Kartoffel-Suppe

Blumenkohl-Kartoffel-Suppe klingt irgendwie zum Gähnen, aber ganz ehrlich, SENSATIONELLE Blumenkohl-Kartoffel-Suppe klingt auch albern. Also, wie soll ich euch klar machen, dass diese Suppe trotz des krankenhausreifen Namens wirklich, wirklich lecker und absolut „machenswürdig“ ist?!
Vielleicht überzeugt euch ja das Foto.

Na, hat´s funktioniert?
Diese Suppe ist echt yummypummy und warm und cremig und ja, auch irgendwie total retro – und preiswert noch dazu….
Deshalb nicht lange überlegen, einfach machen.
Und die Zutaten sind auch kein Hexenwerk:
Blumenkohl und festkochende Kartoffeln – klar. Außerdem Karotten, Knollensellerie und ne Zwiebel. Dann noch Petersilie (kann auch die TK-Version sein), Instant-Hühnerbrühe, Mehl, Milch, Butter, Sahne, Salz und Pfeffer.
Ich habe hierzu die „Brötchen mit Kartoffelflocken“ aus einem früheren Post serviert. Sehr lecker!

Das Rezept

Blumenkohl-Kartoffel-Suppe (6-8 Portionen)

Die Zutaten

120 g Butter
1-2 Zwiebeln
2 Karotten
100 g Knollensellerie
500 g Kartoffeln
1 Blumenkohl
2 El. gehackte Petersilie (TK ist ok)
1 Liter Instant-Hühnerbrühe (nach Packungsanweisung zubereiten)
6 El. Mehl
500 ml Milch
250 ml Sahne
Pfeffer und Salz

Die Zubereitung

Die Zwiebeln fein hacken (ich mach´das in der Küchenmaschine mit Flügelmessereinsatz). Beiseite stellen.
Dann Karotten und Knollensellerie fein würfeln. Auch das mache ich in der Küchenmaschine:

Dann den Blumenkohl in kleine Stücke schneiden.

Die Kartoffeln auch.
Dann 60 g Butter in einem großen Topf bei mittlerer Hitze erhitzen und die Zwiebeln darin ca. 3 Minuten anbraten bis sie glasig sind.
Karotten und Sellerie dazugeben.
Nochmal 5 Minuten dünsten lassen und dann den Blumenkohl und die Kartoffeln dazugeben.
Bei niedriger Hitze etwa 15 Minuten dünsten lassen und dann die Petersilie dazugeben.
Jetzt die Hühnerbrühe zugießen….
…. und 10 Minuten köcheln lassen.
In der Zwischenzeit in einem anderen mittelgroßen Topf die restlichen 60 g Butter bei mittlerer Hitze zerlassen. 
Das Mehl dazugeben und zu einer Mehlschwitze verrühren.
Einige Minuten weiterrühren.
Dann Milch und Sahne dazugeben und gut verrühren.
Vom Herd nehmen und zur Suppe geben.
Etwas Salz und Pfeffer dazugeben und nochmal 20 -30 Minuten köcheln lassen. Die Suppe wird dabei etwas eindicken.
Nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fertig!
Mit krustigem Brot servieren. Soo lecker!
Yummy!
Enjoy und bleibt trotzdem süß!

