Erdbeer-Banane-Joghurt-Eis-Pop

Eis am Stiel mit Bananen, Erdbeeren und Joghurt

„Hot in the city“, wie Billy Idol schon in den 80ern festgestellt hat. Aber war es wirklich sooo heiß – damals? Anyway – heute ist es jedenfalls definitiv zu heiß zum Backen. Und das will schon was heißen, denn eigentlich kann ich ausnahmslos immer und zu jeder Tages- und Nachtzeit backen. Ok, heute also nicht. Keine größere Sauerei in der Küche – mein Partner wird hellauf begeistert sein. Aber, was mach ich denn dann? – Eis am Stiel!
Ich habe noch ein paar halb vergammelte Bananen in der Küche liegen, die in dieser Verfassung sowieso keiner mehr essen mag. Erdbeeren gibt´s auch noch und ein wenig griechischer Joghurt wird sich in den Tiefen meines Kühlschranks schon auftreiben lassen. Zitronen sind sowieso immer da und beim Honig sieht´s ganz ähnlich aus. So kommen auch die schon vor Wochen neu erstandenen Eis-am-Stiel-Formen mal zum Einsatz. Prima, endlich sind mal alle zufrieden…

So, nun zum Rezept – wenn man es denn so nennen will…

Erdbeer-Banane-Joghurt-Eis-Pop

Zutaten:

1 Banane, schon überreif
1/2 Zitrone, Saft und Schale
2 Handvoll Erdbeeren
evtl. 1 Teel. Vanille-Paste oder echter Vanille-Zucker
Honig 
ca. 200g griechischer Joghurt, 10% Fett
außerdem: Eis-am-Stiel-Formen

Zubereitung:

Die Banane schälen und in einen Mixer geben. (Die Küchenmaschine tut´s auch, im Notfall einfach mit der Gabel zerdrücken.) Schnell Zitronensaft dazugeben, damit die Banane nicht noch brauner wird – das mag dann wieder keiner essen…
Erdbeeren waschen, etwas klein schneiden und auch in den Mixer (Küchenmaschine oder Gabel) geben. Je nach Verfügbarkeit die Vanille und einen richtig ordentlichen Schuss Honig dazu geben. Auf hoher Geschwindigkeit ein paar Sekunden mixen – abschmecken.
In einer anderen Schüssel (am besten eine Schüssel mit einem kleinen Schnabel zum Ausgießen) den Joghurt mit der Zitronenschale und wieder einem guten Schuss Honig verrühren. Abschmecken.
Jetzt vorsichtig die Erdbeermischung dazugeben und kurz verrühren – nicht zu heftig. Wir wollen den Marmor-Effekt!!
Nun die ganze Chose langsam in die Förmchen gießen, Stiel rein – und für mindestens 4 Stunden ab in die Tiefkühltruhe. 
Um das Eis besser aus den Formen zu lösen, 10 Minuten tauen lassen, ganz kurz in heißes Wasser halten oder mit einem heißen Geschirrtuch kurz bedecken.

Das war doch mal ne schnelle Nummer – ganz easy, fix und lecker. Außerdem auch noch halbwegs gesund. Die könnt ihr – ohne schlechtes Gewissen – sogar zum Frühstück vernaschen.
Enjoy und bleibt süß!