Grünkohlsalat mit Zitrusfrüchten und Schafskäse

Ganz schnelles Mama-Mittagessen. Ganz kurzer Post. Heute ist es soweit: Ich springe auf den omnipräsenten Kale (oder Grünkohl) – Zug auf. Soll ja megagesund und megaangesagt sein. Also, mich hat die folgende Kombi überzeugt. Kohl ist cool.
Gerade befinde ich mich mal wieder in einer meiner Phasen. Aktuell ist es die Pioneer-Woman-Phase. Ich hatte schon die Martha-Stewart-Phase, die Jamie-Oliver-Phase und die Leon-Phase – um nur einige zu nennen. Und ich bin allen treu geblieben….polygam – sozusagen. In dem Fall.
Die Idee für dieses Rezept bekam ich aus dem nagelneuen Kochbuch von Ree Drummond: „The Pioneer Woman Cooks, Dinnertime“. Wirklich lesenswert.
Sieht das nicht lecker aus! Yummy!
Allerdings kann ich das meinen Kindern nicht vorsetzen – damit würde ich mir erhebliche Probleme einhandeln…..
Da die Beiden aber gerade diversen sportlichen Aktivitäten nachgehen, nutze ich die Gunst der Stunde und mache mir diesen wunderbaren Salat.
Natürlich nicht ohne vorher das Kinderessen klar gemacht zu haben. (Rugby-AG macht hungrig..) 
Also Kinderessen im Ofen. Das war die Pflicht…..
…..jetzt kommt die Kür!

Das Rezept

Grünkohlsalat mit Zitrusfrüchten und Schafskäse (4 Portionen)

Die Zutaten

Salatdressing
ca. 50 ml frisch gepresster Orangensaft
1 Knoblauchzehe, fein gerieben oder durch die Knoblauchpresse gedrückt
2 El. Olivenöl
1 Teel. Zucker
Salz/ Pfeffer
1 ordentlicher El. Saure Sahne
Salat
1 Bund Grünkohl 
1-2 rote oder grüne Peperoni
4 Orangen oder Clementinen oder Mandarinen
200 g Schafskäse
eine Handvoll geröstete oder ungeröstete Walnüsse

Die Zubereitung

Das Dressing habe ich schon am Vortag gemacht. (muss aber nicht sein)
Dafür alle Zutaten in ein Marmeladenglas füllen, gut verschließen und kräftig schütteln. Evtl. mit Salz und Pfeffer nachwürzen.
Grünkohl von den Stielen befreien (die Stiele könnt ihr dann wegwerfen), waschen und in feine Streifen oder jedenfalls ziemlich klein schneiden.
In eine Salatschüssel (ich habe hier nur einen Teller für mich gemacht) geben. Dann die Peperoni waschen, entkernen und in Streifen schneiden. Dazugeben.
Die Orangen/Mandarinen/Clementinen filetieren oder in kleine Stücke schneiden.
Auch auf den Salat geben.
Dann den Schafskäse darüberbröckeln.
Geröstete Walnüsse (oder ungeröstet) grob hacken und über den Salat streuen.
Dressing nach Geschmack dazugeben……
….und YUM!
Wirklich gut!
Enjoy und bleibt trotzdem süß!

Schnelle "indische" Bohnensuppe

Nachdem ich mich die ganze Woche nicht gemeldet habe, gibt´s heute ´ne ganz schnelle Nummer. Ohne langes Herumgerede. Ohne Vorspiel. Einfach nur ne Suppe – ganz fix.
Lasst mich nur noch schnell anmerken: Diese „indienisierte“ Suppe ist trotz des geringen Arbeitsaufwands und der kurzen Zutatenliste ein echtes Highlight (evtl. auch genau deswegen…) und – so gerne ich die Lorbeeren auch für mich verbuchen wurde – leider nicht meiner Kreativität entsprungen. Nein, diese Ehre gebührt ganz und gar Martha Stewart (aus dem Buch „One Pot“) oder ihrem, mit Sicherheit umfangreichen, Kreativteam…..- wie auch immer, Lorbeeren hin oder her, dies Rezept solltet ihr dringend in eurem „Fix und Fertig“-Repertoire aufnehmen.
Die Zutaten sind schnell abgehandelt, zumindest für diejenigen, die schon immer und gerne und oft Indisch kochen. Alle anderen müssen evtl. einen kurzen Abstecher in den nächsten Asia-Laden einplanen. Also, für den Anfang brauchen wir Öl, Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer. Außerdem Chilis. Ich habe hier eine kleine rote Vogelaugenchili genommen (legt mich nicht auf den Namen fest, aber ich glaube, die werden so genannt). Davon habe ich immer eine ganze Ladung in der Tiefkühltruhe und reibe sie bei Bedarf einfach mit der feinen Reibe in meine Gerichte. Das geht in gefrorenem Zustand super. Wenn ihr sie vor Gebrauch lieber entkernt, dann lasst sie ein paar Minuten auftauen – dann sind sie fast wie frisch.
Ok, weiter im Zutatentakt, wir benötigen die klassischen indischen Gewürze: Cumin, Koriander, Zimt und Gelbwurz (also Kurkuma), alles gemahlen. Dann kommt der easy-peasy Teil: eine Dose Kidney-, eine Dose Wachtel- oder andere Bohnen (Ihr könnt auch zwei Dosen der gleichen Sorte nehmen – egal.) und eine Dose gehackte Tomaten.
Außerdem Salz und Wasser und zum Servieren Joghurt, Saure Sahne oder Creme fraiche und frischen Koriander. Wer mag kann auch noch Pitabrot dazureichen.

Das Rezept

Schnelle „indische“ Bohnensuppe

Die Zutaten

Öl (Sonnenblumenöl o. ä.)
4 Zwiebeln (rot oder weiß oder gelb, auf jeden Fall soll es eine ordentliche Menge sein)
ca. 5-6 Knoblauchzehen
ein Stück Ingwer (ca. 5-6 cm)
1-2 Chilis (je nach Geschmack)
1 Teel. Cumin
1 Teel. Koriander
1/4 Teel. Zimt
1/4 Teel. Kurkuma (Gelbwurz)
2 Dosen (je 400 ml) Kidney- oder/und Wachtelbohnen
1 Dose gehackte Tomaten (stückige Tomaten)
Salz
für die Garnitur:
Joghurt o. ä.
frischer Koriander
evtl. Pita-Brot

Die Zubereitung

Erst Zwiebeln und danach Knoblauch fein hacken. Ich mach das bei einer solchen Menge immer in der Küchenmaschine (Flügelmesser-Einsatz), sonst muss ich trotz Kontaktlinsen furchtbar weinen….und das wollen wir ja nicht, nicht wahr?!
Öl in einem halbwegs großen Topf bei mittlerer Hitze erhitzen („Hitze erhitzen“ – toll, klingt so richtig sprachbegabt….) und dann die Zwiebeln dazugeben.
2 Minuten dünsten, dann Knoblauch dazugeben.
Weitere 8 Minuten weich werden lassen. Zwischendurch umrühren. Nebenbei den Ingwer schälen, fein reiben und mit den Gewürzen dazugeben. 
Nochmal zwei Minuten weiterdünsten lassen bis es wunderbar nach den Gewürzen duftet….
Bohnen, Tomaten und ca.350  ml Wasser dazugeben. Mit Salz würzen.
Zum Kochen bringen und bei niedriger Hitze etwa 10 Minuten köcheln lassen. Jetzt könnt ihr kurz mit einem Kartoffelstampfer einen Teil der Bohnen zermatschen. Das habe ich hier aber nicht gemacht. 
Suppe nochmal abschmecken, evtl nachwürzen und eine Prise Zucker dazugeben. 
Mit Joghurt, Koriander usw. servieren. Lecker!
Enjoy und bleibt trotzdem süß!

Maisbrot – mit allem Drum und Dran

Das erste Maisbrot habe ich als Kind in den Südstaaten gegessen  – und war bereits nach dem ersten Bissen völlig hin und weg. Das war damals ein ganz einfaches Maisbrot ohne Rüschen und Spitzen – warm serviert mit einem ordentlichen Stück Butter – lechz!
Seither finde ich Rezepte für Maisbrot aller Art in den Back- und Kochbüchern meiner Lieblingsautoren: Jamie Oliver, Martha Stewart, Donna Hay und auch Cynthia Barcomi – um nur einige zu nennen. Hier meine Version, die definitiv nicht zur Kategorie „einfach“ zählt und durchaus Elemente von Jamie Oliver aufweist. Ich esse es frisch am liebsten zu einem großen Salat und am nächsten Morgen zum Frühstück, getoastet mit Avocado, Speck, Tomate und Ei.