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Chocolate Chip Cookies

Cookies mit Schokoladenstückchen

Der Klassiker unter den Cookies darf auch in meiner Sammlung nicht fehlen. Meine erste Chocolate-Chip-Erfahrung habe ich mit den „Chip Ahoi- Cookies“ (die blaue Packung – kennen viele von euch sicher auch) mit etwa 6 Jahren in den USA gemacht. Damals waren „Cookies“ in Deutschland noch völlig unbekannt und ich war schon ziemlich begeistert. Inzwischen sind die Dinger omnipräsent und ich habe seither unendlich viele verschiedene Chocolate Chip Cookie-Rezepte ausprobiert. Mal mehr, mal weniger begeistert, aber nie völlig überzeugt. Irgendwas fehlte immer. Dieses hier fand ich auf dem Blog „Sally´s baking addiction“ und finde es einfach toll! Ich habe einige kleine Änderungen vorgenommen und den deutschen Zutatenmöglichkeiten angepasst. Diese Exemplare gehören eindeutig wieder in die Kategorie: dick – fudgy – chewy. Yummy!
Vielleicht kennt der ein oder andere von euch „Ben´s Cookies“ in London?! Dort habe ich mit die besten Cookies meines Lebens gegessen. Beim nächsten England-Trip unbedingt einen Besuch einplanen! Diese hier kommen der Sache schon ziemlich nahe….

Einige kurze Worte zu den Zutaten:
Wir brauchen Butter – ist doch klar.
Außerdem braunen Zucker, der bei diesem Rezept mit 2-3 Esslöffeln dunklem Zuckerrübensirup vermischt wird. Wer Melasse auftreiben kann – prima. (Gibt´s online bei Bio-Seiten. Ist aber meist noch intensiver und dickflüssiger als das amerikanische Gegenstück.) Wer eine Quelle in Großbritannien hat kann auch das dort übliche „black treacle“ nehmen. Dunkler Zuckerrübensirup ist aber wirklich auch ok. Ein wenig weißer Zucker wird auch benötigt.
Weiter handelsübliches Mehl – dazu muss ich nicht mehr sagen. Dann Bio-Ei, Größe L – wie immer.
Vanilla-Extract oder Vanillinzucker. Wie ihr den Extrakt selbst herstellt, habe ich im ersten Post beschrieben – einfach nochmal nachsehen. Baking soda, Backpulver oder Back-Natron. Ich benutze für Cookies immer baking soda. Alles andere geht aber auch. Salz – je nach Geschmack.
Zum Schluss noch zur Schokolade. Ich nehme Zartbitter-Schokolade und hacke sie nur grob, damit noch richtig dicke chunks im Teig sind (oder ich lasse mir semi-sweet chocolate chips aus den USA mitbringen, s. Bild.). Das könnt ihr natürlich auch machen, wie es euch am besten schmeckt. Ihr könnt auch weiße, Milch- und dunkle Schokolade mischen – ganz nach Lust und Laune. Wenn es draußen heiß ist, legt ihr die Tafeln am besten eine halbe Stunde in die Tiefkühltruhe. Dann lassen sie sich leichter hacken und schmelzen nicht bei der Verarbeitung.

Das Rezept:

Chocolate Chip Cookies

Zutaten:

170g Butter, Zimmertemperatur
150g brauner Zucker
50g Zucker
2-3 EL dunkler Zuckerrübensirup, treacle oder Melasse
1 Ei, Größe L
2 Teel. Vanilla-Extract oder Vanillinzucker
270g Mehl
2 Teel. Stärke (Maisstärke)
1 Teel. baking soda, Back-Natron oder Backpulver
1/2 Teel. Salz
225g grob gehackte Zartbitter-Schokolade

Zubereitung

Die Butter ca. 1 Min. bei mittlerer bis hoher Geschwindigkeit cremig rühren. Beide Zuckersorten und den Sirup dazugeben und ca. 3 Min.  bei hoher Geschwindigkeit hell und luftig rühren. Dann Ei und Vanille dazu, langsam unterrühren, danach ca. 30 Sek. bis 1 Min. bei hoher Geschwindigkeit weiterrühren. 

Die trockenen Zutaten – also Mehl, Stärke, baking soda und Salz in separater Schüssel mischen und zur Buttermischung geben. Nur solange bei niedriger Geschwindigkeit rühren, bis das Mehl eingearbeitet ist.
Zum Schluss die Schokolade mit einem Holzlöffel oder Teigschaber unterrühren und ab in den Kühlschrank. Der Teig muss mindestens 2-3 Stunden kühlen, sonst erreicht man nicht die gewünschte fudgy Konsistenz. Kann gerne auch über Nacht kühlen.