Die Zutaten:

Ich benutze eine Mischung aus gelbem Maismehl und Polenta. Außerdem rote Zwiebeln, Butter und frischen Mais. Zur Zeit findet man frische Maiskolben in den meisten Supermärkten. Um die Körner zu lösen, einfach den Kolben auf ein Brett stellen und mit einem scharfen Messer die Körner von oben nach unten „abschneiden“. Das geht ganz einfach – die Körner fliegen ein wenig in der Küche rum, aber die Sauerei bleibt übersichtlich. Am besten kauft ihr gleich eine ganze Menge davon, löst die Körner aus und friert einen Großteil für den Winter ein. Wenn ihr keinen Mais bekommen könnt, lasst ihr ihn einfach weg.
Wir brauchen noch Bio-Eier und Milch, Mehl, Salz, Pfeffer, geräuchertes Paprikapulver und Backpulver. Außerdem kräftigen Käse (z. B. alten Gouda). Kräftiger Käse gibt natürlich den intensivsten Geschmack, aber ihr könnt hier nehmen, was ihr wollt. Auch eine Mischung aus Käseresten, die noch im Kühlschrank rumhängen und nur darauf warten in in ein paar Tagen im Müll zu landen.
Zuletzt wollen wir noch ein wenig Schärfe. Hierfür nehme ich grüne oder rote Peperoni und rote Chilischoten (je nach gewünschter Schärfe).
Etwas Olivenöl für die Form.
Ich habe hier eine ca. 25 x 25 cm Backform benutzt. Eine Springform tut es aber auch, das Brot wird dann evtl. etwas flacher oder eben höher – je nach Größe der Form.

Das Rezept

Maisbrot – mit allem Drum und Dran

Die Zutaten:

70g Butter
2 rote Zwiebeln
3 grüne oder rote Peperoni
2 Maiskolben
1 Teel. geräuchertes Paprikapulver
4 Bio-Eier, Größe L
250 g Maismehl
100 g Polenta
80g Mehl
1 geh. Teel. Backpulver
250 ml Vollmilch
200 g alten Gouda
1-2 rote Chilischoten
Salz und Pfeffer
etwas Olivenöl

Die Zubereitung:

Ofen auf 200°C vorheizen (Ober- und Unterhitze).
Backform mit Olivenöl fetten und mit Backpapier auslegen.
Die Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Die Peperoni längs halbieren, entkernen und quer in dünne Streifen schneiden. Die Maiskolben wie oben beschrieben „entkernen“. Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen lassen und dann die Zwiebeln dazugeben. Etwa 5 Min. braten, hin und wieder umrühren. Dann Maiskörner und einen Großteil der Peperonistreifen dazugeben, noch ca. 3-4 Minuten mitbraten. Geräuchertes Paprikapulver dazugeben – 1 Min. mitdünsten. Vom Herd nehmen, etwas abkühlen lassen.
In der Zwischenzeit den Käse reiben und die Chilischoten längs halbieren, entkernen und quer in feine Streifen schneiden. 
In einer mittleren Schüssel Maismehl, Polenta, Mehl und Backpulver mischen. Eier in eine Rührschüssel geben und mit der Milch, der Mehlmischung und etwa 3/4 des Käses kräftig verrühren. Das geht mit einem Holzlöffel oder Schneebesen etc.
Dann die Zwiebelmischung und Chilischoten dazugeben.

Kräftig verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In die vorbereitete Form füllen, glattstreichen.

Die übrigen Peperonistreifen darüberstreuen.

Jetzt ab in den vorgeheizten Ofen (mittlere Einschubleiste) und etwa 40 Minuten backen. Nach etwa 20-25 Minuten schnell den restlichen Käse auf dem Brot verteilen.

Aus dem Ofen nehmen und kurz abkühlen lassen.

Guten Appetit!

Enjoy und bleibt trotzdem süß!

Ganz gewöhnliches Hummus – aber lecker!

Ich hadere ein wenig mit mir, ob ich dieses Rezept überhaupt posten soll, da es so oder in ähnlicher Form in jedem Orient-Kochbuch zu finden ist. Außerdem ist Hummus inzwischen auch in Deutschland in jedem Supermarkt zu finden – meist in mehreren Variationen. Warum also posten und warum eigentlich selbst machen?
Weil ich dieses Rezept einfach toll finde, es mindestens wöchentlich zubereite und in meinem Bekanntenkreis nun schon so oft danach gefragt wurde. Jetzt ist es also hier zugänglich und jeder soll damit machen, was er will.

Zu den Zutaten:
Wir brauchen Kichererbsen. Aus der Dose (kleine Dose, 400g) ist prima. Ihr könnt die Kichererbsen natürlich auch über Nacht einweichen und dann weich kochen. Ich nehme hierfür aber immer die aus der Dose.
Außerdem Olivenöl, Zitronensaft, Tahini (Sesam-Mus – gibt´s im türkischen Supermarkt, im Bioladen und inzwischen auch in vielen anderen Geschäften), Knoblauch, Kreuzkümmel, Salz und Wasser.
Und wir brauchen eine Küchenmaschine. Ein Pürierstab tut es sicher auch – habe ich aber noch nicht ausprobiert.

Das Rezept

Ganz gewöhnliches Hummus – aber sowas von lecker!

Zutaten:

1 kleine Dose Kichererbsen (400g)
2-3 EL Zitronensaft
2 Knoblauchzehen
3 EL Olivenöl
2-3 EL Wasser
3 EL Tahini
Kreuzkümmel und Salz – nach Geschmack

Zubereitung:

Küchenmaschine mit dem Flügelmesser vorbereiten. Kichererbsen in ein Sieb abgießen und gut mit kaltem Wasser abspülen. (Ich mag es überhaupt nicht, wenn noch was von der etwas schleimigen Dosenpampe an den Kichererbsen ist.) Knoblauch schälen und zusammen mit den Kichererbsen in die Küchenmaschine geben. Zitronensaft, Tahini, Wasser und Olivenöl auch dazugeben und auf höchster Stufe 1-2 Minuten zu einem relativ glatten Mus verarbeiten. Das war´s eigentlich schon. In kleines Schüsselchen füllen und mit Salz und Kreuzkümmel (je etwa 1 Teel.) abschmecken. 
Yummy! Steh´ ich total drauf! 
Enjoy und bleibt trotzdem süß!

Süßkartoffel-Hokkaido-Suppe mit Halloumi-Topping

Da wir nächste Woche in die Ferien fahren, will ich vorher noch möglichst alle mehr oder weniger frischen Vorräte verbrauchen. Ich entdeckte im Kartoffelkorb noch eine ganze Menge Süßkartoffeln und ein Hokkaido-Kürbis liegt auch schon ´ne Weile auf der Arbeitsplatte. Die Temperaturen in Deutschland rechtfertigen durchaus wieder das Kochen einer heißen Suppe und so war die Entscheidung schnell gefallen.

Zu den Zutaten:

Wie schon gesagt: Süßkartoffeln und Hokkaido. Ich kaufe immer die kleineren Süßkartoffeln, da sie weniger Fasern und mehr Geschmack haben. Einen ganzen Hokkaido-Kürbis, die Bio-Variante. Die Schale kann man mitessen (wie wir alle wissen) – ich mag es aber viel lieber ohne Schale. Das könnt ihr ja machen wie ihr wollt. Ich schäle meine Kürbisse immer mit dem ganz normalen Kartoffelschäler – das geht prima. Weil´s farblich und auch geschmacklich so gut passt, geben wir noch ein paar rote Linsen dazu. Außerdem Schalotten oder Zwiebeln (ich hatte nur noch Schalotten), ein ordentliches Stück Ingwer und eine dicke Knoblauchzehe. Ingwer und Knoblauch reibe ich auf der feinen Reibe – das geht auch prima. Dann brauchen wir noch eine Dose Kokosmilch, die Normalfett-Variante und Instant-Gemüsebrühe. Ich nehme meistens die von Alnatura – alles andere geht aber auch. An Gewürzen habe ich hier „Arabisches Orangengewürz“ und Zimt benutzt. Das Orangengewürz einfach deshalb, weil ich es im Schrank liegen habe und die Farbe passt. Zimt mag ich total – hier aber nur eine ganz kleine Prise. Wenn ihr kein Orangengewürz habt, nehmt ihr einfach, was in eurem Schrank so liegt. Ich würde Madras-Currypulver empfehlen. Zum Abschmecken Salz, evtl. Pfeffer und einen Schuss Agaven-Dicksaft oder Zucker.
Für das Halloumi-Topping braucht ihr eine Packung Halloumi-Käse (gibt´s inzwischen in fast jedem Supermarkt im Kühlregal), eine rote und eine grüne Peperoni und eine Handvoll Kürbiskerne. Außerdem für den Abschluss noch frischen Koriander. 
Ach ja, und ein wenig Olivenöl.