Ofen auf 180° C vorheizen.
Je 1-2 EL Teig zur Kugel formen und mit ausreichend Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.

In unterem Ofendrittel 9-10 Minuten backen (nicht länger!!). Die Cookies sehen noch recht weich und unfertig aus, sind aber genau richtig, wenn erste Risse oder „crackles“ zu sehen sind.

Ca. 10. Minuten auf dem Blech auskühlen lassen, dann zum Abkühlen auf ein Kuchengitter legen.

Guckt mal, sehen die nicht zum Reinbeißen aus?

Enjoy und bleibt süß!

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Cookies mit weißer Schokolade und Erdbeeren

Dies soll nun also mein erster Blogeintrag werden. Ich bin ein wenig aufgeregt!

Vorgestern habe ich mir das folgende Rezept ausgedacht und musste es unbedingt direkt ausprobieren. Dazu muss ich gestehen, dass ich ein absoluter Cookie-Fan bin. Ich nutze ganz bewusst den amerikanischen Ausdruck, da ich sie liebe: Diese großen, etwas formlosen Cookies mit ihrer soften, fudgy, chewy Konsistenz! Bei der Beschreibung hat das amerikanische Vokabular einfach jahrelangen Vorsprung…
Meine Leidenschaft für amerikanische Backwaren wurde bereits in früher Jugend während mehrerer USA-Reisen geschürt und entfachte zu voller Größe als ich das Buch “ The complete Magnolia Bakery cookbook“ von Allysa Torey und Jennifer Appel, den Gründerinnen der Magnolia Bakery in New York, für mich entdeckte. Es war wie eine Offenbarung. All diese wunderbaren, hemmungslosen Rezepte zogen mich völlig in ihren Bann und mein Exemplar ist inzwischen schon reichlich mitgenommen. Es folgten jede Menge anderer, v. a. US-amerikanischer Back- und Kochbücher, von denen ich das ein oder andere in Zukunft sicher auch hier erwähnen werde.
Nachdem ich bis heute mehrere tausend Cookies anhand von großartigen Rezepten nachgebacken und – ja, auch gegessen – habe, stelle ich euch nun eine meiner Eigenkreationen vor.
Diese Cookies sind dick und fudgy und chewy, mit jeder Menge Schoko- und Erdbeerstückchen  – also genauso, wie ich sie am liebsten mag.

Zunächst ein paar Worte zu den Zutaten. Ich benutze zum Backen grundsätzlich Butter – bis auf wenige Ausnahmen kommen keine anderen Fette in Frage.
Für dieses Rezept benötigt ihr braunen Zucker. In Deutschland bekommt man eigentlich nur den handelsüblichen braunen Rohrzucker oder auch noch Kandisfarin. Beides geht hier. Da der hier erhältliche Zucker aber deutlich weniger Melasse als das amerikanische Gegenstück enthält, füge ich dem Zucker noch 2 EL hellen Zuckersirup (z.B. heller Sirup von „Grafschafter“) hinzu. Der dunkle Zuckerrübensirup tut es aber auch. Wer eine Quelle in England hat, kann auch den dort erhältlichen „Golden Syrup“ benutzen.
In meinen Rezepten verarbeite ich ausnahmslos Bio-Eier, Größe L.
In den USA ist Vanilla-Extract üblich, kein Vanillinzucker. Ich stelle meinen eigenen Vanilla-Extract her indem ich zwei Vanilleschoten auskratze und sowohl Samen als auch Schoten in eine große Flasche Wodka gebe und mindestens 4 Wochen ziehen lasse, besser länger. Wenn ihr dazu keine Lust oder Zeit habt, geht auch Vanillinzucker. Inzwischen kann man auch in einigen Geschäften Extrakt kaufen, ist aber meist sehr teuer.
Wenn ich von „Mehl“ spreche, meine ich das hier handelsübliche Weizenmehl, Typ 405. Andere Sorten werden explizit erwähnt. Bei dem folgenden Rezept habe ich 50g Mehl durch Kokosmehl ersetzt. Das bekommt ihr im Bioladen, ist aber nicht unbedingt notwendig und kann durch normales Mehl ersetzt werden. Die besondere Konsistenz der Cookies erreiche ich auch durch die Zugabe von Stärke (Maisstärke). Wie in den USA üblich wird hier kein Backpulver zugesetzt, sondern baking soda (im Internet erhältlich) oder auch Back-Natron. Ich bin sicher, die meisten von euch haben das längst im Backregal stehen. 🙂 Backpulver ist aber auch ok.
Ein wenig Salz balanciert die Süße der anderen Zutaten gut aus, kann aber, je nach Geschmack, natürlich auch weggelassen werden.
Für diese Cookies benutze ich getrocknete, gezuckerte Erdbeeren, die ich in kleine Stücke hacke. Falls ihr die nicht bekommt, könnt ihr auch getrocknete, kandierte Ananas oder jede andere Trockenfrucht zufügen. Alles, was ihr euch vorstellen könnt, wird schon schmecken! Ich nehme an Schokolade, was gerade da ist. Hier würde ich auf jeden Fall weiße Schokolade empfehlen – in nicht zu kleine Stücke gehackt. Ihr könnt auch Schokolade mit Kokoscrisp oder Oreos etc. nehmen.