Das Rezept

Süßkartoffel-Hokkaido-Suppe mit Halloumi-Topping

Die Zutaten:

Für die Suppe:
4-5 kleine bis mittelgroße Süßkartoffeln
1 Bio-Hokkaido
Olivenöl
2 Schalotten oder 1 große Zwiebel
ein daumengroßes Stück Ingwer
1 große Knoblauchzehe
200 g rote Linsen, getrocknet
2 Teel. Arabisches Orangengewürz oder Currypulver
1 Prise Zimt
2 Liter Instantgemüsebrühe (nach Packungsanleitung)
1 Dose Kokosmilch (400 ml)

zum Abschmecken:
Salz, Pfeffer, Agaven-Dicksaft oder Zucker

Für das Topping:
ewas Olivenöl
1 Packung Halloumi-Käse (ca. 230g)
1 grüne Peperoni
1 rote Peperoni
eine gute Handvoll Kürbiskerne
frischer Koriander
evtl. etwas Naturjoghurt zum Servieren

Die Zubereitung:

Süßkartoffeln schälen und würfeln. Hokkaido halbieren, mit einem Löffel gründlich Kerne und Fasern entfernen, schälen und auch würfeln. (ergibt jetzt zusammen etwa 1 kg Gemüse)

Die Schalotten schälen und fein hacken. Knoblauch und Ingwer schälen und fein reiben.

Einen Schuss Olivenöl in einem großen Topf bei mittlerer Hitze erhitzen, Schalotten dazugeben und ca. 5 Min. weich dünsten (Wenn sie etwas brauch werden, ist das nicht so schlimm. Das gibt Geschmack.).

Dann Ingwer und Knoblauch dazugeben, kurz mitbraten. Linsen in einem feinen Sieb waschen, abtropfen lassen und mit dem Gemüse in den Topf geben.

Curry oder Orangengewürz und Zimt dazugeben, kurz mitdünsten. Heiße Brühe dazugeben, zum Kochen bringen. Ca. 300 ml Kokosmilch einrühren.

Alles in etwa 30 Min. weich kochen.

In der Zwischenzeit Halloumi in feine Würfel schneiden. Peperoni halbieren entkernen und quer in Streifen schneiden.

Wenn das Gemüse weich und die Linsen zerfallen sind, die Suppe mit dem Stabmixer pürieren, restliche Kokosmilch dazugeben und mit Salz, evtl. Pfeffer, Agaven-Dicksaft (oder Zucker) abschmecken. Nochmal aufkochen lassen.

Für das Topping etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und Halloumi, Kürbiskerne und Peperoni dazugeben. Das Ganze wird zuerst etwas wässrig, aber keine Sorge, einfach weiter bei mittlerer Hitze braten bis alles schön gebräunt und etwas knusprig ist. Das geht recht flott.

Suppe in Schüsseln füllen, Topping drauf, evtl. auch noch einen Klecks Joghurt dazugeben und ordentlich frischen Koriander darüber streuen. Soo lecker!

Enjoy und bleibt trotzdem süß!