Hier das Rezept – endlich

Cookies mit weißer Schokolade und Erdbeeren

Zutaten:

170g Butter, Raumtemperatur
150g brauner Zucker
50g weißer Zucker (handelsüblicher Zucker)
2 El. heller Sirup
1 Ei, Größe L, Raumtemperatur
2 Teel. Vanille-Extrakt
220g Mehl
50g Kokosmehl (kann durch 50g Mehl ersetzt werden)
2 Teel. Stärke (Maisstärke)
1 Teel. baking soda
1/2 Teel. Salz
70g grob gehackte getrocknete und gezuckerte Erdbeeren
150g weiße Schokolade, in Stücke gehackt

Zubereitung:

Die zimmerwarme Butter ca. 1 Min. weich rühren.
Dann beide Zuckerarten und den Sirup dazugeben. Hell und schaumig rühren, ca. 3 Min.
Das Ei und den Vanille-Extrakt einrühren. So lange rühren bis der Teig eine mayonaiseartige Konsistenz hat (ca. 30 Sek. – 1 Min.).
Mehl, Kokosmehl, Stärke, baking soda und Salz in separater Schüssel vermischen und zur Buttermischung geben. Bei langsamer Geschwindigkeit gerade so lange rühren, bis das Mehl eingearbeitet ist. Zum Schluss Schokolade und Erdbeeren mit einem Holzlöffel oder Teigschaber einrühren.

Der Teig muss jetzt mindestens 2-3 Stunden in den Kühlschrank. Diesen Schritt könnt ihr nicht auslassen!

Danach Ofen auf 180°C vorheizen.
2 EL Teig zu Kugeln formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen (ca. 4 cm Abstand) und etwas (nicht zu viel!!) flach drücken.

Im unteren Ofendrittel 9-10 Minuten backen. Nicht länger!! Die Cookies sehen noch nicht ganz fertig aus, sind es aber (erste Risse oder „crackles“ sollten zu sehen sein).

Sind sie noch zu „hoch“ oder aufgepufft, noch heiß mit einem Löffelrücken oder den Fingern vorsichtig etwas eindrücken.

Das Blech auf einen Kuchenrost legen und die Cookies 10 Minuten abkühlen lassen. Dann vorsichtig vom Blech nehmen und auf dem Gitter vollständig auskühlen lassen.
Die Cookies halten sich gut 7 Tage bei Zimmertemperatur in einer Dose o.ä. Sie lassen sich auch prima einfrieren.
Enjoy!!!

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